Start Obst & Gemüse Topinambur ernten und lagern – So wird’s gemacht

Topinambur ernten und lagern – So wird’s gemacht

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Wussten Sie, dass Sie Topinambur das ganze Jahr über ernten können? Das hat sogar den Vorteil, dass Sie damit das Ausbreiten der Pflanze in Grenzen halten können.

Topinambur ernten und lagern
Topnambur lässt sich nicht so lange wie Kartoffeln lagern
Pflanzen Sie Gemüse an, belohnen Sie sich gleich doppelt. Zum einen können Sie sich an der Optik vieler Gemüsepflanzen erfreuen, zum anderen erhalten Sie eine reiche Ernte. So natürlich auch bei der Topinambur.

Die Erdartischocke gehört zu den einfachsten Gemüsepflanzen und eignet sich hervorragend, um Kindern und unerfahrenen Gärtnern die ersten Schritte des Anbaus aufzuzeigen. Wie Sie sich nach der Wachstums- und Reifephase mit der Ernte belohnen, erklären wir Ihnen nachfolgend.

Topinambur ernten – Das sollten Sie wissen

Optimaler Standort:

Im Herbst beginnt die Ernte der Topinambur. In dieser Zeit können Sie mit den größten Knollen rechnen. Außerdem besitzen die Erdartischocken zu diesem Zeitpunkt das beste Aroma.

Wenn auch der Herbst die ideale Erntezeit ist, treibt die Pflanze das ganze Jahr über aus. Allerdings spiegeln die Knollen die Witterung wider: Ist der Sommer heiß und der Boden trocknen, schrumpfen die Knollen, da die Pflanze aus ihnen Wasser zieht. Heiße Temperaturen und trockene Witterungsverhältnisse sollten daher bei der Ernte gemieden werden.

Die Ernte:

Ist das Erdreich locker, können Sie die Knollen ganz einfach am Stiel aus dem Boden ziehen. Alternativ graben Sie die Pflanze einfach aus und entfernen die Knollen von der Pflanze.

Nach der Ernte wächst die Pflanze natürlich nicht wieder, sodass Sie sie im Frühjahr neu auspflanzen müssen. Haben Sie einen Sichtschutz mit der Gemüsepflanze erstellt, können Sie jeweils jede zweite Knolle ernten. Auf diese Weise bleibt die Hälfte des Sichtschutzes bestehen und wird im Frühjahr neu austreiben.

» Tipp: Überwintern Sie die mehrjährige Gemüsepflanze, können Sie die Staude im Herbst zurückschneiden.

Wünschen Sie das ganze Jahr über frische Topinambur, sollten Sie das Erdreich um die Pflanze immer feucht halten. Auf diese Weise nimmt die Erdartischocke ausreichend Wasser über die Wurzeln auf und muss nicht auf die Knollen zurückgreifen.

Topinambur lagern

Häufig wird gesagt, dass Topinambur ebenso gut gelagert werden können, wie beispielsweise Kartoffeln. Das stimmt jedoch nicht. Während Kartoffeln an einem kühlen und dunklen Standort problemlos über den ganzen Winter gelagert werden können, leidet die Topinambur unter einer zu späten Verköstigung. Die Knollen verlieren nach der Ernte Feuchtigkeit und schrumpeln.

Um die Knollen nach der Ernte für einige Tage frisch zu halten, legen Sie sie möglichst in den Kühlschrank oder an einen kühlen Standort. Sie brauchen die Frucht vor der Lagerung nicht säubern – das Erdreich schützt die Knolle vor dem Austrocknen.

Wollen Sie das Wintergemüse auch im späten Winter frisch genießen, können Sie auf alte Hausmittel zurückgreifen:

Sandlagerung:

Geben Sie Sand in einen Kübel und geben Sie die geerntete Knolle mit Erdreich und Wurzeln in den Sand. Die Knollen sollten ungefähr fünf Zentimeter tief im Sand liegen.

Erdlagerung:

Wahlweise heben Sie hierzu ein ungefähr vierzig Zentimeter tiefes Loch im Außenbereich aus oder aber, Sie greifen auf einen Kübel zurück. Der Standort muss kühl und dunkel sein. Geben Sie die geernteten Knollen wieder in den Kübel und bedecken Sie ihn mit Erdreich. Nutzen Sie die Lagerung in einem erdigen Loch, greifen Sie übrigens auf einen Trick zurück, der noch bis ins letzte Jahrhundert hinein verwendet wurde.

Einfrieren:

Mit weniger Aufwand ist natürlich das Einfrieren der Topinambur verbunden. Sie brauchen die Knollen nur zu schälen und im Anschluss einfrieren.


Foto1: © fotoknips - Fotolia.com

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