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Sanddorn pflanzen – Tipps zu Pflanzabstand, Boden, Wurzelsperre & Pflege

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Die Beeren des Sanddorns sind lecker und absolute Vitaminbomben. Kein Wunder, dass sich immer mehr Gärtner die Pflanze in den Garten holen. Doch Vorsicht: Beim Pflanzen gibt es einiges zu beachten.

Sanddorn pflanzen - Tipps zu Pflanzabstand, Boden und Wurzelsperre
Für eine reiche Ernte braucht es eine männliche und eine weibliche Pflanze
Sanddorn, auch unter dem Namen Hippophae rhamnoides bekannt, ist robust, pflegeleicht und resistent gegen viele Krankheiten. Über die letzten Jahre ist er sehr beliebt geworden, da der Strauch nicht nur eine hübsche Zierde im Garten ist, sondern die Beeren auch absolut gesund sind.

Um eine volle Ernte der vitaminreichen Früchte einzufahren, müssen Sie allerdings bei der Pflanzung einige wichtige Regeln beachten.

Weiblicher und männlicher Sanddorn

Der Sanddorn ist eine zweihäusige Pflanze. Das bedeutet: Sie benötigen mindestens einen weiblichen, fruchttragenden Sanddorn und einen männlichen Sanddorn als Pollenspender. Ideal ist die Kombination eines männlichen und drei oder vier weiblicher Sanddorne. Achten Sie darauf, dass der Wind im Garten von der männlichen Pflanze zu den weiblichen Sanddornen weht, um eine reibungslose Bestäubung sicherzustellen.

Pflanzabstand zwischen Sanddornen

Sanddorne zeichnen sich durch sparriges, seitlich ausgreifendes Wachstum aus. Die Sträucher können abhängig von der Sorte bis zu sechs Metern hoch werden und eine Wuchsbreite bis zu vier Metern erreichen. Pflanzen Sie Ihre Sanddorne deshalb nicht zu dicht, sonst behindern sich die adulten Pflanzen später beim Wachstum und nehmen sich gegenseitig das Sonnenlicht.

Boden für Sanddorn

Der Sanddorn mag luft-, und wasserdurchlässigen sowie kalkhaltigen Boden mit einem hohen Anteil an Sand oder Kies. Schwere Lehm- oder Tonböden können Sie durch die Zugabe von grobem Sand aufbessern. Des Weiteren sollte der Boden sehr tiefgründig sein. Sanddornwurzeln reichen 150 bis 300 Zentimeter in das Erdreich hinab.

Wurzelsperre für Sanddorn

Das Wurzelwerk des Sanddorns ist nicht nur tief, sondern auch sehr breit und kann einen Durchmesser bis zu zwölf Metern erreichen. Sofern Sie nicht sehr viel Platz in Ihrem Garten haben, sollten Sie schon bei Pflanzung eine Wurzelsperre errichten. Solche Wurzel- oder Rhizomsperren aus Hartplastik finden Sie kostengünstig im Gartenfachhandel. Die Sperren werden wie ein Ring um den Wurzelstock in den Boden gesetzt. Verschließen Sie die Enden mit einer Aluminiumschiene, sodass die Wurzeln sich nicht hindurchschieben können.

Sanddorn pflegen

Die Pflanzung der Sanddorne selbst ist sehr einfach. Setzen Sie den Wurzelballen einfach in das Pflanzloch, gießen Sie kräftig an und füllen Sie Erde auf. Im ersten Jahr sollten Sie mit Hornmehl düngen. Da der Sanddorn eine Symbiose mit Strahlenpilzen eingeht, die ihn mit Stickstoff versorgen, ist ab dem zweiten Jahr kaum noch Düngung erforderlich.

Wenn Sie alle zwei Jahre reifen Kompost in das Erdreich um den Strauch einarbeiten, ist er gut mit allen Nährstoffen versorgt. Beim Gießen können Sie zurückhaltend vorgehen. Dank des tief hinabreichenden Wurzelwerks überstehen Sanddorne auch längere Phasen oberflächlicher Trockenheit gut.


Foto1: © takazart - pixabay.com

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