Der Rasen wächst ins Beet und bahnt sich den Weg durch das Gemüse. Das möchte niemand, daher nutzen Sie einen unserer 4 Tipps um den Rasen aus dem Beet rauszuhalten.

Nichts ist schlimmer für einen Hobbygärtner, als ein hübsch angelegtes Beet, in das sich langsam aber sicher der Rasen vorarbeitet. Der Rasen wächst ins Beet und man ist nur noch Gras und Wurzelwerk herauszurupfen. Oder aber man lässt es mit einem unserer Tipps erst gar nicht so weit kommen:

Tipp 1: Rasenkantensteine

Rasenkantensteine und andere Steinarten bieten eine effektive Lösung zur Abgrenzung zwischen Rasenflächen und Beeten, die nicht nur praktisch, sondern auch ästhetisch ansprechend sein kann. Der Schlüssel zur Verwendung dieser Materialien liegt darin, eine Barriere zu schaffen, die tief genug ist, um das Wachstum der Graswurzeln unter der Oberfläche zu blockieren, und gleichzeitig hoch genug, um zu verhindern, dass Gras über die Kante hinweg in die Beete wächst.

Rasenkantensteine gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Größen, was sie zu einer flexiblen Wahl für unterschiedliche Gartenstile macht. Von der natürlichen, rustikalen Optik bis hin zu modernen, geometrischen Formen können diese Steine so ausgewählt werden, dass sie harmonisch in das Gesamtbild des Gartens integrieren.

Beim Verlegen der Steine ist es wichtig, einige Zentimeter tief in den Boden zu gehen. Eine Verlegetiefe von mindestens 10 bis 15 cm wird empfohlen, um sicherzustellen, dass die Wurzeln des Rasens nicht unter den Steinen hindurchwachsen können. Zusätzlich sollte der obere Rand der Steine ein paar Zentimeter über dem Bodenniveau liegen, um das Überwachsen zu verhindern.

Tipp 2: Natürliche Grenze bilden

Bodendecker als Grenze gegen Rasen

Spezielle Bepflanzungen oder Hecken können ebenfalls als natürliche Barrieren gegen die Ausbreitung von Rasen dienen. Diese Methode nutzt dicht wachsende Pflanzen oder Heckenreihen, um eine physische Grenze zu schaffen, die das Überwuchern von Rasen in Beete oder andere Gartenbereiche verhindert. Neben dem praktischen Nutzen bieten solche natürlichen Barrieren auch eine visuelle Aufwertung des Gartens und fördern die Biodiversität.

Eine effektive natürliche Barriere kann durch die Auswahl von Pflanzen mit dichtem Wuchs und tiefreichenden Wurzelsystemen erreicht werden. Bodendecker wie Vinca (Immergrün), Waldsteinia (Golderdbeere) oder Cotoneaster (Zwergmispel) sind beispielsweise sehr effektiv, da sie eine dichte Laubschicht bilden, die das Wachstum von Rasengras unterdrückt. Diese Pflanzen breiten sich horizontal aus und schaffen so eine kompakte Fläche, die schwer für Graswurzeln zu durchdringen ist.

Auch Bodendeckerrosen eignen sich gut. Durch ihre dichte Wuchsform unterdrücken Bodendeckerrosen effektiv das Wachstum von Unkraut und Rasen unterhalb ihrer Blätter, indem sie den Boden beschatten und so die Photosynthese von unerwünschten Pflanzen verhindern.

Hecken als Grenze zur Rasenfläche

Hecken aus laubabwerfenden oder immergrünen Gehölzen bieten eine höhere, aber ebenso wirksame Form der Abgrenzung. Pflanzen wie Buchsbaum, Liguster oder Berberitze sind aufgrund ihres dichten Wuchses und ihrer Schnittverträglichkeit beliebt. Durch regelmäßigen Schnitt lassen sich diese Hecken in der gewünschten Form und Dichte halten, was nicht nur eine klare Abgrenzung schafft, sondern auch das Eindringen von Rasen verhindert.

Tipp 3: Rindenmulch nutzen

Auch Rindenmulch kann als eine wirksame Barriere gegen die Ausbreitung von Rasen dienen. Diese Methode nutzt die abdeckende Wirkung des Mulchs, um das Wachstum von unerwünschtem Gras zu unterdrücken, indem sie die für das Keimen notwendige Lichtzufuhr blockiert und gleichzeitig ein feuchtigkeitsreiches, aber für Graswurzeln weniger durchdringbares Umfeld schafft.

