Ziersträucher & -gehölze Rosen

Stockrosen pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

Sie lieben ausgefallene Blumen? Dann sollten Sie in Ihrem Garten mal Stockrosen pflanzen. Sie sehen toll aus und benötigen auch nur wenig Pflege.

Stockrosen lieben einen nährstoffreichen Boden
Stockrosen lieben einen nährstoffreichen Boden

Einzelne Stockrosen können eine stattliche Höhe von bis zu zwei Meter erzielen, wobei ihre üppige Blütenpracht diese Wuchshöhe erst so richtig wirkungsvoll zur Geltung bringt. Zudem sind die zu den Malvengewächsen gehörenden Stockrosen heute in vielen Blütenfarben erhältlich (Weiß, Gelb, Rosatöne und Rottöne, Violett, teils sogar mit gefüllten Blütenkelchen), womit sich dann auch hübsche Arrangements im Blumenbeet gestalten lassen.

Zumeist wird die Stockrose im Gartenfachmarkt als zweijährige Pflanze angeboten, wobei sie auch erst im zweiten Jahr mit ihrer Blütenpracht aufwartet. Doch spezialisierte Händler halten inzwischen auch mehrjährige Stockrosen für den Gartenanbau parat.

Tipp:

Aus den Blütenblättern der Stockrose können Sie übrigens einen Tee zubereiten, der bei Husten und Halsentzündungen eine heilsame Wirkung entfaltet.

Standortwahl und Anbau

Stockrosen lieben einen nährstoffreichen Boden in sonniger Lage. Der Standort sollte zudem möglichst windgeschützt und regengeschützt sein, denn zu viel Regen und starker Wind können schnell dafür sorgen, dass die einzelnen Stängel abbrechen. Zumal diese sowieso schon schwer an der Last der Blüten zu tragen haben.

Beachten Sie allerdings von vornherein, dass sich Stockrosen immer von selbst vermehren, wenn Sie sie nicht abschneiden. Diesen Vorgang können Sie aber beeinflussen, indem Sie die Blütenkelche öffnen, den Samen entwenden und gezielt wieder im Erdreich ausbringen – kurz unterharken und kräftig angießen!

Tipp:

Stockrosen sollten Sie jährlich nachziehen, um so eine durchgängige Blütenpracht zu gewährleisten.

Stockrosen am Zaun
Stockrosen am Holzzaun | © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Stockrosen richtig pflegen

» Düngen:

Gerade im Frühjahr – bis zur vollständigen Entwicklung der Blütenpracht – benötigt die Stockrose regelmäßige Düngergaben, was ihr optimales Wachstum nachhaltig unterstützt und eine imposante Blütenentwicklung von Juli bis September gewährleistet.

» Boden auflockern:

Weiterhin sollten Sie bei der Pflege der Rosen darauf achten, dass der Boden rund um die einzelnen Pflanzentriebe immer schön locker ist, denn die Stockrose mag keine Bodenverhärtung.

» Gießen:

Obendrein benötigt sie eine möglichst gleichmäßige Feuchtigkeit, weshalb sie gerade während längerer Trockenperioden mindestens zweimal täglich gegossen werden sollte.

Tipp:

Das Ausbringen von Rindenmulch rund um die Stockrose gewährleistet eine perfekte Feuchtigkeitsspeicherung.

» Stockrosenstängel festbinden:

Groß gewachsene Stockrosen können leicht abbrechen, wogegen ein Anbinden an einem Stock empfehlenswert ist. Meist genügen dabei schon kleine Bambusrohre, die Sie vorab ins Erdreich stecken und woran Sie die Stockrosenstängel dann locker festbinden können.

Foto1: © Jeanette Dietl - Fotolia.com, Foto2: © Jürgen Fälchle - Fotolia.com

4 KOMMENTARE

  1. Hallo, ich komme eben vom Ostsee Urlaub rund um Travemünde/Lübeck zurück. Ich muss das hier beschriebene anzweifeln., denn in den Städten sieht man prächtigste Stockrosen direkt an den kleinen alten Stadthäuschen stehen. Kaum Erde, Trockenheit, kein Dünger und viel Sonnenschein…das ist das was ich gesehen habe. herzliche Grüße

    • Das kann ich nur bestätigen. Wir waren in Timmendorf, Scharbeutz , Haffkrug,Sierksdorf und auf Fehmarn. Überall in Gärten , an Häusern und auch auf grossen Grundstücken , mittendrin, überall Stockrosen. Wir haben heute eine Lieferung bekommen mit fünf verschiedenen Farben. Wir haben auch, wenn möglich die Besitzer gefragt, wie man sie Pflegen soll. Sie haben uns nur fragend angeschaut und haben gesagt die pflegen sich selbstständig. eventuell mal abstützen ,wenn sie frei stehen.

    • Genau dies ist mir auch aufgefallen . Super trockene Orte . Die suchen sich glaube ich den Platz selber . Und kommen dann immer wieder versamt zum Blühen jedes Jahr. Ich habe Samen mit genommen in der Stadt, denen hat es bei mir nicht gefallen. Nur jene die sich den Platz selber gesucht hat, eine ganz andere Farbe, im Schutz einer Hecke blüht jedes Jahr. Ich habe alles versucht mit deren Samen es geht nicht. Also muss ich mich bescheiden halten und diese geniessen. Letzter Versuch: in Töpfli vorziehen obs gelingt mal schauen.

  2. So ist das wohl. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht genau das, was die beiden beschrieben haben.
    Allerdings muss man etwas differenzieren. Das Beschriebene trifft auf die „alten ungefüllten“ Sorten zu. Die neueren gefüllten Sorten haben zwar tolle Blüten, brauchen aber auch mehr Zuwendung.
    Was allerdings allen Stockrosen gemeinsam gleicht, ist die Anfälligkeit der Blätter. Leider hat hier noch kein Experte Sorten anzubieten, die solche hässlichen Pilzkrankheiten nicht kennen.
    Schade, denn aus diesem Grund, kommen für viele Gärtner, diese Pflanzen nicht in den Garten!

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