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Skimmia: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Auch wenn die Skimmia zu den resistenten Pflanzen gehört, so ist sie dennoch nicht vollständig vor Krankheiten und Schädlinge gefeiht. In den meisten Fällen liegt das aber nur an einem Pflegefehler.

Skimmia: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen
© Kruwt – Fotolia.com

Die Skimmie, botanisch Skimmia Japonica, ist mit dem richtigen Standort, einem guten Boden und ein wenig Pflege nur selten anfällig für Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Dennoch ist es natürlich nicht ausgeschlossen. Beispielsweise können Pflegefehler ursächlich für Veränderungen an der Pflanze sein. Wer die Fehler schnell behebt, riskiert schlimmere Schäden an der Pflanze.

Andernfalls kann die Pflanze aber auch von Läusen eingesucht werden. Auch hier gilt: Schnell handeln!

Wir möchten Ihnen hier einen kurzen Überblick geben, welche Veränderungen an der Skimmia typisch sind und wie Sie diese behandeln können. Außerdem erfahren Sie hier, was Sie beim Läusebefall tun können.

Pflegefehler vermeiden Pflanzenkrankheiten

Richtiges Gießen

Das Rautengewächs braucht eine möglichst kalkfreie Erde und einen halbschattigen Standort. Der Wurzelballen darf nie ganz austrocknen, das wäre für die Skimmie das absolute Todesurteil. Gießen Sie deshalb regelmäßig mit Regenwasser. Eine Mulchschicht schützt den Boden rund um die Pflanze und speichert Wasser. Skimmien sind nicht frostfest und müssen in einem kühlen Raum überwintern – während dieser Phase seltener gießen, aber nicht komplett aussetzen.

Zu viel Sonne

Wenn die Pflanze generell im Zimmer steht, ist die Luftfeuchtigkeit wichtig. Sprühen Sie die Blätter ab und zu mit kalkfreiem Wasser ein. Sollte die Skimmie gelbe Blätter und braune Flecken an den Blättern bekommen oder aber eingerollte Blattspitzen, dann steht sie wahrscheinlich zu viel in der Sonne und erhält zu wenig Wasser. Wechseln Sie unbedingt den Standort der Kübelpflanze. Im Haus sollte sie nicht direkt an einem Südfenster stehen.

Gelbe Blätter, die im Herbst abgeworfen werden, sind dagegen unbedenklich. Die Skimmie bereitet sich damit auf die Winterruhe vor. Im nächsten Frühjahr treibt sie neu aus.

Keine roten Beeren

Damit sich nach der Blüte die roten Beeren zeigen, brauchen weibliche Skimmien einen männlichen Partner, der in unmittelbarer Nähe gepflanzt werden sollte. Eine Ausnahme ist die Züchtung „Skimmia reevesiana“. Das ist eine einhäusige Zwitterpflanze, die sich selbst befruchtet.

Der Kampf gegen Läuse

Von der Blattlaus bis zur Woll- und Schmierlaus: Der Zellsaft aus den Blättern schmeckt allen Läusen. Den Befall erkennen Sie an der Blattunterseite. Dort sind winzige Löcher. Außerdem sind die Blätter mit einer klebrigen Substanz überzogen. Sie sehen auch die Parasiten selbst, die sich auf und unter den Blättern, in den Blattachseln und an den Stängeln niederlassen. Eine effiziente Hilfe im Kampf gegen Läuse sind natürliche Fressfeinde, zum Beispiel Marienkäfer oder Florfliegen.

» Erste Hilfe: Duschen Sie die Pflanze mit lauwarmem Wasser, damit spülen Sie schon die meisten Läuse ab. Außerdem hilft es, wenn Sie die Skimmia mit einer Mischung aus Spülmittel oder Schmierseife und Wasser oder mit Brennesselsud einsprühen. Den Vorgang sollten Sie so lange wiederholen, bis Sie keine Läuse mehr entdecken.

Spinnmilben
Brennesselbrühe hilft auch gegen Spinnmilben. Den Befall erkennen Sie an den Blättern, die sich gelblich bis silbergrau färben, allmählich vertrocknen und zuletzt abfallen. Wenn Sie nicht ganz sicher sind sprühen Sie die Pflanze mit Wasser ein, dann zeigt sich ein feines Gespinst auf den Blättern. Sollte das Einsprühen mit Brennesselsud wirkungslos bleiben, sind chemische Mittel die beste Wahl.


Foto1: © Kruwt - Fotolia.com

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