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Weidentipi bauen – Schritt für Schritt Anleitung für ein Indianerzelt

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Ein Weidentipi ist ein perfektes Versteck für Kinder und ein toller Platz für Abenteuer. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie eines selber bauen können.

Weidentipi bauen
© Alena Yakusheva – Fotolia.com

Ein Weidentipi ist ein wichtiger Ort für kleine Indianer und Abenteurer. Kleine Kinder spielen gerne in Höhlen und verstecken sich an den verschiedensten Orten. Ein Weidentipi ist eine tolle Möglichkeit, kleinen und großen Kindern einen eigenen Rückzugsort zu schaffen. Ob kleine Kinder Indianer spielen oder große Kinder sich zum Lesen zurückziehen, spielt dabei keine Rolle. Das Weidentipi im eigenen Garten ist in wenigen Stunden aufgebaut und hält äußeren Einflüssen lange Stand. Verwenden Sie frisch geschnittene Äste, schlagen diese meist schnell Wurzeln. Das Weidentipi wird so zu einem wichtigen Bestandteil im heimischen Garten.

Das benötigen Sie für den Bau eines Weidentipis

Das wichtigste Material, um ein Weidentipi zu bauen, sind genügend dicke Äste und Zweige. Mindestens 10 stabile Äste mit einer Länge von 10 Metern werden benötigt und viele kleinere biegsame Äste. Um die Äste auf die gewünschte Länge zu bringen ist eine Akku-Säge von Vorteil. Ein Spaten, um die Äste einzugraben und ein Pflock, um die Grundfläche auszumessen, sind ebenfalls notwendig. Außerdem sind ein Seil, eine Leiter und Arbeitshandschuhe empfehlenswert. Möchten Sie das Weidentipi verschönern, können Sie noch einige Efeupflanzen bereitstellen. Kurz zusammengefasst benötigen Sie:

  • dicke Äste
  • biegsame Zweige
  • Akku-Säge
  • Spaten
  • Pflock
  • Leiter
  • Seil
  • Pflanzen

Anleitung für den Bau eines Weidentipis

Das Weidentipi ist sehr schnell aufgebaut. Sie benötigen dafür nur etwa einen Nachmittag Zeit. Auch Kinder können beim Aufbau helfen. Das macht nicht nur Spaß, sondern die Kinder lernen auch, mit Werkzeug umzugehen. Später werden die Kleinen sehr stolz darauf sein, dass sie ihr eigenes Tipi gebaut haben und entsprechend gerne darin spielen und Zeit verbringen. Es sind auch nur wenige Schritte notwendig, um das Weidentipi von Grund auf zu bauen.

Schritt 1 – Grundfläche ausmessen:

Um das Weidentipi zu bauen, wird ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 2 Metern benötigt. Messen Sie dazu zuerst das Seil aus. Dieses sollte eine Länge von mindestens 1,5 Metern aufweisen. Um einen schönen Kreis als Fläche zu erhalten, sollten Sie nun einen Pflock in den Boden schlagen. An diesem Pflock anschließend das Seil festbinden. Nun können Sie das Seil spannen und den Boden am Ende des Seils markieren. Der Pflock und das Seil sind nun also eine Art Zirkel. Setzen Sie am besten mehrere Markierungen rund um den Pfahl. So ist sichergestellt, dass das Weidentipi später eine schöne Form hat und groß genug ist, dass mehrere Kinder darin Platz finden. Den Boden können Sie zum Beispiel mit einem farbigen Spray oder Sand markieren.

Schritt 2 – Graben ausheben:

Haben Sie den Kreis gekennzeichnet, können Sie mit dem Spaten einen kleinen, kreisförmigen Graben mit etwa 40 Zentimeter Tiefe ausheben. Wichtig ist hierbei, dass Sie den Eingang für das Tipi frei lassen und dort keinen Graben ausheben. So können die Kinder später problemlos ein- und ausgehen. Heben Sie den Graben aus, hat das den Vorteil, dass Sie die Äste später gut in die Erde eingraben können.

