Wenn nachts jemand durch den Garten streift, kann es ein Marder sein. Sie sind zwar klein, können im Garten aber für Unruhe sorgen. Hier deshalb Tipps zur Bekämpfung.
Wenn Sie morgens in den Garten gehen und plötzlich durchwühlte Beete, verstreute Federn oder Kotspuren entdecken, können Sie davon ausgehen, dass ein Marder sein Unwesen in Ihrer grünen Oase getrieben hat. Diese kleinen Raubtiere sind erstaunlich anpassungsfähig und genau deshalb fühlen sie sich auch in Wohngebieten wohl. Für Gartenbesitzer bedeutet das allerdings oft Ärger.
Marder sind neugierig, geschickt und ausgesprochen gute Kletterer. Ein Garten bietet ihnen vieles, was sie brauchen: Nahrung, Verstecke und ruhige Rückzugsorte. Besonders nachts, wenn alles ruhig ist, beginnen sie ihre Streifzüge. Am nächsten Morgen bleiben dann Spuren zurück, die zunächst rätselhaft wirken.
Damit Sie genau wissen, ob ein Marder in Ihrem Garten sein Unwesen treibt, habe ich hier einmal die wichtigsten Informationen über das Tier zusammengestellt. Außerdem erfahren Sie, woran Sie einen Marder erkennen, welchen Schaden er verursachen kann und mit welchen Maßnahmen sich die Tiere wieder vertreiben lassen.
Inhalte
Welche Marderarten leben in Deutschland?

In Deutschland gibt es mehrere Vertreter aus der Familie der Marder. Zwei Arten kommen dabei besonders häufig vor. Dazu zählt der Steinmarder und der Baummarder.
Der Steinmarder ist ein sogenannter Kulturfolger. Das bedeutet, dass er sich hervorragend an das Leben in menschlicher Umgebung angepasst hat. Scheunen, Garagen, Dachböden und auch ruhige Gartenecken sind daher nicht vor ihm sicher und dienen ihm als Unterschlupf.
Der Baummarder lebt im Vergleich zum Steinmarder deutlich zurückgezogener. Er hält sich, wie der Name bereits vermuten lässt, überwiegend in Wäldern auf. Große Parks oder waldreiche Gegenden kommen ebenfalls als Lebensraum infrage. In klassischen Wohngebieten taucht er deutlich seltener auf.
| Art | Merkmale | Lebensraum |
|---|---|---|
| Steinmarder | hellgraues bis braunes Fell, weißer Kehlfleck | Städte, Dörfer, Dachböden |
| Baummarder | dunkleres Fell, gelblicher Kehlfleck | Wälder, große Parks |
So sehen Marder aus
Marder gehören zu den kleineren Raubtieren in Europa. Ein ausgewachsener Marder erreicht gerade mal eine Körperlänge von etwa 40 bis 55 cm. Dazu kommt ein buschiger Schwanz mit rund 20 bis 30 cm Länge. Das Gewicht liegt meist zwischen 1 und 2 kg.
Eine Besonderheit ist zum Beispiel sein schlanker, langgestreckter Körper. Dank diesem können Marder durch enge Öffnungen schlüpfen oder über Mauern und Äste klettern. Genau deshalb gelangen Marder häufig auch ganz einfach auf Dachböden, in Schuppen oder Gartenhäuser. Schon eine kleine Öffnung von etwa 5 cm reicht aus, damit sich ein Tier hindurchzwängen kann.
Besonders auffällig ist auch der buschige Schwanz. Und dieser hat sogar eine wichtige Funktion. Er hilft dem Marder nämlich beim Klettern und Balancieren. Das Klettern in der Höhe stellt für ihn daher selten ein Hindernis dar. Und das, trotz der kurzen Beine.
Das Fell wirkt meist grau bis braun. Woran sich Marder unterscheiden, ist vor allem der auffällige Kehlfleck. Beim Steinmarder ist er weiß und oft gegabelt, beim Baummarder dagegen gelblich bis orangefarben und meist rundlicher geformt.
Ein weiteres besonderes Detail ist die spitze Schnauze mit der sehr gut funktionierenden Nase. Damit wittern Marder selbst aus großer Entfernung Nahrung. Ihr Geruchssinn ist nämlich hervorragend ausgeprägt. Deshalb finden sie auch gut versteckte Eier, kleine Nagetiere oder Fallobst im Garten sehr schnell.
Lebensweise der Marder

Lebensraum:
Marder sind äußerst anpassungsfähig. Ursprünglich stammen sie aus Waldgebieten, doch besonders der Steinmarder lebt heute häufig mitten in Ortschaften. Hier macht er es sich vor allem auf Dachböden, in Holzstapeln, Gartenhäusern oder in dichten Hecken bequem.
