Rindenhumus ist eine besonders fein zerkleinerte und veredelte Form von Rindenmulch, oft auch als Rindenmulch bekannt. Er unterscheidet sich allerdings deutlich von klassischem Rindenmulch: Während Mulch hauptsächlich als Schutzschicht auf Beeten dient, verbessert Rindenhumus gezielt den Boden und unterstützt damit die Gesundheit der Pflanzen. Auch die Körnung ist wesentlich feiner, sodass er sich hervorragend mit Erde vermischen lässt.
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Wie entsteht Rindenhumus?


Im Gegensatz zu Rindenmulch, der aus grob zerkleinerter, unkompostierter Baumrinde besteht, entsteht Rindenhumus durch die Kompostierung von Rinde – meist von Fichten oder Kiefern – in großen Mieten. Dabei zersetzen Mikroorganismen die Rinde und bauen unerwünschte Substanzen wie Gerbsäuren, Harze und Phenole ab.
Übrig bleibt eine nährstoffreiche, locker-krümelige Substanz mit einem leicht sauren pH-Wert von etwa 5,0 bis 5,5. Perfekt für viele Gartenpflanzen, die ein leicht saures Milieu bevorzugen. In vielen Produkten wird zusätzlich Stickstoff beigemischt, um die Wirkung als Bodenverbesserer noch zu verstärken. Sie können dann im Fachgeschäft zwischen Rindenkompost mit oder ohne zusätzliche Nährstoffe wählen.
➡️ Welche Vorteile bietet Rindenhumus?
Rindenhumus eignet sich sowohl für Gemüsebeete und Staudenbeete als auch für Pflanzgefäße auf Balkon und Terrasse. Er ist ein echter Bodenverbesserer, der wie ein kleiner Frischekick wirkt:
- Lockert schwere Böden: Rindenkompost verbessert die Durchlüftung und macht lehmige oder verdichtete Böden leichter bearbeitbar.
- Speichert Wärme, Wasser und Nährstoffe: Er hilft dem Boden, Wärme und Wasser länger zu halten, und sorgt dafür, dass wichtige Pflanzennährstoffe nicht so leicht ausgewaschen werden.
- Unterdrückt Unkraut: Die feine Struktur hemmt das Wachstum von Unkrautsamen, wenn Rindenhumus leicht eingearbeitet oder oberflächlich verteilt wird.
- Fördert das Bodenleben: Regenwürmer und Bodenorganismen finden in humusreichem Boden ideale Bedingungen.
- Begünstigt das Pflanzenwachstum: Die sanfte Versorgung mit Nährstoffen unterstützt ein kräftiges und gesundes Wachstum.
- Umweltschonend: Rindenhumus ist ein natürliches Produkt ohne chemische Zusätze und schont nachhaltig den Boden.
➡️ Welche Nachteile hat Rindenhumus?
So vorteilhaft Rindenhumus auch ist, gibt es einen Punkt, den Sie beachten sollten. Denn frisch ausgebrachter Rindenkompost kann vorübergehend Stickstoff binden. Besonders bei empfindlichen Pflanzen wie Sämlingen sollte er daher, wenn überhaupt, nur mit etwas Abstand zum Stängel ausgebracht werden. Eine leichte, stickstoffbetonte Düngung kann dem aber auch vorbeugen.
➡️ Für welche Pflanzen eignet sich Rindenhumus?
Wie schon erwähnt, ist Rindenkompost ideal für Pflanzen, die lockere, humusreiche und leicht saure Böden lieben. Es gibt aber auch Pflanzen, bei denen man besser auf andere Bodenverbesserer setzt.
