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Saat-Esparsette – holen Sie sich die Futterpflanze in Ihren Garten

Die Fähigkeiten der Saat-Esparsette sind vielfältig. Sie kommt hauptsächlich als Futterpflanze zum Einsatz. Zudem reichert sie den Boden mit wichtigen Nährstoffen an und ist somit für jeden Garten praktisch unverzichtbar.

Saat-Esparsette
Die Futterpflanze zieht mehr und mehr in deutsche Gärten ein | © Maryna / stock.adobe.com
Im Botanischen trägt die Saat-Esparsette den Namen „Onobrychis viciifolia“ und sie gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Das Kraut ist mehrjährig und besitzt tiefe Wurzeln, in ihrer Blütezeit zeigt sie sowohl weiße, als auch rote Schmetterlingsblüten. Der Bodenverbesserer ist besonders attraktiv für Bienen und andere Insekten, die sich an den Blüten laben. Daher ist sie essentiell für jede Bienenwiese.

Ursprünglich stammt die Saat-Esparsette aus dem Mittelmeerraum, sowie Südosteuropa und ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Die Pflege ist insgesamt sehr unkompliziert, weswegen sie immer öfter in Gärten angepflanzt wird. Sie ist auch unter dem Namen Futter-Esparsette bekannt.

Kurzer Steckbrief zur Saat-Esparsette

Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Wuchshöhe zwischen 30 und 90 cm
Wuchsform dichter Wuchs, der mit rosa, dunkel gestreiften Blüten durchzogen ist, lang gestielte Blüten, gefiederte Blätter
Standort Sonne
Boden trocken bis frischer Boden, der lehmig beschaffen ist, eher basisch beschaffen, kalkhaltig, nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
Besonderheiten wird als Nutzpflanze verwendet, sowie in der Bienenwiese, winterhart

Aussaat und Pflege

Saat-Esparsette Aussaat
Die Schmetterlingsblüten zeigen sich zwischen Mai und Juli | &cpy; lupigisella / stock.adobe.com
Idealerweise wird die Saat-Esparsette zwischen Ende März und Mai ausgesät. Der ideale Platz für sie liegt in der Sonne, der Boden hingegen sollte eher nährstoffarm sein. Trotzdem mag die Pflanze kalkhaltige Böden, die lehmig beschaffen sind und ihr durch den leicht alkalischen pH-Wert genügend Nährstoffe zukommen lassen. Durchlässigkeit ist ebenfalls wichtig, damit keinerlei Staunässe entsteht.

Bis die Pflanze keimt, benötigt sie viel Wasser. Unterdessen kann sie später auch längere Zeit vollkommen ohne eine Bewässerung auskommen. Als gute Nachbarn kommen Pflanzen wie der Wiesensalbei, Kartäusernelke oder Zittergras infrage.

Ihre Blütezeit hat die Pflanze zwischen Mai und Juli, in der sie viele Schmetterlingsblüten bildet, die etwa anderthalb Zentimeter groß sind. Bezüglich ihrer Farbe erscheinen sie meist in einem hellen rosa, das von einer purpurfarbenen Aderung durchzogen ist.

Eine spezielle Art der Überwinterung ist nicht erforderlich. Die Saat-Esparsette ist winterhart und überdauert die kalte Jahreszeit größtenteils ohne jeglichen Schaden. Im Frühjahr treibt sie einfach wieder aus.

Verwendung als Futterpflanze und zur Bodenverbesserung

Saat-Esparsette Boden
Die Saat-Esparsette ist sehr bienenfreundlich | © iredding01 / stock.adobe.com
Die Saat-Esparsette kommt sehr häufig als reine Futterpflanze vor. Sie wird gerne von Rindern und Pferden gefressen, da sie einen hohen Eiweißgehalt besitzt. Doch sie ist ebenso eine wichtige Nahrungsquelle für unterschiedliche Insekten:

  • Auf ihr nehmen bis zu 25 verschiedene Wildbienenarten Platz, darunter die Stahlblaue Mauerbiene oder die Schwarze Mörtelbiene. Ebenso ist sie für Hummeln sehr attraktiv.
  • Sie wird gerne von Raupen als Futterquelle verwendet.
  • Für 23 verschiedene Arten von Schmetterlingen und Schwebfliegen liefert sie eine wichtige Nektarquelle.
  • Von sämtlichen Insekten wird sie gegebenenfalls auch bestäubt.

Neben dem hohen Eiweißgehalt liefert sie auch wichtige Vitamine, sowie Flavonoide und Tannine. Sie können vor einem Wurmbefall oder verschiedenen Magen-Darm-Parasiten schützen. Für Pferde wird sie häufig auch als Alternative für Hafer eingesetzt.

Ein weiterer Grund, die Saat-Esparsette im Garten anzupflanzen, ist ihr Wert als Bodenverbesserer. Sie reichert dank ihrer Wurzeln den Boden mit Stickstoff an und ist somit auch für die nächste Saison ein wertvoller Bestandteil des Gartens. Daher ist es auch nur erforderlich, sie dann zu schneiden, wenn sie zur Verbesserung des Bodens beitragen soll. Das Schnittgut wird einfach untergegraben.

Wie sieht es mit Krankheiten und Schädlingen aus?

In Bezug auf Krankheiten und Schädlinge lässt sich sagen, dass sie nicht besonders anfällig für diese ist. Manchmal werden die Saat-Esparsette jedoch von unterschiedlichen Schadpilzen befallen. In der Regel stammen diese von anderen Blumen, welche den Pilz auf die Saat-Esparsette übertragen. Mit dazu gehören zum Beispiel der Kleekrebs, die Braunfleckenkrankheit und der Esparsettenrost.

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