Tagsüber ruhen die Tiere meist in ihrem Versteck. Erst wenn es dunkel wird, beginnen sie ihre Streifzüge. Dann durchstreifen sie ihr Revier auf der Suche nach Nahrung. Dabei können sie mehrere Kilometer pro Nacht zurücklegen. Sie klettern hervorragend, springen mühelos über Zäune und quetschen sich durch erstaunlich kleine Öffnungen.
Ernährung:
Bei ihren Streifzügen machen sie sich auf die Suche nach Nahrung. Dabei sind sie nicht sonderlich wählerisch. Obwohl sie Allesfresser sind, haben sie eine deutliche Vorliebe für tierische Nahrung. Abgesehen haben sie es unter anderem auf Mäuse, Ratten, Vögel, Eier, Insekten und Frösche. Gerade in ländlichen Gebieten können auch Hühnerställe interessant für sie werden.
Zusätzlich fressen sie Beeren, Fallobst oder andere pflanzliche Nahrung. Besonders im Spätsommer und Herbst stehen Früchte häufig auf dem Speiseplan. Auch Nüsse, Obst aus dem Garten oder Essensreste aus Komposthaufen werden von Mardern gerne angenommen.
Fortpflanzung:
Die Paarungszeit der Marder beginnt im Sommer. In dieser Zeit sind die Tiere besonders aktiv und legen weite Strecken zurück, um einen passenden Partner zu finden. Und obwohl sich die Tiere schon im Sommer paaren, kommen die Jungtiere nicht sofort zur Welt. Die eigentliche Geburt erfolgt erst im Frühjahr des folgenden Jahres. Diese Verzögerung entsteht durch eine sogenannte Keimruhe. Der Embryo entwickelt sich zunächst nicht weiter und beginnt erst Monate später zu wachsen.
Meist bringt das Weibchen drei bis vier Jungtiere zur Welt. In den ersten Wochen sind diese blind und vollkommen auf ihre Mutter angewiesen. Sie werden gesäugt und bleiben gut verborgen im Nest. Nach einigen Monaten verlassen die jungen Marder schließlich das Nest und suchen sich ein eigenes Revier, in dem sie später selbst auf Nahrungssuche gehen und einen Unterschlupf finden.
Typische Anzeichen für einen Marder im Garten

Die meisten Gartenbesitzer bemerken einen Marder häufig zuerst nur durch ungewöhnliche Geräusche oder Spuren. Gerade nachts machen sich die kleinen Tiere manchmal durch Poltern, Kratzen oder schnelle Schritte auf dem Dach bzw. im Gartenhaus bemerkbar. Es gibt jedoch deutlich klarere Hinweise für Marder. Dazu gehören:
- Kot mit gedrehten Enden
- verstreute Federn oder Tierreste
- umgeworfene Blumentöpfe
- aufgerissene Müllsäcke
- angefressenes Fallobst
- kleine Pfotenabdrücke im weichen Boden
Vor allem der Kot eines Marders lässt sich sehr leicht erkennen. Er enthält nämlich häufig Fellreste, Knochen oder Kerne von Früchten. Außerdem legen ihn Marder bewusst an gut sichtbaren Stellen, wie auf Steinen, Mauern oder Terrassenplatten, ab. Grund hierfür ist, dass sie auf diese Weise ihr Revier markieren.
Aber auch Federn im Garten sind ein deutliches Zeichen. Denn hat ein Marder einen Vogel erbeutet, bleiben oft viele Federn zurück. Diese liegen dann verstreut im Garten oder unter Sträuchern.
Manchmal sind auch kleine Laufwege im hohen Gras oder zwischen Beeten zu erkennen. Wie Ratten, so nutzen auch Marder gerne immer wieder dieselben Wege durch ihr Revier.
Schäden durch Marder im Garten
Ein einzelner Marder kann im Garten großen Schaden anrichten. Vor allem in Bereichen mit leicht erreichbarer Nahrung. Häufige Schäden sind:
- geplünderte Hühnerställe
- zerstörte Dämmung in Gartenhäusern
- umgegrabene Beete
- durchwühlter Kompost
- beschädigte Teichfolien
- verschleppte Lebensmittelreste
- geöffnete Mülltonnen
Das sind all die sichtbaren Schäden. Neben diesen macht der Marder auch ordentlich Lärm, denn die Tiere rennen, springen und toben nachts durch ihr Revier. Das kann besonders unter Dachziegeln oder in Holzbauten deutlich hörbar sein.
Auch Pflanzen können indirekt Schaden nehmen. Wenn Marder Beete durchwühlen oder beim Jagen nach Mäusen im Boden graben, werden junge Pflanzen oder frisch gesetzte Setzlinge manchmal herausgerissen.
