Dank ihrer vielen Ableger lässt sich die Aloe vera recht einfach vermehren. Wir zeigen, wie es geht.

Aloe vera-Pflanze mit Ablegern wird vermehrt.
Aloe vera-Pflanze mit Ablegern zur Vermehrung. © Alina / stock.adobe.com

Besonders bekannt ist Aloe vera dank ihrer heilsamen Kräfte. Das in den Blättern verborgene Fruchtfleisch gilt zudem als pflegender Inhaltsstoff und wird daher gerne in zahlreichen Beauty-Produkten eingesetzt. Zu Hause ist die Pflanze, die einst als exotischer Hingucker galt, ganz einfach zu kultivieren und daher auch eine äußerst beliebte Zimmerpflanze. Wir erläutern, wie es geht.

Wie lässt sich Aloe vera vermehren?

Die Vermehrung der Aloe vera Pflanze ist auf unterschiedliche Weise möglich:

  • Abtrennen der Wurzelausläufer (Kindel)
  • Aussaat von Samen
  • Vermehrung über die Blätter

Da die Blätter der Aloe vera Pflanze zu Hause meist zur Zubereitung von natürlichen Pflegemitteln und anderen Dingen verwendet werden, ist eine Vermehrung immer empfehlenswert. Aufgrund der einfachen Vorgehensweise ist somit immer ein Nachschub gesichert.

Wir beschränken uns nachfolgend auf die Vermehrung durch Kindel, die anderen Methoden sollten an dieser Stelle jedoch trotzdem erwähnt werden.

Die richtige Vorbereitung

Ganz gleich, auf welche Weise man Aloe vera vermehrt, die Vorbereitung spielt immer eine große Rolle. Entscheidend sind dabei die folgenden Punkte:

Vermehrungszeitpunkt: Frühjahr oder Herbst
Standort: hell und sonnig
Gefäß: sollte groß genug sein
Bodenfeuchtigkeit: sollte gleichmäßig gehalten werden
Düngung: im Frühjahr mit einem Kakteen- oder Sukkulentendünger erlaubt

Besonders bei der Düngung ist es wichtig, den Vermehrungszeitpunkt zu berücksichtigen. Wird die Aloe vera im Frühjahr vermehrt, ist es durchaus in Ordnung, sie zu düngen. Im Winter dagegen sollte auf eine Düngung verzichtet werden.

Vermehrung durch Kindel

Die Ableger der Aloe vera Pflanze werden auch als Kindel bezeichnet. Sie trennt man von der Mutterpflanze ab und pflanzt sie neu ein.

Der ideale Zeitpunkt für dieses Vorhaben ist immer dann gegeben, wenn man die Aloe vera Pflanze im Frühjahr oder Winter umtopft. Denn dabei werden auch gleichzeitig die Kindel freigelegt, die sich unterhalb der Erdoberfläche gebildet haben. Diese sollten auch nur abgenommen werden, wenn sie bereits eigene Wurzeln entwickeln. Oftmals fallen geeignete Seitenrosetten schon bei der Entfernung des alten Substrats ab und müssen nicht abgetrennt werden.

Ist die Wurzel mit weiteren Kindeln besetzt, die reif zum Abnehmen sind, werden diese vorsichtig mit den Fingern abgenommen. Hierbei sollten auf keinen Fall andere Wurzeln abgerissen oder beschädigt werden.

Die Mutterpflanze wird dann, wie gewohnt, in frische Erde gesetzt. Mit den Kindeln geht man im Anschluss wie folgt vor:

  • Zunächst sollte die Stelle, wo das Kindel abgebrochen oder abgetrennt worden ist, trocknen. Dies verhindert eine spätere Fäulnis in der Erde.
  • Sind die Bruchstellen getrocknet, können die Kindel nun in eine sandige Erde gesetzt werden. Hierfür geeignet ist auch eine spezielle Kakteen- und Sukkulentenerde, die im Fachhandel erhältlich ist.
  • Um die Wurzelbildung zu fördern, kann man die Töpfe auch in ein kleines Gewächshaus stellen.
  • Gegossen wird erst nach einer Woche. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, dass die Pflanze nicht zu nass wird. Gegeben wird immer nur so viel Wasser, dass die Erde leicht feucht bleibt und nicht austrocknet.

Im Anschluss kann die Pflanze ganz einfach gepflegt werden, wie man es bei der Aloe vera gewohnt ist.

Gartentipp des Tages!

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

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