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Zittergras pflegen – So gießen, düngen und überwintern Sie es richtig

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Zittergras ist ein sehr pflegeleichtes Ziergras, das kaum Ansprüche an Standort und Boden stellt. Sie müssen bei der Pflege auch nur wenige Dinge beachten.

Zittergras pflegen
© Arousa – Fotolia.com

Ziergräser sind nicht nur in Beetpflanzungen ein hübscher Anblick, auch im Kübel wird das dekorative Zittergras gern bewundert. Ein leichter Windhauch genügt, um die dünnen Halme in sanfte Schwingungen zu versetzen und es kommt ein Gefühl der Weite und Ursprünglichkeit auf.

Vielleicht fühlen Sie sich an die Steppen und Prärien erinnert, vielleicht haben Sie aber auch nur einfach Freude am filigranen und dekorativen Erscheinungsbild des Zittergrases. Alles, was Sie über die Pflege eines der schönsten Ziergräser für Garten und Terrasse wissen sollten, wird im Folgenden erläutert. Doch zunächst einmal möchten wir Ihnen zwei schöne Zittergras-Arten vorstellen.

Einige Zittergras-Arten vorgestellt

Zittergräser gehören den Süßgräsern an. Die Gattung Briza umfasst etwa 30 verschiedene Arten, deren Verbreitungsgebiet sich auf Europa, Asien und Amerika ausdehnt. In Deutschland kommt allein Briza media vor. Weit verbreitet als Ziergras ist die aus dem Mittelmeerraum stammende Art Briza maxima.

❍ Briza maxima – das Große Zittergras:

Hierbei handelt es sich um einjährige Pflanzen, welche etwa einen halben Meter hoch wachsen. Die flachen, gelbgrünen Blätter erreichen eine Breite von etwa fünf Millimetern. Die Ähren stehen einzeln an den nur wenig verzweigten Rispen. An den herzförmigen Ähren können bis zu zwanzig Blüten auftreten. Die Blütezeit fällt auf die Monate April bis Juni. Im Mittelmeerraum ist das Große Zittergras häufig anzutreffen und wächst auch an Wegesrändern. Bestände sind mittlerweile auch in England zu finden. In Deutschland ist das Große Zittergras nicht heimisch.

❍ Briza media – das Mittlere Zittergras:

Das Mittlere Zittergras wird auch Gemeines Zittergras genannt und gilt als einzige Art der Ziergräser, welche in Deutschland in der Natur anzutreffen ist. Dabei kommt die Pflanze im bayerischen Alpenraum bis in Höhenlagen von 1.800 Metern vor. Die mehrjährige Pflanze besitzt herzförmige Ähren und die glatten, dünnen Halme können bis zu einen Meter hoch wachsen. Anzutreffen ist die Pflanze auf mageren Weiden und Wiesen. Auf gedüngtem Kulturboden gedeihen die Pflanzen dagegen nicht.

So pflegen Sie das Zittergras richtig

Standortwahl & Bodenbeschaffenheit:

Das Zittergras gehört den Süßgräsern an und ist kein Freund von Nässe und Feuchtigkeit. Magere und trockene Böden bekommen dem Ziergras am besten. Dabei mag zunächst widersprüchlich erscheinen, dass viele Hobbygärtner ihren Gewässerrand mit Zittergras verschönern. Wird das Zittergras nicht direkt in der feuchten Uferzone angepflanzt, sondern in trockenen Randbereichen, stellt dies jedoch kein Problem dar.

Die Pflanzen benötigen einen sonnigen Standort. Sie gedeihen bedingt aber auch im Halbschatten. Eine Pflanzung von Zittergras ist generell in Beet und Kübel möglich.