Marder im Garten vertreiben
Wenn Sie einen Marder im Garten entdeckt haben, sollten Sie zunächst wissen, dass die Tiere in Deutschland unter Schutz stehen. Die Tiere zu töten oder zu verletzen, ist daher verboten. Wenn also davon gesprochen wird, einen Marder zu bekämpfen, geht es in Wahrheit darum, ihn zu vertreiben.
➜ Gerüche gegen Marder
Eine erste Maßnahme ist die Bekämpfung mit Gerüchen. So können Sie zum Beispiel Hundehaare rund um mögliche Einstiegsstellen verteilen oder mit Essig getränkte Lappen an Stellen auslegen, an denen sich der Marder häufig aufhält. Aber auch stark riechende Pflanzen wie Lavendel, Knoblauch oder Pfefferminze können Sie als natürliche Abschreckung nutzen. Ihr intensiver Geruch kann für Marder unangenehm sein. Ebenso helfen Fernhaltemittel aus dem Handel.
- Gegen Marder und andere Nagetiere: Anwendungsfertiges Fernhaltemittel vertreibt Marder und andere Nagetiere auf Dachböden, in Gartenhäusern, Schuppen und Garagen. Hält Marder bis zu 7 Wochen fern
- Langzeitwirkung: Der langanhaltende Geruch des Mardervergrämungsmittels hält unerwünschte Marder für 3-4 Wochen von den behandelten Flächen fern und vermeidet so Verunreinigungen durch Kot
- Einfache Anwendung: Das Pulver lässt sich leicht in Wasser auflösen, um die zu behandelnden Flächen einfach zu besprühen. Der Marderschreck lässt sich aber auch einfach verstreuen
- Vielseitig anwendbar: Dient nicht nur zur Marderabwehr und Nagetiere, sondern wirkt auf effektiv gegen Hunde und Katzen
- Natürliche Marderabwehr: Beruht auf den für die Tiere unangenehmen Geruchs- und Geschmackstoffen, die die Tiere auf natürliche Weise vertreiben, ohne sie zu schädigen
Die Wirkung solcher Hausmittel ist jedoch oft nur vorübergehend. Marder gewöhnen sich nämlich recht schnell an neue Gerüche in ihrer Umgebung. Deshalb müssen Sie diese Hausmittel regelmäßig erneuern. Wird der Geruch schwächer, verlieren sie ihre abschreckende Wirkung.
➜ Technische Lösungen
Im Handel sind verschiedene Geräte zur Marderabwehr erhältlich. Zum einen Ultraschallgeräte mit intensivem Blitzlicht. Sie senden für Menschen kaum hörbare Töne aus. Damit sich die Tiere nicht daran gewöhnen, ändert sich die Frequenz automatisch. Das Blitzlicht wiederum irritiert nachtaktive Tiere und kann dazu führen, dass sie bestimmte Bereiche meiden. Damit der Marder aus dem Garten verschwindet, sollten Sie das Gerät an Hauswänden, Gartenhäusern oder entlang von Mauern anbringen.
Das Tolle: Mit einem Ultraschallgerät samt Blitzlicht können Sie auch Waschbären im Garten und Füchse vertreiben, sowie Rehe vom Garten fernhalten.
- 【Doppelte Vertreibungsmethode mit Ultraschall und Blitzlicht】Der MEKEET Marderschreck Auto kombiniert Ultraschall-Frequenzen(15-55 kHz) und 700-900 LUX Doppelblitz, um Marder zu vertreiben – tierfreundlich und für Menschen kaum hörbar. Ideal für vor Mardern, Ratten, Eichhörnchen, Fledermäusen und anderen unerwünschten Tieren. Es verhindert effektiv, dass rodent die Autokabel beschädigen, und bietet eine langfristige Lösung, um den Motorraum und das Fahrzeug vor Bissspuren zu schützen.
- 【IP65 & ABS-Feuerfest – Vielseitiger Einsatz】Marderabwehr Ist IP65 Wasserdichtes Gehäuse Widersteht Regen/Schnee. Hochwertiges ABS-Material Verhindert Uberhitzung Und Ist Feuerfest.Marderschreck Innen Außen, Ideal für marderabwehr garten, Auto, Dachboden, Wohnhaus, Carport oder Garage, Stall, Scheune. Zum Schutz von langfristig abgestellten Fahrzeugen in Vororten, Wäldern, beim Camping sowie auf Reisen oder Geschäftstrips.
- 【Flexible Stromversorgung 】Der MEKEET Marderschreck bietet flexible Stromversorgung via 12V autobatterie oder USB (Batterien nicht einlegen!,USB-C-Ladung In 3h. ), 4x AA-Batterien (1.2V/1.5V, 600 mAh, Nicht Inkl). Marder ist für alle Auto geeignet und unterliegt in der Nutzung keinerlei Einschränkungen.
