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Alokasie pflegen – Hinweise zum Gießen, Düngen, Schneiden und Überwintern

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Alokasien sind wahrlich aparte Erscheinungen, die so einiges an Pflege benötigen. Doch keine Angst, so schwer ist es nun auch nicht eine Alokasie zu pflegen.

Alokasie pflegen
© arayabandit – Fotolia.com

Das Pfeilblatt kommt in etwa 70 unterschiedlichen Arten vor und besticht durch sein außergewöhnliches Blattwerk. In ihrer Wildform stammt die Pflanze von den Philippinen. Dies lässt bereits erahnen, dass die Pflege keine einfache Aufgabe ist und die Alokasie durchaus ihre Ansprüche stellt. Haben Sie die Alokasie richtig gepflanzt (Anleitung Alokasie pflanzen) und halten Sie sich außerdem an die folgenden Tipps und Hinweise, werden sich die aparten Pflanzen bei Ihnen wohlfühlen und vielleicht sogar ihre für Aronstabgewächse typischen kolbenartigen Blüten ausbilden.

Einige Alokasie-Arten vorgestellt

Insgesamt existieren mehr als 70 unterschiedliche Alokasie-Arten. Die Tropenpflanzen besitzen allesamt außergewöhnliche Blätter und Blattzeichnungen. Im Hinblick auf die Pflege gibt es unter den einzelnen Vertretern der Pflanzengattung keine Unterschiede.

❍ Alocasia sanderiana:

Dies ist wohl der bekannteste Vertreter unter den Alokasien. Der auffallende, metallische Blattglanz und die weiß geränderten Blätter haben Alocasia sanderiana zu einer beliebten Zimmerpflanze gemacht. Auffallend sind die kurzen Triebe, welche von den großen, überladenen Blättern dominiert werden. Die Pflanze wird auch als „Schönheit der Philippinen“ bezeichnet und kommt in unterschiedlichen Unterarten mit Abweichungen in der Blattfarbe vor.

❍ Alocasia Iowii:

Diese Art stammt aus Borneo und besitzt sattgrüne Blätter. Die olivgrünen Blätter können bis zu 40 Zentimeter lang werden. Alocasia Iowii benötigt viel Licht und Temperaturen um 23 Grad. Achten Sie auf eine hohe Luftfeuchtigkeit und gießen Sie mäßig aber regelmäßig mit Regenwasser.

❍ Alocasia macrorrhizos:

Bis zu zwei Meter kann das Riesenblättrige Pfeilblatt in die Höhe wachsen. Schon allein durch die Größe lässt diese Alokasien-Art Parallelen zu Palmen erkennen. Nicht umsonst nennt man diese Pflanzenart Elefantenohr. Die Blätter können stattliche Ausmaße annehmen und einen Durchmesser von etwa einem Meter erreichen. Alocasia macrorrhizos besitzt übrigens die größten bekannten in der Pflanzenwelt vorkommenden einzelnen Blätter.

So pflegen Sie die Alokasie richtig

Alokasie gießen:

Die Pflanzen müssen gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden. Dabei gilt es, einen für die Pflanzen gesunden Mittelweg zu finden. Die Alokasie darf nicht austrocknen, verträgt aber auch keine Staunässe. Überschüssiges Wasser sollten Sie aus dem Untersetzer sofort abgießen. Beginnen die Wurzeln zu faulen, sind die Pflanzen meist nicht mehr zu retten. In den Wintermonaten müssen Sie sparsamer bewässern. Der Boden darf jedoch niemals vollständig austrocknen.

Tipp: Gießen Sie bevorzugt mit Regenwasser. Alternativ können Sie auch Mineralwasser verwenden. Kalkhaltiges Leitungswasser ist dagegen weniger geeignet.

Halten Sie die Pflanze in Hydrokultur, ist die inkludierte Wasserstandsanzeige Ihr Maßstab. Es genügt in der Regel, einmal pro Woche zu bewässern. Sie können eigentlich nichts verkehrt machen und bekommen den Wasserstand angezeigt. Im Winter wird auch hier weniger gegossen. Eine etwa 14-tägige Bewässerung dürfte ausreichen.

Tropenklima herstellen:

Damit die Alokasie optimal gedeiht, benötigt die Pflanze eine gleichbleibend hohe Luftfeuchtigkeit. Dies erreichen Sie durch regelmäßiges Besprühen mit Regenwasser. Von Vorteil ist es auch, wenn Sie die Pflanzen in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen. Das Pflanzgefäß darf aber nicht direkt im Wasser stehen. Platzieren Sie das Pflanzgefäß daher auf Kieselsteine.

Tropenklima entwickelt sich übrigens wie von selbst, wenn Sie die Pflanzen in einem geschlossenen Blumenfenster aufstellen.

Alokasie düngen:

Alokasien besitzen keinen übermäßig hohen Nährstoffbedarf. Um die Wuchsfreude und Vitalität der Pflanzen zu unterstützen, können zwischen April und September einzelne Düngergaben erfolgen. Düngen Sie etwa alle sechs Wochen mit handelsüblichem Flüssigdünger oder mit Düngerstäbchen. Wer Langzeitdünger verwendet, kann diesen im Frühling anwenden. Außerhalb der Hauptwachstumszeit, zwischen Oktober und Februar, werden die Pflanzen nicht gedüngt. Alokasien benötigen im ersten Jahr nach der Anschaffung übrigens überhaupt keinen Dünger.

Alokasie schneiden:

Ein Schnitt ist nicht erforderlich und auch nicht erwünscht. Wer durch die Kappung der aufrechten Triebe einen verzweigten Wuchs erreichen möchte, wird meist enttäuscht. Gelbe und unansehnlich gewordene Blätter können Sie natürlich jederzeit entfernen. Diese sind nicht nur wenig attraktiv, sie rauben der Pflanze auch unnötige Energiereserven.

Alokasie überwintern:

Ab September legt die Pflanze eine Wachstumspause ein und fällt in eine Art Winterruhe. Während dieser Zeit ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte beizubehalten, das Gießen sollten Sie allerdings reduzieren, da die Pflanzen während der Winterruhe einen niedrigeren Nährstoffbedarf besitzen. Außerdem besteht aufgrund eines falschen Gießverhaltens vor allem im Winter die Gefahr von Staunässe.

Das Thermometer sollte auch im Winter nicht unter 15 Grad abfallen. Toleriert werden auch ganzjährlich Temperaturen um 20 Grad, so dass die Pflanzen ihren Platz am Blumenfenster im Winter nicht zwangsläufig räumen müssen.


Foto1: © arayabandit - Fotolia.com

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