Gartengestaltung Gartenwege

Trittplatten verlegen – Schritt für Schritt Anleitung

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Trittsteine im Garten bringen festen Boden unter die Füße ohne ihn zuzupflastern. Das Verlegen ist nicht schwer, sollte aber trotzdem genau geplant werden.

Trittsteine verlegen - Anleitung

Solange die Sonne scheint, ist die Welt in Odrnung, doch bescherrt uns das deutsche Wetter einmal Dauerregen, patscht so mancher Gartenbesitzer auf Zehenspitzen durch seine grüne Oase. Rasenflächen sind schön, aufgeweicht aber ziemlich unangenehm. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Hobbygärtner für die Verlegung von Trittplatten. Die Steine dienen, wie es der Name bereits sagt, als fester Tritt, um trockenen Fußes zum Beet, Gartenhaus oder zur Terrasse zu kommen.

Der Unterschied und große Vorteil zu einem komplett gepflasterten Weg ist, dass Sie sich den Garten nicht „zu betonieren“. Trittsteine bieten einen festen Untergrund, engen aber das Gesamtbild nicht ein. Der Garten wirkt weiterhin aufgelockert und auch das Rasen mähen rund um die Trittsteine macht keine Probleme. Einmal gelegt, sollten die Trittplatten auch an ihrem Ort bleiben. Es ist daher wichtig, dass Sie nicht blindlings drauf los agieren.

Trittplatten verlegen: Niemals ohne Planung!

Damit es in Ihrem Garten auch mal so gepflegt aussieht, wie auf unserem Beispielfoto, sollten Sie nicht Hals über Kopf in den Baumarkt flitzen. Machen Sie sich Gedanken und bringen Sie Ihre Vorstellungen auf Papier. Das klingt vielleicht umständlich, ist es aber nicht. Sie müssen auch kein Künstler sein, es reicht wenn Sie eine Skizze des Gartens anlegen. Nehmen Sie Millimeterpapier und schneiden Sie sich Ihre Wunschsteine aus. Diese können Sie nun solange auf der Gartenvorlage positionieren, bis es Ihren Wünschen entspricht.

Trittplatten verlegen – Schritt für Schritt Anleitung

Ist die Planung abgeschlossen kann es losgehen. Aber Achtung: Legen Sie die Platten niemals lose auf den Rasen. Das hätte zur Folge, dass die Trittsteine bei jedem Auftritt wackeln. Außerdem besteht die Gefahr, dass jemand über die hochstehenden Kanten stolpert und auch der Rasenmäher würde sofort daran hängen bleiben. Mal ganz davon abgesehen, schlecht verlegte Trittsteine sehen auch nicht schön aus.

Schritt 1: Wie viele Trittplatten brauche ich?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort, aber eine simple Lösung. Gehen Sie den Weg, den Sie mit Trittplatten bestücken möchten, ganz normal ab. Dabei zählen Sie die Schritte. Achten Sie auf einen normalen Gang, keine Spreizschritte wie ein Storch machen, das verfälscht das Ergebnis. Jeder Auftritt bekommt einen eigenen Stein, logisch, oder?

Extratipp: Achten Sie beim Kauf nicht nur auf die Optik! Trittplatten sollten eine rauhe Oberfläche haben, damit man im nassen Zustand nicht darauf ausrutscht.

Schritt 2: Trittplatten auflegen und Abstände testen

Um zu sehen, wie Ihr Weg letzendlich aussieht, legen Sie die Trittplatten lose auf den Rasen. Jetzt können Sie auch noch einmal alles abschreiten und die Abstände beliebig verändern.

Schritt 3: Aushub vorbereiten

Liegen alle Platten so wie gewünscht geht es ans eigentliche Verlegen. Mit einem Spaten stechen Sie rund um die Steine eine Markierung. So wissen Sie, wie groß das „Loch“ sein muss, dass Sie anschließend ausheben müssen.

Schritt 4: Trittplatten in den Boden einarbeiten

Jetzt heben Sie mit einer Hacke oder einem Spaten die Erde aus. Wie tief Sie dabei vorgehen müssen, hängt von der Dicke Ihrer Trittplatten ab. Achten Sie darauf, dass der Untergrund möglichst eben ist, damit später nichts wackelt und kippelt. Falls sich die Steine schlecht einlegen lassen, können Sie mit einem Gummihammer etwas nachhelfen.

Wichtig: Bei sehr weichem Boden emfiehlt es sich, eine extra Kiesschicht aufzubringen. Diese sorgt dafür, dass der Boden später nicht absackt und die Trittplatten uneben werden. Beim Ausheben müssen Sie dann also noch gute 5 cm dazu rechnen.


Foto1: © modify260 - Fotolia.com

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