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Zauberglöckchen – So pflanzen und pflegen Sie die Minipetunie

Wer Petunien mag, wird das Zauberglöckchen lieben. Denn dabei handelt es sich um eine Mini-Variante der Petunie, die obendrein besonders pflegeleicht ist.

Zauberglöckchen
Zauberglöckchen können als Balkon- oder Beetpflanze verwendet werden – © V. J. Matthew / stock.adobe.com

Das Zauberglöckchen, welches man im Lateinischen als „Calibrachoa x Hybrida“ bezeichnet, wird besonders gerne als Balkon- oder Beetpflanze verwendet und erinnert in Bezug auf seine Optik an Petunien. Es ist nur sehr viel kleiner geraten und stammt aus einer eigenen Gattung.

Herkunft

Seine Wurzeln hat das Zauberglöckchen in Südamerika und es gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Das hübsche Gewächs wird übrigens auch als Calibrachoa, Million Bells oder Minipetunie bezeichnet.

Seine Blütezeit liegt zwischen April und Oktober. Während dieser Zeit entfaltet das Zauberglöckchen seine hübschen Blüten, die von unterschiedlicher Farbe sein können. Es gibt sie in pink, rosa, lila, gelb, weiß, orange und blau. Besondere Züchtungen weisen sogar zwei Farben gleichzeitig auf.

Kurzer Steckbrief zum Zauberglöckchen

Zauberglöckchen (Calibrachoa-Hybriden)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Wuchshöhe: ca. 40 bis 60 cm
Wuchsbreite: ca. 20 bis 30 cm
Boden: kiesiger bis lehmiger Boden
Standort: warm und sonnig, sowie Halbschatten
Verwendung: Ampelpflanze, Bodendecker, Friedhofsbepflanzung, Kübelpflanze

Standort und Boden

Für das Zauberglöckchen ist es wichtig, dass der Boden eine lehmige Beschaffenheit besitzt. Kies ist immer von Vorteil. Ein hoher Humusanteil verbessert die Voraussetzungen für die Pflanze ebenfalls. Lediglich Kalk verträgt sie nicht so gut. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6 liegen.

Die Pflanze sollte direkt in der Sonne eingepflanzt werden. Mit Halbschatten kommt sie jedoch auch relativ gut zurecht. Denn selbst, wenn sie die Sonne schätzt, zu heiße Temperaturen bekommen ihr auf Dauer nicht.

So wird das Zauberglöckchen richtig gepflegt

Zauberglöckchen
Das Zauberglöckchen gibt es in vielen verschiedenen Farben – © AnnaReinert / stock.adobe.com

Das Zauberglöckchen ist relativ pflegeleicht, sofern Sie bei der Pflege ein paar Richtlinien beachten. Mit dazu gehört:

❍ Gießen:

Die Pflanze wird am besten mit Regenwasser gegossen, da dieses kalkarm ist. Staunässe mag sie jedoch nicht. Sofern Sie das Zauberglöckchen also auf dem Balkon in einen Kübel setzen oder als Ampel aufhängen, sollte überschüssiges Wasser ablaufen können.

Der Boden sollte nicht zu nass, aber auch nicht zu trocken sein. Die beste Wässerungszeit fällt auf den Morgen, denn dann kann die Pflanze noch alle Nährstoffe gut aufnehmen. Somit ist sie auch bestens für die Mittagshitze gerüstet. Als Hilfe kommen außerdem Wasserspeicherkästen in Frage, aus denen sich die Pflanze Wasser nehmen kann, wenn sie es benötigt.

❍ Düngen:

Neben dem regelmäßigen Gießen ist es sinnvoll, wenn das Zauberglöckchen hin und wieder gedüngt wird. Hierfür nutzen Sie am besten einen Langzeitdünger. Oder aber Sie verabreichen wöchentlich einen Flüssigdünger, den Sie zuvor mit dem Gießwasser vermischt haben. Vorteil: Die Pflanze kann mit demselben Spezialdünger behandelt werden wie Petunien.

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❍ Ausputzen und Rückschnitt:

Auf das sogenannte Ausputzen (die regelmäßige Entfernung der abgefallenen Blüten) können Sie verzichten. Denn diese werden einfach von neuen Blüten überwachsen und fallen somit nicht auf. Allerdings sollte alle drei bis vier Wochen ein Rückschnitt erfolgen, da sich das Zauberglöckchen sonst zu stark verzweigt.

❍ Überwintern:

Eine Überwinterung der Pflanze ist nicht möglich, da sie nur einjährig wächst und blüht.

Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

➮ Mögliche Schädlinge:

Generell gilt das Zauberglöckchen als relativ widerstandsfähig, was seine Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten angeht. Trotzdem kann es hin und wieder vorkommen, dass es von der Weißen Fliege oder Blattläusen befallen wird. Die natürlichen Fressfeinde sind Schlupfwespen und Marienkäfer. Die Schädlingsbekämpfung kann aber auch mit der Hilfe von Gelbtafeln erfolgen oder indem Sie die Pflanze nach der Erkennung eines Befalls ordentlich abbrausen.

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Ein Problem im Beet sind außerdem Schnecken. Daher ist es empfehlenswert die Pflanze regelmäßig auf Schnecken abzusuchen und diese abzusammeln. Aber auch Schneckenbarrieren können weiterhelfen.

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➮ Mögliche Krankheiten:

In Bezug auf Krankheiten sollten Sie vor allem auf den Boden achten. Denn entsteht hier Staunässe, ist das Potenzial für die Entwicklung von Wurzelfäule gegeben.

Gelangt zu viel Kalk in die Erde, werden die Blätter heller und es entsteht ein Eisenmangel. Der für Petunien erhältliche Spezialdünger leistet eine gewisse Vorsorge, damit kein Mangel entsteht.

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