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Stress bei Pflanzen vermeiden – So klappt’s

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Egal, ob es sich um Indoor-Pflanzen oder Outdoor-Pflanzen handelt: Sie sollten Stress bei Pflanzen unbedingt immer vermeiden. Wie das geht, lesen Sie hier.

Auch Pflanzen können unter Stress leiden
Auch Pflanzen können unter Stress leiden

Stress sollten Sie bei Ihren Pflanzen unbedingt vermeiden damit sie sich prächtig entwickeln und Sie alljährlich immer wieder aufs Neue mit einer üppigen Blütenpracht erfreuen. Einen enormen Stressfaktor stellt zum Beispiel das Umstellen von Blumentöpfen dar, die sich dann erst wieder an ihre neue Umgebung gewöhnen müssen. Oder auch das Umpflanzen, das jedoch nicht immer vermieden werden kann, kann für die Pflanzen Stress bedeuten. In diesem Zusammenhang gilt also das traditionelle Sprichwort Einen alten Baum verpflanzt man nicht!. Gerade sehr alte Gehölze sollten also möglichst dauerhaft an ihrem angestammten Standort verweilen.

Anzeichen von Stress

Die Pflanze kann auf sie einwirkende Stressfaktoren nur durch optische Veränderungen anzeigen, die natürlich auch aufgrund von Mangelerscheinungen auftreten können. Weshalb sich die wahren Stressfaktoren immer nur sehr schwer erkennen lassen.

Alle Pflanzen verfügen grundsätzlich aber auch über eine gewisse Stresstoleranz, das heißt auch einmal kurzfristige Trockenperioden oder Kälteeinflüsse können sie nahezu unbeschadet überstehen. Vor allem dann, wenn ihnen im Gegenzug ausreichend Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden. Allerdings sollten sie niemals über einen langen Zeitraum extremen Stresssituationen ausgesetzt werden, damit sie gar nicht erst eine Stressreaktion anzeigen müssen.

Übrigens:

Stress bei Pflanzen führte auch dazu, dass immer häufiger stressresistentere Pflanzen (widerstandsfähiger, anspruchsloser, usw.) im Gartenfachhandel zum Kauf angeboten werden. Teilweise handelt es sich dabei aber leider auch um gentechnisch veränderte Pflanzen.

Was sind typische Stressfaktoren?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vermeidbaren Stressfaktoren und bekämpfbaren Stressfaktoren. Beide Arten hier einmal etwas genauer vorgestellt.

» Vermeidbare Stressfaktoren:

Zu den absolut vermeidbaren Stressfaktoren für Pflanzen zählt natürlich Zugluft, zu starke Sonneneinstrahlung (Blattbrand/Sonnenbrand bei Pflanzen), eine zu üppige Bewässerung, ein zu starkes Austrocknen und extreme Kältetemperaturen. Aber auch unkontrollierte Rückschnitte (z.B. an Gehölzen), unnötiges Umstellen und Umpflanzen sowie zu niedrige Lichtfrequenzen (Tageslicht bzw. Sonnenlicht) zählen dazu.

Das hilft:

Bereits vor der Anschaffung einer Pflanze sollten Sie dafür sorgen, dass diese einen optimalen Standort in einer perfekten Umgebung erhält.

» Bekämpfbare Stressfaktoren:

Zu den bekämpfbaren Stressfaktoren für Pflanzen zählen selbstverständlich Bakterienbefälle und Schädlingsbefälle jeglicher Art, aber auch schadstoffreiche Böden, widrige Umwelteinflüsse (z.B. saurer Regen) und dergleichen mehr.

Das hilft:

Ideal ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich eine Stressbewältigung auf ökologischer Basis, die jedoch leider nicht immer zum gewünschten Erfolg führt. Weshalb Sie in Ausnahmefällen sicherlich auch mal auf Chemikalien basierende Hilfen zurückgreifen müssen.

Tipp:
Werden den einzelnen Pflanzen ausreichend Nährstoffe (z.B. in Form von biologischen Düngestoffen) angeboten, lässt sich damit ebenfalls Stress reduzieren.


Foto1: © ChristopheB - Fotolia.com

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