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Rosenkohl putzen und einfrieren: So gehen Sie dabei vor

Soll Rosenkohl verdirbt sehr schnell. Soll er länger gelagert werden, ist das bei entsprechender Vorbereitung im Tiefkühler möglich.

Rosenkohl putzen und einfrieren
© Jean-Marie Polese / stock.adobe.com
Rosenkohl ist ein typisches Herbst- und Wintergemüse. Am besten schmeckt er, wenn er ab November den ersten Frost in der Erde mitbekommt. Das nimmt ihm die Bitterstoffe und verleiht ihm eine besondere Süße.

Vor dem Genuss muss er allerdings aufwendig geputzt werden. Haben Sie zu viel eingekauft oder ist die Ernte überdurchschnittlich ausgefallen, kommt es auf die richtige Lagerung an. Denn bei Zimmertemperatur würde der Rosenkohl schnell welken und auch im Kühlschrank hält er sich nur bis zu acht Tage. Sie können den Rosenkohl auch gut einfrieren und ihn so für etwa ein Jahr haltbar machen. Mit den folgenden Tipps gelingt das sehr leicht.

Wie wird Rosenkohl richtig geputzt?

Rosenkohl putzen
Vor der Zubereitung oder dem Einfrieren müssen Sie den Rosenkohl putzen – © ojl / stock.adobe.com
Leider ist die Vorbereitung von Rosenkohl für das Kochen oder Einfrieren eine aufwändige Sache. Aber es lohnt sich, denn das Wintergemüse wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Der Grund dafür ist, dass immer neue Züchtungen entstanden sind und somit die Bitterstoffe reduziert wurden.

Zuerst müssen Sie jeden einzelnen Rosenkohl-Kopf unter fließendem Wasser reinigen. Alle Sandreste und sonstige Verschmutzungen werden so entfernt, denn nichts ist schlimmer, als Sand zwischen den Zähnen beim Essen.

Anschließend wird der Strunk vom Rosenkohl mit einem scharfen Messer großzügig entfernt. Danach können Sie die äußeren Blätter des Gemüses mühelos entfernen, die oftmals hartnäckigen Schmutz und Froststellen aufweisen. Am Ende sollten Sie ein sauberes Kohl-Röschen in der Hand halten.

Zum Schluss muss das untere Schnittende mit einem scharfen Messer kreuzweise eingeschnitten werden. Der Grund dafür ist, dass die harte Schnittstelle eine längere Garzeit benötigen würde als die zarten Blätter. Durch den Einschnitt gelangt Kochwasser ins Innere und sorgt dafür, dass der Strunk schneller gar wird. Somit gibt es eine einheitliche Kochzeit für den gesamten Rosenkohl.

Nach dieser Prozedur ist der Rosenkohl bereit, um gekocht, gedämpft oder eben eingefroren zu werden.

Warum sollte der Rosenkohl vor dem Einfrieren blanchiert werden?

Rosenkohl blanchieren
Rosenkohl blanchieren, damit er im Gefrierfach seine Farbe behält – © jdmfoto / stock.adobe.com
Blanchieren bedeutet, dass das Gemüse für 1 bis 2 Minuten in kochendes Wasser gelegt wird. Dadurch werden die Enzyme gestoppt, die für den Nährstoffverlust verantwortlich sind. Kurz gesagt: Das Gemüse bleibt länger frisch und behält die Farbe.

Spätestens nach 2 Minuten sollte der Rosenkohl mit einer Schaumkelle aus dem kochenden Wasser genommen werden. Damit der Garprozess sofort gestoppt wird, muss das Gemüse in Eiswasser abgeschreckt werden. Eine normale Schüssel mit kaltem Wasser und Eiswürfeln ist dafür ausreichend.

Wie wird der Rosenkohl eingefroren?

Rosenkohl einfrieren
Rosenkohl-Köpfe vor dem endgültigen Einfrieren schockfrosten, damit die nicht zusammenfrieren – © Olga / stock.adobe.com
Wer seinen Rosenkohl nach dem Blanchieren einfrieren möchte, sollte die einzelnen Röschen gut abtrocknen. Dafür können Sie ein trockenes und sauberes Geschirrtuch verwenden. Lassen Sie den Rosenkohl sicherheitshalber noch einige Minuten auf dem Tisch offen nachtrocknen.

Damit die einzelnen Rosenkohl-Röschen nicht aneinander frieren, müssen sie schockgefrostet werden. Dafür werden die grünen Köpfe auf einem Blech in ausreichendem Abstand nebeneinander gelegt.

Geben Sie das Blech anschließend für ca. 30 Minuten in den Gefrierschrank. Nun werden die äußeren Blätter kurz angefroren.

Nach dieser Prozedur können Sie die Rosenkohl-Köpfe wie gewohnt in einer Tüte oder einer Gefrierbox portionieren. Der Vorteil liegt darin, dass Sie so auch größere Portionen einfrieren können und später nur einen Teil davon auftauen. Die Gefahr, dass die einzelnen Röschen aneinander frieren, ist sehr gering.

Sollten Sie eine Frischhaltebox zum Einfrieren verwenden, muss diese mit einem gut schließbaren Deckel ausgestattet sein. Das Gefriergut muss absolut luftdicht verpackt werden.

Benutzen Sie eine Gefriertüte zum Einfrieren, müssen Sie die innere Luft, so weit es geht, entfernen. Notfalls können Sie mit einem Trinkhalm die Luft aussaugen, um den Beutel kurz danach fest zu verschließen.

Wie wird der Rosenkohl wieder aufgetaut?

Rosenkohl auftauen
Rosenkohl kann direkt ins Kochwasser – © Romo Lomo / stock.adobe.com
Durch die gute Vorarbeit von Putzen und Blanchieren, gestaltet sich das Auftauen sehr leicht. Es findet nämlich praktisch gar nicht statt.

Um eingefrorenen Rosenkohl zu kochen, können Sie diesen im gefrorenen Zustand in kochendes Salzwasser geben. Einfacher geht es nicht. Die Garzeit beträgt je nach Geschmack zwischen 10 und 13 Minuten.

Bei 10 Minuten Kochzeit ist der Rosenkohl schön bissfest. Mögen Sie es lieber etwas weicher, kann er bis zu 13 Minuten im Wasser garen.

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