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Strauchveronika pflanzen – Hinweise zu Standort & Substrat

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Die Strauchveronika als Hebe ist eine Augenweide in jedem Garten. Damit die Pflanze aber prächtig gedeiht, muss man vor allem bei den Standortbedingungen einiges beachten.

Strauchveronika pflanzen
© etfoto – Fotolia.com

Die Strauchveronika wird gemeinhin auch als Hebe bezeichnet. Heben zählen zu den Wegerichgewächsen und verdanken ihren Namen der griechischen Göttin der Jugend. Die Strauchveronika kann im Beet oder im Kübel zu wahrer Schönheit gelangen.

Einige Dinge sollten jedoch bei der Kultivierung des ursprünglich aus Neuseeland stammenden Gewächses beachtet werden. Wie sich mit der artgerechten Pflanzung der Grundstein für ein gesundes Pflanzenwachstum legen lässt, erfahren Sie hier.

Den passenden Standort finden

Die Strauchveronika benötigt eine sehr helle Umgebung. Dabei ist eine Beleuchtungsstärke von bis zu 2.000 Lux von Vorteil. Die pralle Sonneneinstrahlung bekommt der Pflanze nicht. Die ideale Umgebungstemperatur sollte nicht über 18 Grad liegen. Die meisten Arten gedeihen bei Temperaturen um 15 Grad sehr gut.

» Tipp: Steht die Strauchveronika zu warm, kommt es zu Blattverfärbungen und Blattfall. Schlaffe und durchscheinende Blätter deuten auf einen zu kalten Standort hin.

Ein geschützter Standort im Halbschatten ist von Vorteil. Die Pflanzen sollten nicht über längere Zeit Wind und Regen ausgesetzt sein. Sehr gut gedeihen die Pflanzen im Kübel auf Balkon oder Terrasse. Auf einer schattigen Fensterbank in einem nicht überheizten Raum lässt sich die Pflanze ebenfalls kultivieren. Dabei ist ganzjährlich für ausreichend Helligkeit zu sorgen. Steht die Pflanze während des Winters zu dunkel, können sich Krankheiten und Schädlingsbefall einstellen. Der Einsatz von Pflanzenstrahlern hat sich hier bewährt.

In Kurzform:

  • sehr hell
  • Halbschatten
  • keine pralle Mittagssonne
  • geschützt

Das ideale Substrat auswählen

Die Strauchveronika stellt einige Ansprüche an den Boden. Zunächst ist es ratsam, den pH-Wert des Bodens zu bestimmen. Dieser sollte bei 5,8 bis 6,5 liegen. Damit bildet ein schwach saueres Substrat eine gute Wachstumsgrundlage.

» Tipp: Für die Kultivierung kann auch handelsübliche Blumenerde verwendet werden. Der pH-Wert sollte auf der Verpackung ersichtlich sein.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, mischt sich das passende Substrat selbst. Blumenerde wird hierfür mit je einem Anteil an Lavagranulat und Quarzsand vermischt. Der Kalkanteil des Bodens sollte möglichst niedrig sein. Damit es nicht zu Staunässe kommt, ist auf die Durchlässigkeit des Bodens zu achten.

In Kurzform:

  • durchlässig
  • leicht sauer
  • kalkarm
  • sandig
  • locker

Die Strauchveronika pflanzen – Schritt für Schritt

❶ passenden Standort auswählen
❷ Substrat säubern, auflockern und anreichern
❸ Pflanzloch in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben
❹ Pflanze einsetzen
❺ Substrat auffüllen
❻ Erde andrücken
❼ Pflanze gut angießen

Die Pflanzung ins Freiland sollte keinesfalls vor Mitte Mai geschehen. In Gegenden mit besonders rauem Klima ist es von Vorteil, die Pflanze im Kübel zu kultivieren. Vor der Pflanzung ist dem Boden Kompost zuzugeben. Dies sichert das gute Anwachsen der Pflanze. Soll die Strauchveronika in Gruppen gepflanzt werden, ist die halbe Wuchshöhe als Pflanzabstand zu wählen. Schwere Böden sind aufzulockern. Um Staunässe zu verhindern, bietet es sich an, dem Substrat Kies oder groben Sand zuzugeben. Dies verbessert die Durchlässigkeit des Bodens. Währen der Wachstumsphase in den ersten Monaten benötigen die Pflanzen häufige Wassergaben.

