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Zittergras vermehren – So klappt’s per Teilung und Aussaat

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Bei Ihnen wächst Zittergras im Garten und Sie möchten noch mehr davon haben? Dann vermehren Sie es doch einfach. Das ist über zwei Wege möglich.

Zittergras vermehren
© gelilewa – Fotolia.com

Nicht jedes Zittergras ist mehrjährig und damit geeignet für die Vermehrung. Beim in Deutschland verbreiteten Zittergras Briza media gelingt die Vermehrung jedoch einfach und unkompliziert. So lassen sich aus bestehenden Pflanzen neue Exemplare heranziehen, die Sie dann für Gruppenpflanzungen nutzen können. Oder Sie überraschen einfach Freunde und Verwandte mit diesem hübschen Ziergras, welches sicher auch in deren Garten einen Platz finden wird.

Vermehren können Sie das Zittergras grundsätzlich durch Teilung und Samen. Beide Varianten möchten wir Ihnen nachfolgend einmal etwas genauer erklären.

Vermehrung durch Teilung

Bei der Vermehrung durch Teilung wird die Wurzel einer bestehenden Pflanze halbiert oder, abhängig von ihrer Größe, auch in mehrere Segmente geteilt. Zittergräser bilden nämlich keine weit in den Boden reichenden Wurzeln, sondern weit verzweigte Rhizome, die sich nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche befinden. Es wird also recht problemlos von der Hand gehen, die bestehende Pflanze auszugraben und auf diese Art und Weise zu vermehren.

Eine Wurzelteilung bekommt dem Zittergras in der Regel sehr gut, denn Teilung heißt hier auch Verjüngung. Die Pflanzen wachsen dann besser und erscheinen kräftig und gesund.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Die Wurzelteilung sollten Sie im Frühling vornehmen. Der Boden sollte dann bereits frostfrei sein. So können sich die geteilten Pflanzen separat voneinander gut entwickeln und ein eigenständiges und starkes Wurzelsystem ausbilden.

Pflanzanleitung

  1. Bestehende Pflanze vorsichtig ausgraben.
  2. Erde vom Wurzelballen entfernen.
  3. Rhizome gut abspülen, damit keine Keimübertragung stattfindet.
  4. Rhizome teilen. An jedem Segment sollten sich mindestens zwei Knoten befinden.
  5. Rhizome auf Zeitungspapier legen.
  6. Schnittstellen einige Stunden in der Sonne abtrocknen lassen.
  7. Pflanzen getrennt voneinander einpflanzen.

Wichtig:
Die Teilung sollten Sie mit einem scharfen und keimfreien Messer durchführen. Sie können aber auch einen Spaten verwenden. Gartengeräte halten Sie übrigens keimfrei, indem Sie sie mit Alkohol reinigen.

Vermehrung durch Aussaat

Die Vermehrung durch Samen wird vermutlich auch eher ungeübten Hobbygärtnern Erfolge versprechen, denn der Samen der Zittergräser ist sehr gut keimfähig. Beim Zittergras wird davon ausgegangen, dass die Keimrate 100 Prozent kaum unterschreitet.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Mit der Aussaat können Sie im zeitigen Frühjahr beginnen. Dann ist davon auszugehen, dass Sie ab Mitte Mai über gesunde und kräftige Jungpflanzen verfügen, die in Beet oder Kübel verpflanzt werden können.

Pflanzanleitung

  1. Anzuchterde in Töpfe oder Pflanzschalen füllen.
  2. Samen auf dem Substrat verteilen.
  3. Samen nur leicht mit Erde bedecken.
  4. Saatgut hell und warm stellen.
  5. Für eine gleichbleibende, leichte Feuchtigkeit sorgen.
  6. Abdeckung aus Plastik oder Glas für eine beschleunigte Keimung aufbringen.

Tipp:
Das Substrat sollte nicht zu viele Nährstoffe enthalten. Ein Mix aus Sand und Torf erscheint ideal. Diesem können Sie Perlite beigeben. Etwa ein Viertel Perlitgestein können Sie in das Pflanzgefäß mischen. Perlit unterstützt nämlich als Naturprodukt die Wasser- und Wärmespeicherung und erhöht dadurch die ohnehin schon sehr gute Keimrate, so dass Ihnen kaum Einbußen entstehen.

Wann ist mit der Keimung zu rechnen?

Halten Sie die Samen gleichmäßig feucht und herrschen Temperaturen von mindestens 20 Grad, wird die Keimung nach etwa zehn Tagen einsetzen. Innerhalb von zwei Wochen sollten dann alle keimfähigen Samen aufgegangen sein.

Was passiert mit den jungen Pflanzen?

Die Keimung setzt recht schnell ein und schon bald wird es eng im Pflanzgefäß. Die kräftigsten Pflanzen erhalten nun einen eigenen Pflanztopf. Der helle und warme Standort wird beibehalten. Auch eine Bewässerung erhalten die jungen Pflanzen regelmäßig. Haben sich die jungen Pflanzen ausreichend entwickelt, dürfen Sie sie ab Mitte Mai direkt ins Freiland pflanzen.

Was ist von einer Direktaussaat von Zittergrassamen zu halten?

Generell ist nichts dagegen einzuwenden, die Samen direkt ins Freiland zu setzen. Dies kann ab Ende März geschehen. Frost sollte allerdings nicht mehr herrschen. Bei der Direktaussaat erfolgt die Keimung jedoch weniger zuverlässig. Es gibt zahlreiche Faktoren, welche dies untermauern:

  • Boden zu nass
  • Auftreten von Nachtfrost
  • Auftreten von Schädlingen
  • keine konstanten Temperaturen

Also ist von dieser Methode eher abzuraten. Die Vermehrung per Teilung und Aussaat in Pflanztöpfen ist dann doch erfolgversprechender.


Foto1: © gelilewa - Fotolia.com

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