Hier eine praktische Übersicht:
| Rindenhumus eignet sich für … | Rindenhumus eignet sich nicht für … |
|---|---|
| • Rhododendren • Hortensien • Heidelbeeren • Farne • Azaleen • Kamelien • Moorbeetpflanzen allgemein (z. B. Eriken) • Staudenbeete mit feuchtigkeitsliebenden Arten | • Lavendel • Rosmarin • Thymian • Salbei • Mittelmeerkräuter allgemein • Stauden, die kalkhaltige Böden bevorzugen • Pflanzen mit hohem Kalkbedarf • Gemüsesorten mit starkem Kalkbedarf (z. B. Kohlarten) |
Tipp: Bei Pflanzen, die kalkreiche Böden bevorzugen, lieber Kompost oder mit Laub versetzte Erde verwenden.
Wann sollte Rindenhumus ausgebracht werden?
Der beste Zeitpunkt, um Rindenhumus auszubringen, ist im Frühjahr oder Herbst. Im Frühjahr sorgt er für optimale Startbedingungen, indem er die Bodenstruktur für die kommende Wachstumsperiode verbessert. Im Herbst stärkt er den Boden für die Wintermonate und unterstützt die Regeneration für das nächste Jahr.
Aufgepasst! Eine gründliche Anwendung von Rindenhumus reicht alle zwei bis drei Jahre aus. Wer die Bodenqualität dauerhaft verbessern möchte, kann die Erde zusätzlich jedes Jahr mit einer dünnen Schicht Rindenhumus auffrischen.
➡️ Wie wird Rindenhumus ausgebracht?
Die Anwendung von Rindenhumus ist unkompliziert. Vor dem Ausbringen wird der Boden jedoch leicht aufgelockert und Unkraut gründlich entfernt. So kann sich der Humus besser mit der Erde verbinden und seine Wirkung voll entfalten.
- In Beeten: Eine Schicht von etwa 2 bis 3 cm Rindenkompost wird flach in die obere Bodenschicht eingearbeitet. Bei sehr schweren Böden können bis zu 5 cm sinnvoll sein.
- Beim Pflanzen: Beim Setzen neuer Pflanzen (keine Setzlinge) kann etwas Rindenhumus direkt ins Pflanzloch gegeben und leicht mit der Aushuberde vermischt werden.
- In Blumenkästen: Auch in Pflanzkübeln und Balkonkästen eignet sich Rindenkompost hervorragend als Bodenverbesserer, indem man ihn gut unter die Pflanzerde mischt.
➡️ Auf welchen Böden sollte kein Rindenhumus ausgebracht werden?
In Gärten mit sehr kalkhaltigen oder alkalischen Böden (pH-Wert über 7) sollte Rindenhumus vorsichtig verwendet werden, da er den Boden leicht ansäuert. Pflanzen, die einen hohen Kalkbedarf haben, wie Lavendel oder Rosmarin, könnten unter einer stärkeren Ansäuerung leiden. In solchen Fällen empfiehlt es sich, den ausgebrachten Rindenkompost mit etwas Gartenkalk auszugleichen.
Worauf sollte man beim Kauf von Rindenhumus achten?
Nicht alles, was fein aussieht, ist automatisch echter Rindenhumus. Damit Sie nicht versehentlich Rindenmulch kaufen, achten Sie auf folgende Punkte:
- Bezeichnung auf der Verpackung: Es sollte klar „Rindenhumus“ oder „Rindenkompost“ angegeben sein, nicht nur „feiner Rindenmulch“.
- Qualitätssiegel: Produkte mit dem RAL-Gütezeichen Kompost oder ähnlichen Zertifikaten garantieren geprüfte Qualität und Schadstofffreiheit.
- Geruch und Aussehen: Echter Rindenkompost riecht angenehm erdig-holzig und hat eine feinkrümelige, dunkle Struktur. Frischer, unzureichend kompostierter Mulch riecht dagegen oft scharf oder harzig. Ein kurzer Geruchstest im Gartencenter kann schon helfen, die richtige Wahl zu treffen. 🙂
Häufige Fragen zu Rindenhumus
➡️ Kann ich Rindenhumus auch als Mulch verwenden?
Ja, aber nur dünn aufgetragen! Eine 2–3 cm dicke Schicht Rindenhumus hilft, Unkraut zu unterdrücken und die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten. Für reines Mulchen ist klassischer Rindenmulch jedoch langlebiger.