Alternativ dazu sind im Handel auch Elektrozäune erhältlich. Sie werden vor allem zum Schutz von Hühnerställen oder Gehegen eingesetzt. Sie geben bei Berührung einen kurzen Stromimpuls ab. Kein Sorge, dieser ist für Tiere ungefährlich. Er schreckt sie jedoch zuverlässig ab.
- Besondere Höhe – Aufgrund der Höhe des strongLine Zauns von 120 cm ist es für die eingezäunten Tiere sowie für Fressfeinde umso schwieriger, den Zaun zu überspringen
- Elektrifizierung des Netzes – Da der Elektrozaun elektrifiziert werden kann, können Fressfeinde abgewehrt und Ausbrüche der Tiere verhindert werden
- Stabilität dank Fiberglaspfähle – Die 15 extrem stabilen Fiberglaspfähle verhindern durch ihren geringen Pfahlabstand ein Durchhängen des Geflügelnetzes
- Vielseitig und flexibel – Der Zaun ist nicht nur für die Einzäunung von Hühnern, Gänsen oder Enten bestens geeignet, auch Hunde können mit diesem Netz eingezäunt werden – auch ideal für den Garten
- Lieferumfang mit Serviceset – Neben dem Geflügelzaun 50m lang und 120cm hoch wird ein Serviceset mit 4x doppelseitigen Heringen, 4x Abspannleinen, 13x Erdspießen, 2x Kopf-Isolatoren, 5x Messingklammern und 2x Ersatzlitzen geliefert
➜ Professionelle Hilfe
Richtet der Marder großen Schaden an und helfen die soeben genannten Mittel nicht, ihn zu vertreiben, kann nur noch ein Schädlingsbekämpfer oder Jäger weiterhelfen. Diese Fachleute dürfen die Tiere lebend fangen und in geeigneten Gebieten wieder freilassen.
Manchmal reicht es auch schon aus, den Zugang der Tier zu verschließen oder zu sichern. Dadurch verliert der Marder seinen Unterschlupf und er sucht sich meist ein neues Revier.
Marderbefall vorbeugen

Am besten ist es natürlich, wenn sich Marder gar nicht erst im Garten einquartieren. Hierfür sollten Sie Ihren Garten unattraktiv für die Tiere gestalten. Beherzigen Sie dabei am besten die folgenden Tipps:
➜ Verstecke reduzieren
Holzstapel, offene Schuppen oder zugängliche Dachböden sind förmlich eine Einladung für Marder. Verschließen Sie die Öffnungen und kontrollieren Sie mögliche Unterschlüpfe regelmäßig.
Auch dichtes Gestrüpp oder unaufgeräumte Gartenbereiche bieten Mardern gute Verstecke. Halten Sie Ihren Garten übersichtlich, erschwert es den Tieren, sich dauerhaft einzunisten.
➜ Nahrungsquellen entziehen
Offene Komposthaufen, Tierfutter oder herumliegende Essensreste wirken wie eine Einladung. Beseitigen Sie derartige Quellen aus dem Garten, hat er für Mardern keinen Reiz mehr. Setzen Sie stattdessen auf einen verschlossenen Thermokomposter, sammeln Sie Fallobst ein, lagern Sie Tierfutter lieber im Haus und achten Sie darauf, dass die Mülltonnen immer fest verschlossen sind, damit die Tiere keinen Zugang zu Essensresten haben.
- Hochwertiger und robuster Thermokomposter: Durch die dickwandige Konstruktion und dem wetterfesten und UV-Beständigen Kunststoff ist der Komposter besonders langlebig
- Einfach: Durch das Easy-lock-system wird keinerlei Werkzeug bei der Montage benötigt. Die Montage-Anleitung ist sehr ausführlich beschrieben, somit ist der Aufbau in weniger als 10 Minuten erledigt
- Das Ergebnis ist ein hervorragender Kompost: Durch das spezielle Belüftungssystem des Thermokomposters wird der Kompostierungsprozess begünstigt und beschleunigt
- Deckelfixierung: Der Deckel kann durch das stop-lock System verschlossen werden, dadurch ist der Komposter optimal gegen Wind geschützt und der Deckel bleibt fixiert
➜ Hühnerstall sichern
Damit der Marder nicht im Hühnerstall sein Unwesen treibt, sollten Sie ihn mit einem engmaschigen Drahtgitter und sicheren Verschlüssen versehen. Dadurch lassen sich viele Marderangriffe von vornherein verhindern. Ein Marder zwängt sich nämlich durch erstaunlich kleine Spalten. Schon eine kleine Lücke kann ausreichen, damit das Tier in den Stall gelangt. Lesetipp: Hühnerstall im Garten anlegen – Hinweise zu Bau und Ausstattung







