Gartenpflege Bewässerung

Wasseranschlüsse im Garten – so sind sie über den Winter geschützt

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Ab einer Temperatur von 0° Celsius gefriert Wasser. Dadurch dehnt es sich aus. Steht es in einer Wasserleitung kann diese dadurch stark beschädigt werden. Spätestens im Frühling, wenn Sie Ihren Garten wieder bewässern müssen, erleben Sie dann womöglich eine böse Überraschung. Welche Möglichkeiten haben Sie, um dies zu vermeiden?

Wasserhähne winterfest machen
Wasserhahn frostsicherSobald die Nachttemperaturen in den Keller rutschen und Frostgefahr besteht, müssen die Wasserhähne im Außenbereich frostsicher gemacht werden. Auch wenn der Wasserhahn längere Zeit nicht benutzt worden ist, befindet sich darin immer etwas Wasser. Dieses kann bei entsprechenden Minustemperaturen gefrieren. Dadurch können die Rohre, die nach drinnen verlaufen, ebenso wie das Innere der Armaturen einen Schaden nehmen. Dieser kann sehr kostspielig werden, weil das Wasser aus den geplatzten Rohren tritt und so in das Mauerwerk eindringen kann. Auf diese Weise werden auch Putz und Dämmung geschädigt. Um dies zu verhindern, sollten Sie rechtzeitig den Wasserhahn komplett entleeren und abdrehen. Teile, die abnehmbar sind, sollten Sie außerdem demontieren und die Dichtungen mit Vaselin einstreichen, damit sie nicht brüchig werden.

Alternative: der frostsichere Wasserhahn

Eine Alternative zu dieser Methode ist ein frostsicherer Wasserhahn, wie er zum Beispiel von Kull Design angeboten wird. Diese winterfeste Variante hält einen Druck von bis zu 16 bar aus, da sie mit einem Volumenkompensator ausgestattet ist, der sich im frostsicheren Bereich befindet. Er sorgt dafür, dass die Wasser- bzw. Eismenge automatisch ausgeglichen wird. Solche Außenwasserhähne haben einen weiteren Vorteil, denn Sie können sie auch im Winter benutzen. Des Weiteren sind Armaturen mit einem Absperrventil erhältlich. Dieses ist durch eine lange Welle mit dem Wasserhahn verbunden und hält das Wasser im Haus zurück. Im frostgefährdeten Bereich befindet sich dadurch lediglich Luft, die bekanntlich nicht gefriert. Zusätzlich sind solche Außenarmaturen mit einem Belüftungssystem versehen, das automatisch die wasserführenden Bereiche entleert.

Die frostsicheren Außenwasserhähne können Sie recht unkompliziert nachrüsten, da sie für verschiedene Mauerstärken möglich sind. Der Aufwand lohnt sich in jedem Fall, da dieser deutlich geringer ist als der Sanierungsaufwand, der bei einem Schaden notwendig wäre.

Frostsicherheit für Wasserleitungen

Um jede Stelle im Garten optimal zu bewässern und für eine üppige Pflanzenpracht zu sorgen, verlegen Hobbygärtner gerne Wasserleitungen. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich keine Gedanken machen müssen, ob der Gartenschlauch lang genug ist. Zudem liegt er auf diese Weise nicht unschön im Weg herum. Allerdings müssen Sie bereits beim Verlegen bedenken, dass die Leitungen für den Winter geschützt sein sollten. Herrscht Frost kann das Wasser, das sich noch in den Leitungen befindet, gefrieren und diese beschädigen, weil es sich ausgedehnt hat. Montieren Sie daher ein Abstellventil und einen Anschlusshahn, wenn Sie die Leitungen verlegen. Am Hahn können Sie dann über einen Schlauch einen Kompressor anschließen. Durch die einströmende Luft wird das Restwasser aus den Leitungen verdrängt und kann aus den Außenventilen austreten. Verwenden Sie dafür PE-Rohre, weil diese korrosionsfrei sind und es zu keinen Ablagerungen kommen kann.

Auf richtige Tiefe achten

Vor Frost schützt außerdem eine gewisse Tiefe. Hausanschlüsse werden daher ab einer Tiefe von einem Meter unter die Erde gelegt. Wenn eine ordentliche Schicht Sand sie umhüllt, dient das ebenfalls dem Frostschutz. Gartenwasserleitungen müssen nicht unbedingt so tief verlegt werden, wenn sie im Winter nicht benutzt werden. Es ist ausreichend, wenn Sie diese wie den Außenwasserhahn entleeren und abstellen. Eine genaue Anleitung, wie das Verlegen funktioniert, finden Sie hier.


Foto1: © Pictures news - Fotolia.com

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