Der Hauptvorteil von Rindenmulch liegt in seiner Fähigkeit, die Bodenoberfläche zu beschatten. Durch die Beschattung wird verhindert, dass Sonnenlicht die Erdoberfläche erreicht, was das Wachstum von Rasensamen stark einschränkt. Darüber hinaus hilft Rindenmulch, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren, indem er die Verdunstung reduziert. Dies ist besonders in trockenen Perioden vorteilhaft für die angrenzenden Beete, kann jedoch das Wachstum von Rasen zusätzlich erschweren, da die Bedingungen unter dem Mulch für die Keimung und das Wachstum von Graswurzeln nicht ideal sind.

Um Rindenmulch effektiv als Barriere gegen die Ausbreitung von Rasen zu verwenden, sollten folgende Schritte beachtet werden:

  • Bereich vorbereiten: Vor dem Auftragen von Mulch sollte der gewünschte Bereich von Rasen und Unkraut befreit werden. Dies kann durch manuelles Entfernen oder die Verwendung einer geeigneten Unkrautbekämpfungsmethode erfolgen.
  • Ausreichende Schichtdicke: Für eine wirksame Unterdrückung von Rasen ist eine Mulchschicht von mindestens 5 bis 10 cm erforderlich. Eine zu dünne Schicht würde nicht ausreichen, um das Licht vollständig zu blockieren und könnte das Durchwachsen von Gras ermöglichen.
  • Regelmäßige Erneuerung: Rindenmulch zersetzt sich im Laufe der Zeit und muss daher regelmäßig aufgefüllt werden, um seine effektive Wirkung zu erhalten. Das Hinzufügen einer neuen Schicht Mulch einmal pro Jahr oder bei Bedarf kann helfen, die Barriere intakt zu halten.
  • Korrekte Anwendung: Der Mulch sollte gleichmäßig verteilt und dabei direkter Kontakt mit den Stämmen von Pflanzen vermieden werden, um Fäulnis und Schädlinge zu verhindern. Besonders um junge Pflanzen herum sollte sorgfältig gemulcht werden.

Rindenmulch bietet nicht nur eine effektive Methode zur Unterdrückung von Rasenwachstum, sondern trägt auch zur Verbesserung der Bodenqualität bei, indem er Nährstoffe liefert, während er sich zersetzt. Zudem fördert er die Aktivität von Bodenorganismen und verbessert die Bodenstruktur. Neben dem praktischen Nutzen trägt Mulch auch zur ästhetischen Aufwertung von Gartenbereichen bei, indem er einheitliche und gepflegte Flächen schafft.

Tipp 4: Rasenkanten aus Metall

Rasen wächst ins Beet
So können Sie den Rasen vom Beet abgrenzen | &copy: Olivier-Tuffé / stock.adobe.com


Rasenkanten aus Metall eignen sich ebenfalls sehr gut, um die Ausbreitung von Rasen effektiv zu verhindern. Ihr Hauptvorteil liegt in ihrer Langlebigkeit und Stabilität, sowie der Fähigkeit, klare und präzise Abgrenzungen zwischen Rasenflächen und Beeten oder Wegen zu schaffen. Metallkanten sind besonders widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und mechanische Beschädigungen, was sie zu einer dauerhaften Lösung macht.

Beim Einsatz von Metallkanten ist jedoch auf einige Punkte zu achten. Zunächst sollte man sich für ein Material entscheiden, das rostbeständig ist, wie zum Beispiel verzinkter Stahl oder Aluminium, um eine lange Haltbarkeit und ein ansprechendes Aussehen zu gewährleisten. Die Installation der Kanten erfordert Präzision, damit sie gerade verlaufen und fest im Boden verankert sind. Dafür sollten die Kanten tief genug in den Boden eingelassen werden, um ein Unterwachsen des Rasens zu vermeiden. Eine Einbettungstiefe von mindestens 10 cm gilt als ausreichend, um das Wurzelwachstum effektiv zu blockieren.

Des Weiteren ist es wichtig, die Metallkanten so zu installieren, dass keine scharfen Kanten oder Spitzen über dem Boden stehen bleiben, die zu Verletzungen führen könnten. Einige Produkte sind mit abgerundeten Kanten konzipiert, die das Verletzungsrisiko minimieren.

Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

Ein Kommentar

  1. Spannender Beitrag! Tatsächlich hatte ich früher auch Rasenkanten aus Metall, da mein Rasen immer sehr stark gewachsen ist und auch meine Blumenbeete zerstört hat. Sonderlich schön fand ich die Rasenkanten zwar nicht, aber es war die schnellste Lösung zu dieser Zeit. Inzwischen habe ich meinen Garten mit Kunstrasen auslegen lassen und bin sehr zufrieden mit meiner Wahl. Endlich sehen meine Blumenbeete wieder ordentlich aus!

Diesen Gartentipp kommentieren