Die Strauchveronika im Kübel kultivieren

Wer ganzjährlich die Strauchveronika im Freiland kultivieren möchte, sollte in einer besonders milden Region leben. Die Pflanzen sind recht frostempfindlich und benötigen ein Winterquartier. Die Kultivierung im Kübel bringt den Vorteil, die Pflanzen schnell an einen geschützten Standort, bzw. ins Haus holen zu können, wenn das Thermometer fällt.

» Tipp: Werden die Pflanzkübel im Sommer direkt im Beet platziert, ergibt sich ein hübsches Bild und wenn das Wetter umschlägt, kann schnell reagiert werden.

Bei der Pflanzung im Kübel sollte nicht versäumt werden, im Topfboden eine Drainageschicht aus grobem Sand oder Tonscherben anzulegen. Kübelpflanzen laufen schnell Gefahr, von Staunässe betroffen zu sein. Durch die Drainage kann das Wasser besser abfließen und die Pflanzen bleiben gesund und kräftig. An einem geschützten Standort im lichten Schatten können die Kübelpflanzen den Sommer im Freien verbringen. Fällt das Thermometer unter den Gefrierpunkt, müssen die Kübelpflanzen ein Winterquartier im Haus beziehen.

Was ist besser – Kübel oder Freiland?

Pflanzung ins Freiland

Vorteile:

  • Gute Wachstumsbedingungen für die Pflanze sind gegeben.
  • Die Wurzeln können sich ausbreiten und die Nährstoffversorgung auch aus tieferen Bodenschichten sicherstellen.
  • Der Pflegeaufwand ist geringer, als bei der Kübelpflanzung.

Nachteile:

  • Die Pflanzung ins Freiland kann nur für milde Regionen empfohlen werden.
  • Die Strauchveronika ist recht frostanfällig.

Pflanzung im Kübel

Vorteile:

  • Mit der Kübelpflanzung ist ein Blumenschmuck für Balkon oder Terrasse gefunden.
  • Die Pflanzkübel können auch direkt im Beet aufgestellt werden.

Nachteile:

  • Extra Anschaffungskosten für passende Pflanzkübel sind notwendig.
  • Ein Winterquartier für die Pflanzen muss im Haus gefunden werden.
  • Kübelpflanzen sind vergleichsweise pflegeintensiv und müssen regelmäßig gegossen und gedüngt werden.

Die Strauchveronika umtopfen

Der richtige Zeitpunkt für das Umtopfen der Strauchveronika ist das Frühjahr. Die Pflanzen dürfen niemals während der Blütezeit umgetopft werden. Jungpflanzen werden häufiger in größere Pflanzgefäße umgesetzt, zudem fördert ein Bodentausch das Wachstum. Bei älteren Pflanzen erfolgt das Umtopfen etwa alle zwei bis drei Jahre.

Der aufmerksame Hobbygärtner erkennt schnell, wenn die Pflanzen dringend ein neues Pflanzgefäß benötigen.

Daraufhin deuten:

  • ein komplett durchwurzelter Pflanztopf
  • Wurzelgeflecht, welches aus dem Topfboden ragt
  • ein dichter Wurzelballen
  • Es ist kaum noch Pflanzerde zu erkennen.
  • Die Pflanze zeigt Krankheitsanzeichen oder ist von Schädlingen befallen.

» Tipp: Das neue Pflanzgefäß sollte den alten Pflanztopf nur um wenige Zentimeter überragen. Zu große Pflanztöpfe könnten blühfaule Pflanzen zur Folge haben, da sich die Strauchveronika dann vornehmlich auf die Ausbildung der Wurzeln konzentriert.


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