Zittergras gießen:

Im Freiland muss Zittergras nicht regelmäßig gegossen werden. In der Regel ist das Regenwasser vollkommen ausreichend, um die Pflanze mit Feuchtigkeit zu versorgen. Herrscht dagegen lang anhaltende Trockenheit, sollten Sie den Boden kontrollieren und gegebenenfalls wässern, denn vollständig austrocknen sollte das Substrat nicht.

Kübelpflanzen dagegen benötigen eine regelmäßige Bewässerung. An einem sonnigen Standort dürfen Sie das Gießen nicht vernachlässigen, denn in einem kleinen Pflanzkübel ist das Nährstoffangebot weit geringer, als im Freiland.

Tipp:
Allgemein ist der Wasserbedarf der Pflanze als mäßig einzustufen. Wassergaben sollten daher eher sporadisch und nicht zu übertrieben erfolgen.

Zittergras düngen:

Zittergräser fühlen sich in einem mageren Boden am wohlsten. Ein übermäßiges Nährstoffangebot würde den Wuchs beeinträchtigen und die Halme einknicken lassen. Weniger ist hier eindeutig mehr. Eine regelmäßige Düngung sollten Sie unterlassen, da Zittergräser herkömmlichen Dünger nicht vertragen. Besonders karge Böden können Sie mit Kompost anreichern.

Zittergras schneiden:

Während das Große Zittergras als einjährige Pflanze keine Schnittmaßnahmen verlangt, bietet sich für das mehrjährige Zittergras ein jährlicher Rückschnitt an. Der beste Zeitpunkt hierfür ist ein frostfreier Tag im Frühling. Zittergras sollte nicht im Herbst geschnitten werden. Die Halme bilden nämlich einen natürlichen Winterschutz und sollten daher an der Pflanze belassen werden.

Verwelkte Blütenstände können Sie jederzeit entfernen. In frische Triebe dürfen Sie dagegen keinesfalls schneiden.

Zittergras überwintern:

Das Zittergras ist winterhart und benötigt im Freiland keinen Frostschutz. Das heißt aber nicht, dass Sie die Pflanze in der kalten Jahreszeit komplett sich selbst überlassen sollten. Das Erdreich sollten Sie hin und wieder kontrollieren, denn es darf nicht austrocknen. Belassen Sie zudem die Halme über den Winter an der Pflanze, denn dies sorgt für einen hübschen Schmuck im winterlichen Garten.

Kübelpflanzen sollten an einem geschützten Standort überwintern. Eine Abdeckung aus Laub oder Reisig schützt die Wurzeln vor Frost und bewahrt den Boden vor Austrocknung.

Krankheiten und Schädlinge am Zittergras erkennen

Krankheiten und Schädlinge kommen beim Zittergras kaum vor. Beachten Sie die Pflegehinweise, wird sich das Ziergras als gesund und üppig wachsend erweisen. Zu Problemen kann es lediglich kommen, wenn Sie die Standortbedingungen des Zittergrases nicht beachten und der Boden zu viel Feuchtigkeit aufweist. Denn die Wurzeln können in einem nassen Substrat schnell zu faulen beginnen.

Ein wichtiges Kriterium für gesunde Pflanzen ist auch der Pflanzabstand. Auf einem Quadratmeter sollten nicht mehr als sechs Pflanzen stehen. Bei zu engem Stand behindern sich die Pflanzen gegenseitig, hindern sich am Wachsen und es kann zu Schimmelbefall kommen.

Zittergras als Trockenpflanze nutzen

Die Halme des Zittergrases machen sich sehr gut in Trockensträußen. Die Pflanzenstände können Sie hierfür im Frühsommer ernten. Am Erntetag sollten die Halme trocken sein und es sollte kein Regen herrschen. Die Halme dann bündelweise mit einem Gummiband zusammenhalten. Anschließend werden die Gräser kopfüber zum Trocknen aufgehängt. Dies kann an einem trocknen, aber nicht zu hellen Ort, zum Beispiel auf dem Dachboden, geschehen.


Foto1: © Arousa - Fotolia.com

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