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Hortensien mulchen – Anleitung, Tipps & Vorteile

Regelmäßiges Mulchen bringt Hortensien einiges an Vorteilen. Erfahren Sie hier, welches Mulchmaterial optimal geeignet ist und wie sie es richtig ausbringen.

Hortensie
Regelmäßiges Mulchen bringt Hortensien einiges an Vorteilen | © tab62 / stock.adobe.com

Wird eine Mulchdecke auf den Boden rund um Hortensien aufgebracht, unterdrückt dies nicht nur den Unkrautwuchs. Feuchtigkeit wird zudem auch besser im Boden gehalten. Obendrein verbessert das Mulchen die Qualität des Substrats nachhaltig.

Warum sollte man Hortensien mulchen?

Es gibt einige gute Gründe, den Boden rund um Hortensien mit einer Mulchschicht zu versehen:

➭ Schutz des Bodens:

Wird die Erde mit einer Mulchdecke versehen, lässt sich Bodenerosion verhindern. Gleichzeitig kann bei starker Sonneneinstrahlung die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten werden. Dabei ist eine Mulchschicht von fünf bis sieben Zentimetern vollkommen ausreichend. Wird Rindenmulch verwendet, sollte die Größe der Rindenstücke zwei bis vier Zentimeter ausmachen.

Tipp:
Achten Sie auf eine grobe Körnung des Mulchmaterials, damit die Luftzirkulation erhalten bleibt. Denn eine ausreichende Belüftung ist wichtig, damit das Mulchmaterial verrotten kann.

➭ Verbesserung der Bodenqualität:

Mikroorganismen zersetzen das organische Mulchmaterial zu Humus. So wird fortwährend neue Wurzelnahrung für die Hortensien bereitgestellt. Wie schnell dies vonstatten geht, hängt von der Körnung des Mulchmaterials ab.

Tipp:
Damit die Bodenqualität nachhaltig verbessert werden kann und die Hortensien keinen Stickstoffmangel erleiden, ist die Erde vor dem Mulchen mit Hornmehl oder einem ähnlichen Material zu versorgen. Denn während der Zersetzung verbrauchen die Bodenorganismen große Mengen an Stickstoff.

➭ Unterdrückung des Unkrautwuchses:

Werden Hortensien gemulcht, haben die meisten Unkräuter keine Chance, denn sie sind Lichtkeimer und die Mulchschicht unterdrückt den Keimvorgang. Einige wenige Dunkelkeimer können hingegen auch weiterhin durch das Substrat gelangen. Diese lassen sich aus der lockeren Erde jedoch leicht entfernen.

Die Vorteile des Mulchens im Überblick
➭ Boden wird mit einer Schutzschicht versehen
➭ Überhitzung des Bodens im Sommer wird verhindert
➭ Wurzeln werden im Winter vor Frostschäden geschützt
➭ Boden wird vor Austrocknung bewahrt
➭ Feuchtigkeit hält sich länger im Boden
➭ es muss weniger gegossen werden
➭ Substrat erscheint locker und durchlässig
➭ es wächst weniger Unkraut
➭ Bodenerosion wird verhindert

Welches Mulchmaterial kann verwendet werden?

Rindenmulch
Rindenmulch eignet sich perfekt | © ronstik / stock.adobe.com

Hortensien benötigen einen sauren Boden. Daher ist darauf zu achten, dass sich durch das verwendete Mulchmaterial der pH-Wert des Bodens nicht verändert. Im Hortensienbeet hat sich saures Material, wie beispielsweise Pinienrinde bewährt. Pinienrinde besitzt weiterhin den Vorteil, langsamer zu verrotten und folglich weniger häufig erneuert werden zu müssen. Die dekorative Färbung von Pinienrinde ist nicht zuletzt auch etwas fürs Auge und kann Hortensienbeete optisch aufwerten.

Weiterhin gut geeignet als Mulchmaterial ist Rindenmulch. Dabei handelt es sich um zerkleinerte Baumrinde. Beim Kauf ist auf ein hochwertiges und damit reines Produkt zu achten. Ist der Rindenmulch von minderwertiger Qualität, können Späne, Zweige oder andere Pflanzenabfälle untergemischt sein. Sie können natürlich aber auch Mulch selbst herstellen.

Weiterhin eignen sich folgende Materialien zum Mulchen:

  • Nadelstreu
  • Laub
  • Grasschnitt
  • zerkleinerte Zweige
  • Holzhäcksel
  • Mischung aus Kompost, Laub und Stroh

Da viele der genannten Materialien bei der Gartenarbeit als Nebenprodukt anfallen, erweist sich Mulchen als umweltfreundliche sowie kostengünstige Maßnahme.

Wann sollte der Boden gemulcht werden?

Hortensien gelten als Schattenpflanzen. Einige Ball-Hortensien, wie auch Rispen-Hortensien oder die Eichenblatt-Hortensie vertragen hingegen einen sonnigen Standplatz. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass die Erde nicht austrocknet. Daher sollten Hortensien unmittelbar nach der Pflanzung mit einer Mulchschicht versorgt werden. Wer dies versäumt hat, sollte spätestens im Herbst die Mulchdecke auftragen, damit die Pflanzen gut vor Frost geschützt sind.

Anleitung zum Mulchen von Hortensien

Schritt 1:
Damit ein optimales Ergebnis erzielt werden kann, sollten Sie die Bodenvorbereitung nicht vernachlässigen. Säubern Sie das Substrat vor dem Auftragen der Mulchschicht von Quecken, Giersch und anderen Unkräutern.

Schritt 2:
Um die Nährstoffversorgung der Hortensien abzusichern, Hornspäne unter das Substrat mischen. Zusätzliche Düngergaben können sich aufgrund der Stickstofffreisetzung notwendig machen.

Schritt 3:
Bei der Mulchschicht nun nicht sparen. Denn eine dicke Mulchschicht schützt Hortensien am besten. Empfohlen sind sieben Zentimeter, noch besser ist eine Mulchdecke von zehn Zentimetern.

Wann muss die Mulchschicht erneuert werden?

Abhängig von der Dicke der Mulchschicht zersetzt sich das Material innerhalb von ein bis drei Jahren komplett und sollte daher regelmäßig erneuert werden.

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