Schritt 3 – Grundform bauen:

Sind Sie mit dem Graben fertig, können Sie die stabilen Äste zurechtschneiden. Es werden etwa 10 Äste mit je drei Metern Länge benötigt. Diese Äste sollten Sie anschließend in einem Abstand von etwa 60 Zentimetern in den Graben stellen. Damit diese Halt finden, sollten Sie die Äste an der oberen Spitze aneinanderlehnen. Schon jetzt können Sie die typische Tipi-Form erkennen. Um die Äste zu stabilisieren, müssen Sie diese unterhalb der Spitze mit einem Seil zusammenbinden. Schon ist die Grundform des Tipis fertig.

Schritt 4 – Tipi bauen:

Nun benötigen Sie die biegsamen Zweige. Diese werden in das Grundgeflecht eingewebt. Die dünnen, biegsamen Zweige dabei waagerecht zwischen den großen, stabilen Ästen durchschlingen. Je nachdem wie blickdicht das Tipi werden soll, werden unterschiedlich viele biegsame Zweige benötigt. Um das Tipi stabil zu bauen, sollten Sie nach dem Webmuster vorgehen. Das bedeutet, dass der schmale Zweig einmal über dem breiten Ast und einmal unter dem breiten Ast hindurch gewebt wird. Ähnlich wie wenn Sie einen Teppich weben. Zwischen den waagrechten Zweigen sollten maximal 20 Zentimeter Abstand liegen. Möchten Sie das Tipi blickdichter gestalten, können Sie die Zweige näher aneinander schieben. Wichtig ist, dass Sie den Eingang auslassen. Dieser sollte etwa 70 Zentimeter breit sein, sodass Kinder noch problemlos ein- und ausgehen können.

Schritt 5 – Graben schließen:

Haben Sie das Tipi so gebaut, wie Sie es gerne hätten, müssen Sie den Graben wieder zuschaufeln. Wichtig ist, dass Sie die Erde festdrücken, sodass die dicken Äste einen guten Halt in der Erde bekommen. Sind alle Äste eingegraben und die Erde festgedrückt, steht das Weidentipi fest in der Erde und kann verschönert werden.

Schritt 6 – Weidentipi verschönern:

Nun können Sie oder Ihre Kinder das Tipi noch verschönern. Sie können zum Beispiel mehrere Efeuranken an den Ästen befestigen. Besitzen die Efeuranken noch Wurzeln, können Sie diese in die Erde eingraben. Das hat den Vorteil, dass Sie den Efeu gießen können und er so immer weiter wächst. Das Tipi wird dadurch blickdicht und bleibt das ganze Jahr über grün.

Viele Kinder hängen auch gerne Flaggen und Wimpeln an das Tipi, um es etwas bunter zu gestalten. Wie Kinder das Tipi verschönern möchten, bleibt den Kleinen selbst überlassen. Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Tipps, um das Weidentipi lange Instand zu halten

Ein Weidentipi sieht sehr schön aus und hält viele Jahre. Wichtig ist, dass die Weidenäste gut in die Erde eingegraben sind. So können diese schnell Wurzeln schlagen. Und auch den Efeu sollten Sie gut eingraben, sodass dieser schnell wächst. Wichtig ist zudem, dass Sie die Äste jedes Jahr schneiden, damit das Tipi stets seine Form behält und die Äste lange gesund bleiben.

Um das Weidentipi lange behalten zu können, müssen Sie es auch regelmäßig gießen. Im Sommer benötigt das Weidenholz sehr viel Wasser. Nur so verhindern Sie, dass es nicht morsch wird. Im Winter müssen Sie das Weidentipi hingegen nur sehr selten mit Wasser versorgen. Der umliegende Schnee gibt genug Wasser ab. Das Tipi können Sie im Winter aber mit einer Plane schützen, sofern Sie es ohne Efeu aufgebaut haben. Der Efeu bleibt nämlich auch im Winter grün, sodass das Tipi das ganze Jahr über in einer satten, grünen Farbe leuchtet.

Übrigens:

Aus Weide können Sie noch viel mehr schöne Sachen für den Garten bauen. Beispielsweise etwa einen lebenden Sichtschutz (Anleitung für einen lebenden Sichtschutz aus Weide), dekorative Kugeln (Anleitung für Kugeln aus Reb- oder Weidenzweigen) oder Rankhilfen (Anleitung für Rankhilfen aus Weidenruten).


Foto1: © Alena Yakusheva - Fotolia.com

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