Barfußlaufen ist gesund. Warum also nicht einen Barfußpfad im Garten anlegen und Ihrem Körper so etwas Gutes tun? Ich verrate Ihnen hier, wie es geht.

Ein Barfußpfad ist nicht nur optisch ein kleines Highlight im Garten, er lädt auch dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu genießen. Einen Barfußpfad zu bauen, ist somit perfekt, wenn Sie einen Sinnesgarten anlegen möchten. So können Sie Ihrem Körper auf jeden Fall etwas Gutes tun. Schließlich bietet ein Barfußpfad gleich mehrere Vorteile. Welche das sind und wie Sie einen derartigen Pfad im Garten selbst anlegen können, erkläre ich Ihnen nachfolgend etwas genauer.

Was versteht man unter einem Barfußpfad?

Sicherlich haben Sie einen Barfußpfad schon einmal im Wald gesehen. Schließlich findet man besonders dort die perfekten Materialien dafür. Denn ein Barfußpfad ist ein speziell angelegter Weg, der dazu dient, barfuß darauf zu gehen und dabei die unterschiedlichsten Materialien und Untergründe direkt mit den Füßen zu erleben. Der Sinn dahinter ist, die Sinneswahrnehmungen zu schärfen, die Gesundheit zu fördern und auch eine Verbindung zur Natur herzustellen.

Welche Vorteile bietet ein Barfußpfad?

Barfußpfad selbst gemacht - Anleitung & Tipps
Ein Barfußpfad schult unter anderem das Gleichgewicht – © ventura / stock.adobe.com

Ein Barfußpfad ist nicht nur ein Hingucker im Garten und macht Besucher neugierig, er hat auch viele positive Effekte auf den Körper. Zum einen werden beim Barfußlaufen auf unterschiedlichen Untergründen die Fußsohlen massiert, die Fußmuskulatur gestärkt und die Durchblutung gefördert. Dies wiederum kann auch das Immunsystem stärken. Zum anderen wird durch die unterschiedlichen Texturen und Temperaturen der Materialien die kognitive Entwicklung, besonders bei Kindern, gefördert. Gerade kleine Kinder lernen auf dem Barfußpfad auch bestens, das Gleichgewicht auf den unregelmäßigen Untergründen zu halten. Erwachsene wiederum können durch das Laufen auf einem Barfußpfad Stress abbauen und Anspannung reduzieren.

Nicht zuletzt bietet ein Barfußpfad natürlich auch Spaß und Freude für Groß und Klein. Denn gerade Kinder lieben es, barfuß zu laufen und zu experimentieren. Somit kann ein Barfußpfad auch ein Erlebnis für die ganze Familie sein und eignet sich demnach auch gut, wenn Sie einen naturnahen Spielplatz im Garten anlegen möchten.

Wer kam auf die Idee?

Schon seit Jahrhunderten nutzen Menschen die heilenden Kräfte der Erde. Moderne Barfußpfade, wie wir sie kennen, haben ihre Wurzeln jedoch in der Kneipp-Therapie, die im 19. Jahrhundert von Sebastian Anton Kneipp entwickelt wurde. Er war es, der die gesundheitlichen Vorteile des Barfußgehens auf verschiedenen natürlichen Untergründen erkannte und es zu einem zentralen Bestandteil seiner natürlichen Heilmethoden machte. Vielleicht haben Sie ja schon mal etwas von der Kneipp-Medizin oder dem sogenannten Wassertreten gehört. Sebastian Kneipp galt nämlich als sogenannter „Wasserdoktor“, weil er über 120 Wasseranwendungen entwickelte.

Doch nun genug zur Theorie. Kommen wir zur Praxis. Denn jetzt verrate ich Ihnen, wie Sie einen Barfußpfad selbst anlegen können.

Vorbereitungen für den Barfußpfad

Barfußpfad selbst gemacht - Anleitung & Tipps
Wählen Sie unterschiedliche, natürliche Materialien aus – © Juergen Wiesler / stock.adobe.com

Bevor Sie mit dem Anlegen des Pfades beginnen, sollten Sie einige Vorkehrungen treffen. Hier ein paar Punkte dazu:

Standortwahl:

Überlegen Sie zunächst, wo Sie den Barfußpfad anlegen möchten. Suchen Sie dazu einen geeigneten Platz im Garten aus, der sowohl sonnige als auch schattige Bereiche bietet, damit Sie später besser Temperaturunterschiede mit den Füßen erfühlen können.

