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Hausmittel gegen Ameisen

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Auch wenn sie noch so nützlich sind, können Ameisen schnell zur Plage werden. Zur Chemiekeule müssen Sie dann trotzdem nicht greifen. Es gibt auch Hausmittel gegen Ameisen.

Ameisen können umgesiedelt werden
Ameisen können umgesiedelt werden

Eigentlich sind Ameisen ja nützliche kleine Tierchen. Zum einen bringen sie mehr Biomasse in den Boden und lockern ihn auf und zum anderen entsorgen sie tote Insekten aus dem Garten. Außerdem sind sie für die Verbreitung von Samen sehr wichtig. Dennoch möchten sie die meisten Gärtner nicht im Garten haben. Wer schließlich nicht aufpasst, der hat die kleinen Tierchen schnell mal in der Wohnung. Und das kann ratzifatzi passieren, denn Ameisen befinden sich überall im Garten und bauen ihre Nester weit verteilt. Und das wiederum ist das Fatale an der ganzen Sache.

Sobald nur eine Ameise ins Haus gewandert ist und dabei auch noch eine Nahrungsquelle entdeckt hat, frisst sie davon und wandert zurück zur Ameisenkolonie. Dabei legt sie dann eine Duftspur ab, wodurch die anderen Ameisen schnell den Weg zur Nahrungsquelle finden können. Sie selbst markieren den Weg dann auch noch einmal, damit die Duftspur und somit auch der Weg zur Nahrungsquelle erhalten bleibt. Was sich daraus dann entwickelt ist die so genannte Ameisenstraße. Und genau diese müssen Sie aufspüren und entfernen. Dafür haben Sie gleich mehrere chemiefreie Möglichkeiten.

Übrigens:

Einige Ameisenarten stehen unter Naturschutz, besonders die große und die kleine Waldameise. Diese Nester dürfen Sie nicht zerstören!

Tipps, wie Sie Ameisen ohne Chemie bekämpfen können

Ameisen finden Sie häufig in Hügeln auf dem Rasen, auf Wegen oder in Beeten. Aber auch Steinplattenbeläge werden durch sie unterhöhlt. Selbst Pflanzen können sie im Wachstum stören. Wenn die Ameisen keinen Schaden anrichten, dann lassen Sie die kleinen Tierchen ruhig im Garten krabbeln. Merken Sie aber, dass sie einen Weg ins Haus gefunden haben oder Ihre Pflanzen schädigen, dann ist es ratsam etwas zu unternehmen.

Tipp 1 – Ameisen umsiedeln:

Es gibt zwar Tipps zur Bekämpfung, doch im Allgemeinen ist es fast unmöglich, alle Ameisen zu beseitigen. Wenn es sich jedoch nur um ein Ameisennest handelt, dann können Sie es umsiedeln. Stülpen Sie dazu einfach einen Blumentopf über das Ameisennest. Diesen müssen Sie vorher aber mit Holzwolle oder Stroh füllen. Auf diese Art und Weise bieten Sie den Ameisen einen sehr attraktiven Lebensraum. Lassen Sie den Blumentopf nun ein paar Tage so stehen. Anschließend eine Kehrschaufel unter den Blumentopf schieben, um die Kolonie umzusetzen. Achten Sie beim neuen Platz aber darauf, dass sich dieser weit vom Haus entfernt befindet.

Tipp 2 – Ameisennest überschwemmen:

Befindet sich das Ameisennest in einem Blumenkübel oder im Blumenkasten, dann setzen Sie diesen ruhig ein paar Mal unter Wasser. Genauso wie wir Menschen, so mögen auch Ameisen keine nasse Wohnung. Sie werden sich also schnell einen neuen Unterschlupf suchen.

Wenn Sie im Garten richtige Hügel ausfindig machen konnten, so ist es auch hier ratsam, regelmäßig zur Gießkanne zu greifen. Dadurch werden die Ameisen in der Pflege ihrer Eier gestört und sie verschwinden.

Tipp 3 – Ameisen durch Düfte vertreiben:

Da sich Ameisen bei ihrer Nahrungssuche an Gerüche orientieren, mögen sie stark Riechendes überhaupt nicht. Um die kleinen Plagegeister zu vertreiben, legen Sie also am besten stark riechende Pflanzen wie z.B. Thymian, Wacholderblätter oder Zitronenkraut wiederholt auf der Ameisenstraße aus oder aber verteilen Sie etwas Zimtpulver, Essig oder ätherische Öle darauf.

Tipp 4 – Zugänge versperren:

Machen Sie sich auf die Suche nach Ritzen und Spalten, durch die die kleinen Tierchen ins Haus gelangen können und verschließen Sie diese mit Silikon oder Leim. Um zu verhindern, dass die Ameisen durch Fenster oder Türen ins Haus gelangen, können Sie wiederum doppelseitiges Klebeband nutzen. Dort bleiben die Ameisen dann hängen. Einfach die Ameisenstraße suchen und genau dort das Klebeband anbringen.

Tipp 5 – Splitt statt Sand verwenden:

Wenn Sie verhindern möchten, dass sich Ameisen auf Wegen oder Sitzplätzen unter den Steinplatten breit machen, dann verwenden Sie statt Sand einfach Splitt. Darin bauen die Ameisen keine Nester.

Tipp 6 – Pflanzen regelmäßig kontrollieren:

Außerdem ist es wichtig, dass Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren. Einige von ihnen, wie z.B. Läuse, bilden schließlich süßen Honigtau. Und dieser wiederum lockt Ameisen an.

Finger weg von Backpulver, kochendem Wasser und Co.!

Sicherlich können Ameisen zu einer Plage werden, töten sollte Sie sie aber trotzdem nicht. Sie lassen sich schließlich auch vertreiben bzw. umsiedeln. Schütten Sie also niemals heißes Wasser über einen Ameisenhügel und stellen Sie auch keine Ameisenfallen auf. Streuen Sie auch kein Backpulver aus. Dadurch verenden die Ameisen elendig. Schrecken Sie die kleinen Tierchen lieber mit Düften ab und achten Sie von vornherein darauf, dass Sie:

  • Lebensmittel dicht verschließen
  • Futterschalen von Haustieren regelmäßig leeren
  • Ritzen im Mauerwerk verschließen
  • Fenster- und Türdichtungen regelmäßig auf Dichtigkeit überprüfen
  • Müll und Abfälle in verschlossenen Behältern sammeln

Achten Sie auf diese Hinweise, müssen Sie sich erst gar nicht mit einer Ameisenplage herumärgern.


Foto1: © chenhawnan - Fotolia.com

4 KOMMENTARE

  1. Wir selbst konnten auch gute Erfahrungen sammeln mit Lavendelöl (steht ja auch im Artikel), zumindest im Haus. Draußen gar nicht probiert, hier wurde gleich ein Blumentopf und Holzwolle genommen zum umsiedeln – funktioniert super. Gruß Kai

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