Ziersträucher & -gehölze Rosen

Rotdorn pflanzen – Das sollten Sie dabei alles beachten

981 views
0

Wer sich den Rotdorn in den Garten holen möchte, der muss beim Pflanzen nicht viel beachten, denn der Rotdorn ist recht anspruchslos und pflegeleicht.

Rotdorn pflanzen
© Elke Hötzel – Fotolia.com

Der Rotdorn ist eine Kulturform des Zweigriffligen Weißdorn und gehört der Familie der Rosengewächse an. Im Frühsommer zeigt der Rotdorn einen üppigen Blütenreichtum, der jeden Betrachter sofort in seinen Bann zieht. Das Beste daran: der Rotdorn ist recht einfach zu pflegen und auch das Pflanzen ist ein wahres Kinderspiel.

Den passenden Standort finden

Der Rotdorn ist bezüglich des Standortes recht anspruchslos. Die in Europa und dem Norden Afrikas heimischen Pflanzen eignen sich nicht nur für die Kultivierung in Gärten, Rotdorn gedeiht auch an stark befahrenen Straßen und ist resistent gegen Abgase. Besonders gut entwickeln sich die Pflanzen an einem sonnigen Standort. Halbschatten wird toleriert, Wachstum und Blütenfülle leiden jedoch darunter. Der Rotdorn benötigt an seinem Standort zudem einen gleichmäßigen Lichteinfall. Ist dies nicht gegeben, kann sich keine ausgewogene Wuchsform entwickeln und die Optik des Gehölzes wird zu wünschen übrig lassen.

Wichtig ist weiterhin, der Pflanze ausreichend Raum zu bieten. Die Pflanzen entwickeln sich nicht nur in die Höhe, sondern gehen auch in die Breite. Sie sollten beim Pflanzen also einen ausreichenden Abstand zu Pflanznachbarn halten.

Der ideale Standort in Stichworten:

  • sonnig
  • gleichmäßiger Lichteinfall
  • Alleinstellung

Das ideale Substrat auswählen

Der Rotdorn bevorzugt einen frischen Boden. Das Substrat sollte jedoch nicht zu leicht beschaffen sein. Herkömmliche Gartenerde sollten Sie deshalb vor der Pflanzung mit Kompost anreichern. Ein zu trockenen Boden verträgt der Rotdorn ebenso wenig wie Staunässe. Der Boden sollte dennoch eher feucht als trocken sein. Das Substrat kann auch kalkhaltig sein. Daher macht es der Pflanze nichts aus, wenn Sie sie mit Leitungswasser gießen.

Das ideale Substrat in Stichworten:

  • frisch
  • nährstoffreich
  • feucht
  • kalkhaltig

Wann ist die beste Pflanzzeit für den Rotdorn?

Die beste Pflanzzeit für den Rotdorn ist das Frühjahr. Herbstpflanzungen sind ebenfalls möglich. Dann besteht allerdings die Gefahr, dass sich die Pflanzen vor dem Winter nicht mehr ausreichend anwurzeln und entwickeln können. Sie müssen daher dann mit Frostschäden rechnen. Die Pflanzung von Containerpflanzen ist hingegen ganzjährlig an frostfreien Tagen möglich.

Rotdorn pflanzen – Schritt für Schritt Anleitung

  1. Wurzelballen über Nacht in ein mit Wasser gefülltes Gefäß geben.
  2. Standort auswählen.
  3. Boden lockern und von Steinen, Wurzeln oder Unkraut befreien.
  4. Boden nun noch mit Kompost anreichern.
  5. Pflanzloch in etwa der doppelten Größe des Wurzelballens ausheben.
  6. Pflanze einsetzen.
  7. Pflanzerde auffüllen.
  8. Boden fest andrücken.
  9. Pflanze reichlich angießen.

Durch die Beimischung von Kompost bekommt der Boden übrigens eine kompaktere Struktur und die Pflanze wird gleichzeitig mit einem wirkungsvollen organischen Langzeitdünger versorgt.

Rotdorn als Hecke pflanzen

Rotdorn wächst besonders dicht. Das ist vor allem dann vorteilhaft, wenn Sie über eine Heckenpflanzung nachdenken. Für eine dichte Hecke werden drei Pflanzen auf einen Meter benötigt. Bei der Heckenpflanzung ist zudem zu beachten, dass die Pflanzen mindestens einen Meter hoch wachsen sollten und regelmäßige Schnittmaßnahmen benötigen, damit sie eine ansehnliche Form bekommen.

Rotdorn im Kübel anpflanzen

Die Kultivierung von Rotdorn im Kübel ist bedingt möglich. Lediglich junge Pflanzen eignen sich für das Einsetzen in ein Pflanzgefäß. Das Pflanzgefäß muss nicht nur ausreichend groß, sondern auch entsprechend tief sein, denn als Tiefwurzler möchte der Rotdorn seine Wurzeln in die Erde ausstrecken können.

Im Kübel zeigt sich die recht pflegeleichte Pflanze durchaus anspruchsvoller. Der Nährstoffbedarf ist besonders hoch. Als Substrat eignen sich Kübelpflanzen- oder Rosenerde. Um die Pflanze vor Staunässe zu schützen, sollten Sie eine Drainage aus Kies oder Tongranulat anlegen. Beachten Sie zudem, dass Sie den Rotdorn im Kübel regelmäßig gießen und düngen müssen. Im Winter benötigt der Rotdorn als Kübelpflanze zudem einen Schutz und muss sporadisch bewässert werden, damit die Erde nicht austrocknet.

Rotdorn lieber nicht umpflanzen

Die Standortwahl sollten Sie gut durchdenken, denn nur junge Pflanzen lassen sich problemlos umpflanzen. Mit den Jahren entwickelt die Pflanze nämlich ein umfangreiches Wurzelsystem, das beim Umpflanzen Schaden nehmen würde. Die Gefahr, dass die Pflanze dann am neuen Standort eingeht, ist sehr groß, denn es ist beinahe unmöglich, den Tiefwurzler unbeschadet aus dem Boden zu bekommen.


Foto1: © Elke Hötzel - Fotolia.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here