Länge und Verlauf:

Entscheiden Sie dann, wie lang der Pfad werden und ob er gerade verlaufen oder kurvige Abschnitte haben soll. Am besten fertigen Sie dazu einfach eine Skizze an. So sehen Sie, welche Variante gut an Ort und Stelle aussehen würde.

Je nach Länge des Barfußpfades können Sie jetzt auch schon entscheiden, wie viele Abschnitte dieser besitzen soll.

Materialbeschaffung:

Je nachdem, für wie viele Felder Sie sich entschieden haben, sollten Sie nun noch eine Liste mit den benötigten Materialien zusammenstellen. Besonders gut eignen sich zum Beispiel:

  • Ziegelsteine
  • Sand
  • Rinde/Rindenmulch
  • Tannenzapfen
  • Astscheiben
  • Stöcke
  • Steine in verschiedenen Größen

Anleitung für den Bau eines Barfußpfades

Um einen Barfußpfad im Garten anzulegen, haben Sie mehrere Möglichkeiten, wie Sie auf den Bildern sehen können. Ich erkläre Ihnen nachfolgend die Basics. Sie können Ihrer Kreativität natürlich aber jederzeit freien Lauf lassen.

Schritt 1 – Untergrund vorbereiten:

Zunächst einmal sollten Sie die Grasnarbe ein paar Zentimeter tief abtragen, damit sich die Materialien später nicht im Garten verteilen. Die Länge des Barfußpfades bestimmen Sie. Bei der Breite ist es jedoch sinnvoll auf 80 bis 100 cm zu setzen, damit der Pfad nicht zu schmal wird. Anschließend sollten Sie den Untergrund gut befestigen, indem Sie ihn etwas festtreten.

Schritt 2 – Gartenvlies auslegen:

Damit kein Unkraut durch den liebevoll angelegten Barfußpfad wächst, ist es sinnvoll den Untergrund mit Gartenvlies auszulegen.

Schritt 3 – Weg- und Materialfeldbegrenzung anlegen:

Damit der Pfad optisch besonders ansprechend aussieht, sollte er am besten eine Wegbegrenzung sowie Begrenzungen für die einzelnen Materialfelder erhalten. Besonders natürlich sehen dabei Materialien aus Holz (z.B. dünne Baumstämme) oder Stein (z.B. kleinere Feldsteine, Pflastersteine) aus.

Schritt 4 – Materialien einfüllen:

Nun müssen Sie nur noch die Materialien Ihrer Wahl in die einzelnen Felder einbringen. Beginnen Sie dabei am besten mit angenehmen Materialien wie Sand und Ziegelsteine und steigern Sie die Intensität „Schritt für Schritt“.

Schritt 5 – Wassertreten als Abschluss:

Wenn Sie Ihrem Barfußpfad einen optimalen Abschluss verpassen möchten, empfehle ich Ihnen am Ende einen Kübel mit Wasser aufzustellen. So können Sie die wohltuende Fußmassage mit Wassertreten nach Sebastian Kneipp abschließend. Das bringt Ihren Kreislauf in Schwung und sorgt gleich für mehr Wohlbefinden. Mehr dazu erfahren Sie unter www.kneippvisite.de.

Hier noch ein interessanter Beitrag dazu:

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Fazit

Wie Sie sehen, ist es ein wahres Kinderspiel, einen Barfußpfad im Garten selbst anzulegen. Sie benötigen dafür weder handwerkliches Geschick noch besonders viele Materialien. Die meisten finden Sie dafür sogar in der Natur. Also machen Sie daraus doch ein kleines Familienprojekt und legen Sie den Barfußpfad gemeinsam mit Ihren Kindern an. Das sorgt nicht nur für viel Spaß, Sie können so auch gemeinsam mit der ganzen Familie einen Wellness-Garten anlegen.

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Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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