Sie duftet nach Moschus und erinnert optisch an kleine Trauben. Die Rede ist von der Traubenhyazinthe. Erfahren Sie hier mehr über die filigrane Pflanze.

Traubenhyazinthe
Es gibt insgesamt etwa 50 unterschiedliche Arten – © wildman / stock.adobe.com

Wer die Blüten der Traubenhyazinthe erblickt, denkt in den meisten Fällen als erstes an Trauben. Die blau gefärbten Blütenstände sind jedoch besonders für Insekten als Nahrungsquelle interessant. Das Tolle: die Traubenhyazinthe kann über Jahre hinweg immer wieder blühen. Sie breitet sich außerdem mit Hilfe ihrer Tochterzwiebeln aus, die sich im Boden bilden.

Komischerweise kennen die meisten ausschließlich die blaue Variante, dabei gibt es insgesamt etwa 50 unterschiedliche Arten der „Muscari“, wie sie im Lateinischen genannt wird. Ein besonders prägnantes Merkmal, welches ihr auch die Bezeichnung „Muscari“ verlieh, ist ihr Geruch. Er fällt äußerst streng aus und erinnert an Moschus. So wurde Muscari vom lateinischen Wort „muscus“ abgeleitet, welches genau dies bedeutet.

Herkunft

Ihre Wurzeln hat die Traubenhyazinthe in Süd- und Südosteuropa, doch sie ist ebenso in Nordafrika und Südwestasien zu finden. Was ihre Zugehörigkeit angeht, ist diese ein wenig schleierhaft. Denn sie gehörte ursprünglich zur Familie der Liliengewächse, wurde jedoch nach wissenschaftlichen Untersuchungen eher den Spargelgewächsen zugeordnet.

Kurzer Steckbrief zur Traubenhyazinthe

Traubenhyazinthe (Muscari)
andere Namen: Weinbergsträubel, Bauernbübchen, Bergmännchen, Perlhyazinthe
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Wuchshöhe: ca. 15 bis 25 cm
Standort: sonnig und warm
Boden: durchlässige, nicht zu feuchte Erde, sand- und humushaltig
Besonderheiten: Gehört zu den giftigen Pflanzen für Katzen. Generell sollten Haustiere von ihr ferngehalten werden
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Welche Arten sind besonders bekannt?

Die meisten kennen die typisch dunkelblau-lilafarbene Traubenhyazinthe, die in vielen Gärten wächst. Wer sie jedoch in anderen Farben pflanzen möchte, kann sich ein paar der schönsten Arten ansehen, die im Garten ebenfalls gut wachsen:

  • Armenische Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)
  • Himmelblaue Traubenhyazinthe (Muscari azureum)
  • Kleine Traubenhyazinthe (Muscari botryoides)
  • Breitblättrige Traubenhyazinthe (Muscari latifolium)
  • Weinberg Traubenhyazinthe (Muscari neglectum)

Manche von ihnen blühen auch erst etwas später oder zeigen Blüten von anderer Farbe.

Standort und Boden

Am besten gedeiht die Traubenhyazinthe an einem warmen Standort, der sich direkt in der Sonne befindet. Sie kann jedoch auch in den Halbschatten gesetzt werden. Wichtig ist, dass sie die nötige Wärme bekommt. Die pralle Mittagshitze sollte man ihr hingegen ersparen.

Was den Boden angeht, so stellt die Traubenhyazinthe kaum Ansprüche. Der Boden sollte lediglich möglichst locker und durchlässig sein. Weist dieser zu viel Lehm auf, können Sie den Lehmboden verbessern, indem Sie etwas Sand und Humus beimischen.

Traubenhyazinthe richtig pflanzen

Traubenhyazinthen
Traubenhyazinthen werden oft im Topf gepflanzt – © Milan / stock.adobe.com

Gesetzt werden die Zwiebeln am besten bereits zwischen Oktober und November, damit sie im folgenden Frühjahr blühen. Beim Einsetzen der Traubenhyazinthe sollten Sie dann darauf achten, dass Sie die Zwiebeln nicht zu tief und nicht zu dicht beieinander in den Boden pflanzen. Die Zwiebeln sollten etwa acht Zentimeter unter der Erdoberfläche sitzen. Der Abstand zwischen zwei Zwiebeln sollte zudem idealerweise bei acht bis zehn Zentimetern liegen.

Gießen und Düngen

Die Traubenhyazinthe hält es durchaus auch ein paar Tage ohne Wasser aus. Der Boden sollte ohnehin eher trocken und nur leicht feucht sein. Gegossen wird daher zwar regelmäßig, aber nur alle paar Tage.

Ob Sie die Traubenhyazinthe düngen oder nicht, bleibt Ihnen selbst überlassen. Sie könnten z.B. mit etwas Kompost mehr Nährstoffe in den Boden einbringen. Zwingend notwendig ist dieser Schritt jedoch nicht.

Krankheiten und Schädlinge

❍ Schnecken:

Traubenhyazinthen gehören zu den robusteren Blumen im Garten. Schädlinge und Krankheiten können ihr nicht viel anhaben. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich Schnecken an ihr laben, wobei dies ebenfalls zu den selteneren Vorkommnissen gehört. Aus diesem Grund pflanzen viele Hobbygärtner sie vor allem im Kübel an. Ansonsten könnten Sie z.B. Kaffeesatz gegen Schnecken einsetzen oder Bierfallen gegen Schnecken aufstellen.

❍ Brandpilze:

Feuchtigkeit kann bei der Blume die Bildung von Brandpilzen begünstigen. Diese sind anhand von schwarzen oder weißen Flecken an den Blättern zu erkennen. Stellen Sie diese Krankheit bei einer der Pflanzen fest, sollten Sie diese einfach aus dem Bestand entfernen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die befallenen Pflanzen sollten dann jedoch nicht auf dem Kompost, sondern im Hausmüll entsorgt werden. Auf diese Weise vermeiden Sie eine Neueinbringung der Krankheit.

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Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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