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Schaublatt pflanzen – Standortauswahl und Anleitung

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Wer ein Schaublatt pflanzen will, sollte Platz einplanen. Die Standortauswahl ist deshalb enorm wichtig, auch späteres Umpflanzen sollte vermieden werden.

Schaublatt pflanzen
© LianeM – Fotolia.com
Das Schaublatt ist eine wahrlich imposante Erscheinung. Die Steinbrechgewächse zieren eindrucksvolle Schmuckblätter mit unterschiedlichen Blattzeichnungen und weiße bis zartrosa Blüten, welche im Frühsommer erscheinen. Die robusten Zierpflanzen stammen aus Asien und gedeihen dort vornehmlich im Himalaya. Der Hobbygärtner sollte das Schaublatt möglichst in Alleinstellung kultivieren. Dann kann die Pflanze ihre ganze Pracht entfalten. Was es bei der Pflanzung des Schaublattes noch zu beachten gibt, verraten wir Ihnen nachfolgend.

Schaublatt: Pflanzenmerkmale

Um der Pflanze optimale Bedingungen im Beet zu bieten, sollten wir uns zunächst die allgemeinen Eigenschaften anschauen. Das Schaublatt (Rodgersia) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die beachtliche Ausmaße annehmen kann und daher viel Platz im Beet benötigt. An den recht langen Blattstielen erscheinen die auffälligen Laubblätter. Die Blüten sind im Verhältnis zu den Blättern recht klein. Es werden zahlreiche Samen gebildet.

Schaublatt pflanzen – Standortwahl

Das Schaublatt gedeiht bevorzugt dort, wo andere Pflanzen vermutlich ihre Blüte vermissen lassen. Schaublätter mögen keine pralle Sonne und entfalten ihre ganze Schönheit an einem eher schattigen Standort. Dabei wird eine geschützte Lage bevorzugt. Sie können Schaublätter zum Beispiel im Schatten größerer Gehölze anpflanzen. Wohl fühlen sich die Pflanzen auch am Teichrand.

➔ Tipp: Die pralle Mittagssonne wird nicht vertragen. Morgen- oder Abendsonne duldet das Schaublatt aber durchaus.

Der Wahl des Standortes ist besondere Priorität beizumessen. Die Pflanzen sollten nicht wieder umgesetzt werden. Standortwechsel werden von der Pflanze nicht gut vertragen und die Blüte würde vermutlich ausbleiben. Viele Schaublätter gehen nach dem Umpflanzen komplett ein.

Das ideale Substrat auswählen

Beim Substrat zeigen sich die Pflanzen nicht wählerisch. Da die Pflanzen aus den Gebirgsregionen des Himalaya stammen, sind sie eher karge Böden gewöhnt. Normale Gartenerde ist für die Kultivierung vollkommen ausreichend. Wichtig ist, auf die Durchlässigkeit des Substrats zu achten. Es sollte sich um einen lockeren, frischen und nicht allzu sauren Boden handeln. Das Gießwasser muss gut abfließen können, da das Schaublatt keine Staunässe verträgt und es dann leicht zur Wurzelfäule kommen kann.

Schaublatt pflanzen – Schritt für Schritt

  1. passenden Standort auswählen
  2. Pflanze vorab wässern
  3. Pflanzloch ausheben
  4. Boden auflockern
  5. Drainage legen
  6. Substrat aufwerten
  1. Wurzelballen in die Erde setzen
  2. Substrat auffüllen
  3. Substrat leicht andrücken
  4. Gießrand anlegen
  5. Pflanze ausreichend wässern
Bei der Wahl des Standortes ist ein ausreichender Pflanzabstand zu beachten. Lassen Sie etwa einen Meter Platz. Dann kann sich das Schaublatt in den nächsten Jahren ungehindert entfalten und verdrängt seine Pflanznachbarn nicht aus dem Beet.

Das Schaublatt sollte im zeitigen Frühjahr, vor Einsetzen der Wachstumsperiode, gepflanzt werden. Damit sich die Pflanze ausreichend mit Feuchtigkeit vollsaugen kann, wird der Wurzelballen einige Stunden vor der Pflanzung in einen mit Wasser gefüllten Eimer platziert. Heben Sie das Pflanzloch in etwa in doppelter Größe des Wurzelballens aus. Damit der Boden an Durchlässigkeit gewinnt und das Gießwasser gut abfließen kann, sollte das Substrat gut aufgelockert werden.

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Vor Staunässe schützt eine Drainage aus grobem Kies oder Tonscherben, de auf die aufgelockerte Erdschicht aufgebracht wird. Die Erde kann durch die Beimischung von Sand oder Hornspänen an Durchlässigkeit gewinnen. Ist der Boden besonders nährstoffarm und karg, bietet es sich an, Kompost einzuarbeiten. Vor dem Einpflanzen wird der Wurzelballen des Schaublattes leicht auseinandergezogen. Nun setzen Sie die Pflanze mittig in das vorbereitete Pflanzloch und füllen das Substrat auf. Ein zur Mitte hin abfallender Gießrand stellt die ausreichende Flüssigkeitsversorgung sicher.

Das Schaublatt als Zierde im Sommergarten – verschiedene Gestaltungsideen

Damit die Pflanze auch in Ihrem Garten optimal gedeiht, sollte das Schaublatt entsprechend seiner natürlichen Standortbedingungen kultiviert werden. Da das Schaublatt sich im Schatten von imposanten Gewächsen besonders wohlfühlt, können die Pflanzen unter Bäumen angepflanzt werden. Dort ergibt sich dann, in Verbindung mit Gräsern und Farnen, ein natürliches Bild.

Spannende Farbkontraste lassen sich erzielen, wenn die Fiederblättrigen Schaublätter mit Weißen Sterndolden, dem Silbrigen Kaukasusvergissmeinnicht oder dem Wald-Storchschnabel kombiniert werden.

Alle Schaublätter wirken bereits in Alleinstellung imposant. Wird ein ausreichender Pflanzabstand eingehalten, sind Gruppenpflanzungen immer reizvoll. Die rötlichen Blätter des Holunderblättrigen Schaublattes machen sich besonders gut in Verbindung mit blauen Blühpflanzen. Ebenso passt dieses Schaublatt sehr gut zum Schaublatt Bloody Mary. Wer den Boden um sein Schaublatt bepflanzen möchte, sollte auf schattenliebende Bodendecker mit flachen Wurzeln zurückgreifen, denn das Schaublatt wird ungern in seinem Wachstumsdrang gehindert.


Foto1: © LianeM - Fotolia.com

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