Wenn Sie Ihren Paprika vorziehen möchten, dann sollten Sie schon im März mit der Aussaat beginnen. Was Sie bei der Aussaat beachten müssen, erfahren Sie hier.

Wer im eigenen Garten gerne Paprika oder Peperoni anpflanzen möchte, der kann sich entweder Jungpflanzen aus der Gärtnerei holen oder seine Paprika vorziehen.

Paprika selbst ziehen

Jungpflanzen aus der Gärtnerei kosten natürlich einiges mehr, als wenn man die Pflanzen selbst zieht. Wenn Sie das wagen wollen, dann sollten Sie früh genug damit beginnen. Der Grund: Sowohl Paprika als auch Peperoni brauchen mindestens drei Monate, bis sie reif sind. Wer damit erst im Mai oder Juni beginnt, der wird auch erst sehr spät und dann meist spärlich ernten. Deswegen sollte man schon Mitte Februar bis Anfang März damit beginnen, die Aussaat vorzubereiten.

🗓️ Faustregel: Paprika spätestens 6 Wochen vor den Eisheiligen (Mitte Mai) aussäen.

Was du zum Vorziehen brauchst

✅ Saatgut
✅ Anzuchterde oder Kokosquellerde
✅ Anzuchttöpfe oder Saatschalen
✅ Transparente Abdeckung (Folie oder Anzuchthaube)
✅ Heller, warmer Standort oder Pflanzenlampe

Freilandsorten:

  • Roter Augsburger
  • Neusiedler Ideal
  • Pantos
  • Sweet Palermo

Für Töpfe oder das Gewächshaus:

  • Mini Chocolate Bell
  • Yolo Wonder
  • Snackpaprika Harmik
  • Salma-Mini
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  • 🌱PAPRIKA VIELFALT – 12 hochwertige Bio-Paprikasorten für eine reiche Ernte!

Paprika vorziehen

Die Aussaat sollte wie folgt geschehen: Nehmen Sie sich Anzuchtschälchen oder Saatplatten und säen Sie die Pflanzen aus. Dabei sollten Sie darauf achten, dass eine Temperatur von 28 Grad nicht unterschritten wird.

  1. Erde vorbereiten
    Anzuchterde leicht anfeuchten und in kleine Töpfe oder Saatschalen füllen. Normale Blumenerde ist zu nährstoffreich – sie hemmt die Keimung.
  2. Samen aussäen
    Paprikasamen ca. 0,5–1 cm tief in die Erde drücken. Pro Topf 2–3 Samen. Nicht zu dicht säen.
  3. Feucht halten & abdecken
    Mit einer transparenten Folie oder Anzuchthaube abdecken. Das hält die Feuchtigkeit und schafft ein Mini-Treibhausklima. Achten Sie aber darauf, dass keine Staunässe entsteht, damit die Erde nicht anfängt zu schimmeln.
  4. Wärme ist alles
    Paprika keimt am besten bei 22–28 °C. Auf der Fensterbank über der Heizung, im Heizungskeller oder mit einer Heizmatte. Ohne ausreichend Wärme keimt der Samen kaum.
  5. Geduld mitbringen
    Die Keimzeit beträgt 2–4 Wochen. Keine Panik, wenn nichts passiert – einfach gleichmäßig feucht halten.

Tipp: Legen Sie die Paprikasamen vor dem Aussäen für 24 Stunden in abgekühlten Kamillentee. Dadurch weicht die Samenhülle auf und zudem hat Kamillentee eine antibakterielle und fungizide Wirkung.

Wenn die Pflanzen dann vorwitzig aus der Erde schauen und sich die ersten Blätter gebildet haben, dann können Sie die Paprikapflanzen kühler stellen: 20 Grad sind optimal. Haben sich neben den Keimblättern dann auch zwei echte Blätter gebildet, werden die Pflänzchen pikiert und in größere Pflanztöpfe gesetzt.

Ab Anfang Mai können Sie die Jungpflanzen frühestens nach draußen. Erst tagsüber bei angenehmer Temperatur aufgestellt, aber nachts wieder reingeholt. Erst wenn es keinen Frost mehr gibt, können die Paprika ins Beet gepflanzt werden.

Ringo von Gartentipps.com

Ringo ist Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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