➡️ Muss ich Rindenhumus mit Erde mischen?
Beim Einarbeiten in Beete oder Blumenkästen sollte Rindenhumus direkt mit Erde vermischt werden. Das verbessert die Bodenstruktur und sorgt für eine gleichmäßige Nährstoffverteilung.
➡️ Wie lange wirkt Rindenhumus im Boden?
Rindenhumus zersetzt sich langsam und gibt etwa zwei bis drei Jahre lang seine bodenverbessernden Stoffe ab. Danach kann eine Auffrischung sinnvoll sein.
➡️ Ist Rindenhumus für den biologischen Anbau geeignet?
Ja, viele Rindenhumus-Produkte sind vollkommen natürlich und ohne chemische Zusätze. Ideal für den ökologischen Gartenbau.
➡️ Eignet sich Rindenhumus für die Anzucht junger Pflanzen?
Rindenhumus ist für die direkte Anzucht von Samen oder sehr jungen Pflänzchen weniger geeignet. Er ist zwar locker, kann aber zu nährstoffarm oder sauer für empfindliche Keimlinge sein. Besser geeignet ist spezielle Anzuchterde.
➡️ Hortensien und Rindenhumus – eine gute Kombination?
Hortensien bevorzugen leicht saure Böden und profitieren besonders von Rindenhumus. Er verbessert die Bodenstruktur, speichert Wasser und unterstützt das Wachstum der prächtigen Blüten. Eine dünne Schicht Rindenmulch hilft zusätzlich, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren.







6 Kommentare
Das ist ja nett dahingeplaudert, was da über den „Rindenhumus“ erzählt wird, nur sachdienlich ist es nicht. Feiner Rindenmulch ist nach meinem Verständnis noch lange kein Rindenkompost und dieses Material, auf Beete aufgebracht, und „die Pflanzen sind gesünder und können stärker wachsen“? Mitnichten! Rindenmulch mit Erde vermischt wird den Pflanzen Stickstoff entziehen und die Gerbsäure, die eingebracht wird, hindert das Wurzelwachstum. „Rindenhumus“ oder Rindenkompost, wie ich eher sagen würde, ist gemeinsam mit Stickstofflieferanten kompostierte Nadelrinde, also etwas ganz anderes. Den kann man unter die Erde mischen, wenn man zum Beispiel den PH-Wert im Substrat ein wenig herabsetzen möchte.
In dem Artikel wird nicht über Rindenmulch sondern über Rindenhumus berichtet. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Da steht aber auch, dass Rindenhumus eine verfeinerte Form des Rindenmulchs ist und das ist schlichtweg falsch. Im Unterschied zu Rindenmulch ist Rindenhumus kompostiert. Was Robert Gordon schreibt ist alles richtig.
„Wer lesen kann ist klar im Vorteil“: Ganz am Anfang des Artikels heißt es:
„Als Rindenhumus wird eine verfeinerte Form des Rindenmulches bezeichnet. Diese Rinde ist feiner gemahlen und die Körnung ist wesentlich geringer, als bei normalem Rindenmulch.“
Ich kenne mich mit der Materie nicht aus, und habe daraus auch geschlussfolgert, dass es sich bei Rindenhumus um Rindenmulch handelt, nur einfach kleiner gehäckselt.
Ob das nun stimmt oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis, aber da Sie Ihrem Vorredner so uncharmant antworteten, musste ich darauf hinweisen.
@Schleiereule70 Nein,ganz klar wird über ,,feinen Rindenmulch,,geredet der dann als Rindenhumus genannt wird.Also hat der Vorredner vollkommen recht.Deine Worte!!!
Wer lesen kann bla bla blupp
Verrottete Baumrinde im Wald würde ich als Rindenhumus bezeichnen oder? Ist das für Pflanzen die einen sauren Boden wollen ideal (Hortensien). Oder nur ein Dünger?