Lenzrosen beginnen bereits im Februar damit, den Garten in Frühlingsstimmung zu versetzen. Wir erklären hier, wie Sie Lenzrosen richtig pflanzen, pflegen und vermehren.

Lenzrose
Die Lenzrose ist auch unter dem Namen Orientalischer Nieswurz bekannt – © Natalia Greeske / stock.adobe.com

Die Lenzrosen gibt es als wilde Rosen und als Orientalis-Hybriden. Diese wurden über die Jahrhunderte hinweg gezüchtet. Sie sind immergrüne Pflanzen, die gerne im Garten eingesetzt werden, da sie wenig Pflege benötigen und schon früh mit der Blüte beginnen. Als winterharte Gattungen müssen sie zudem nicht umfangreich vor der Kälte geschützt werden.

Herkunft der Lenzrose

Bei den Lenzrosen ist zwischen den wilden Lenzrosen und den Hybriden zu unterscheiden. Die wilden Lenzrosen stammen aus Vorderasien. Zu finden sind sie an den verschiedensten Stellen in der Natur und haben sich bis zum Kaukasus und über die Türkei ausgebreitet.

Bekannt ist die Lenzrose unter anderem unter dem Namen „Orientalischer Nieswurz“ oder auch als Christrose des Frühlings. Die in Deutschland auftretenden Varianten sind in der Regel keine wilden Vertreter mehr, sondern gehören alle zu den Hybriden. Die mehrjährigen Pflanzen sind robust und können verschiedene Farben bei den Blüten aufweisen.

Lenzrose (Helleborus orientalis)
Wuchs: Staude
Wuchshöhe: bis 50 cm
Wuchsbreite: bis 60 cm
Blüte: Februar bis April
Standort: Halbschatten
Boden: sandig, lehmig
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Standort und Umgebung für die Lenzrose

Wenn eine Lenzrose erst einmal gesetzt ist, breitet sie sich selbst aus. Dafür ist es jedoch notwendig, den passenden Standort zu finden. Sie fühlen sich besonders dort wohl, wo nur Halbschatten zu finden ist. Gute Stellen sind unter Sträuchern und Bäumen, die das Laub im Winter abwerfen. Hier sind die Lenzrosen gut geschützt, bekommen aber auch ausreichend Licht, damit sie wachsen und blühen können.

Grundsätzlich können Lenzrosen auch an einem sonnigen Standort eingebracht werden. Allerdings ist dann darauf zu achten, dass hier immer ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht. Der Boden sollte möglichst durchlässig und reich an Lehm sein. Der Kalkgehalt darf gerne höher sein.

So werden Lenzrosen richtig gepflanzt

Ideal sind die Pflanzungen der Lenzrosen dann, wenn die Blüte vorbei ist. Die Blütezeit endet im April. Die folgenden Schritte sind dann wichtig:

  1. Erde auflockern.
  2. Bodenloch in doppelter Größe des Ballens ausheben.
  3. Zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von 15 cm einhalten.
  4. Gartenkompost in sandige Böden geben, um die Grundlage zu verbessern.
  5. Pflanzen einsetzen und die Ballen mit Erde bedecken.
  6. Zum Schutz der eingesetzten Pflanzen eine Mulchschicht auftragen.

Tipp:
Besonders schön sieht die Bepflanzung aus, wenn mehrere Lenzrosen in verschiedenen Farben gesetzt werden. Außerdem: Lenzrosen sind sehr vielseitig, wenn es um ihre Pflanzpartner geht. Sowohl Stauden als auch Zwiebelblumen machen sich gut in der Nachbarschaft.

Die richtige Pflege der Lenzrosen

Weiße Lenzrosen
Lenzrosen sind sehr robust – © Tatiana / stock.adobe.com

Lenzrosen – vor allem die Hybriden – sind sehr robust und bringen eine hohe Langlebigkeit mit. Allerdings brauchen sie dennoch etwas Pflege. Grundsätzlich können sie im Halbschatten sehr gut mit einer Trockenheit über mehrere Tage umgehen. Das wirkt sich aber schnell auf den Blütenansatz aus. Besser ist es daher, auf eine gleichmäßige Feuchte zu achten.

Als Dünger ist sehr gut Kompost geeignet. Dieser wird über der Erde verteilt. Wurde die Lenzrosen in einen eher sandigen Boden gesetzt, kann es hilfreich sein, Algenkalk im Herbst zu verstreuen.

So können Sie Lenzrosen vermehren

Normalerweise verbreiten Lenzrosen sich sehr gut selbst. Da es sich um langlebige Pflanzen handelt, die über mehrere Jahre blühen und wachsen, ist eine Teilung oft nur dann gefragt, wenn sie noch an anderen Stellen gesetzt oder weitergegeben werden sollen. Gehen Sie dann wie folgt vor:

❍ Teilung:

Ist die Blüte abgeschlossen, können Sie schon mit der Teilung beginnen. Dafür ist es notwendig, die gesamten Stauden auszugraben.

❍ Aussaat:

Einfacher ist die Vermehrung über die Aussaat. Sobald die Früchte langsam eine grüne Farbe bekommen, sollten sie abgenommen werden. Sie lassen sich dann besonders einfach öffnen und die Samen entnehmen. Bevor die Samen in die Erde gesetzt werden, ist jedoch eine gute Trocknung wichtig. Die Anzucht gelingt hierbei vor allem in Töpfen gut.

Mögliche Schädlinge und Krankheiten

Grundsätzlich sind die Lenzrosen sehr stabile Pflanzen, die wenig Befall an Krankheiten und Schädlingen aufzeigen. Häufiger zu erkennen ist die Schwarzfleckenkrankheit, die vor allem an den Blättern auftritt. Es handelt sich dabei um einen Befall mit Pilzen. Betroffene Blätter sollten sofort entfernt werden. Dadurch wird verhindert, dass die Pilze auf die jüngeren Blätter übergehen.

Teilweise ist es auch möglich, dem Befall vorzubeugen. Im Herbst ist z.B. eine regelmäßig Kontrolle der Lenzrosen zu empfehlen. Sehr große und schon ältere Blätter werden dann vorsorglich entfernt, da sie besonders anfällig für die Pilze sind.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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