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Baumwolle anbauen – So wird’s gemacht

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Baumwolle anbauen, das ist nicht gerade einfach. Wenn Sie es dennoch mal ausprobieren möchten, hier unsere Tipps, wie Sie Baumwolle selber anpflanzen können.

Baumwolle anbauen ist nicht einfach
Baumwolle anbauen ist nicht einfach

Die Wildform der Baumwolle – ein Malvengewächs – kommt aus rein tropischen Gefilden und wird nur selten einmal als Gartenpflanze bzw. Zimmerpflanze gehalten. Hingegen sind es die Kulturpflanzen, die heute stark verbreitet sind und auch in hiesigen Gartenmärkten angeboten werden.

Baumwolle ist eine einjährige Pflanze

Von der Baumwolle wird die Faser (Naturfaser), die sich innerhalb der Pflanzenkapsel entwickelt, seit Jahrhunderten schon zur Herstellung von Textilien verwendet. Weshalb die einjährige Baumwoll-Pflanze heute vielmals auf Feldern angebaut wird – industrieller Großanbau, vermehrt im asiatischen Raum. Sie können Baumwolle aber auch im eigenen Garten anpflanzen. Wir verraten Ihnen hier, wie es geht.

Anzucht

Einzelne Pflanzen können Sie problemlos im Gewächshaus und als Zimmerpflanzen (z.B. für den Wintergarten) züchten. Sie brauchen dafür lediglich möglichst frischen Baumwollsamen, den Sie in Anzuchterde aussäen müssen – z.B. in kleinen Töpfchen oder im Gewächshaus-Beet. Anschließend sollten Sie den Samen nur mit einer dünnen Erdschicht bedecken.

Die Anzucht der Baumwolle sollte bereits im Januar/Februar, auf jeden Fall bei einer hohen Raumtemperatur (ca. 21 bis 25 Grad), erfolgen. Weiterhin benötigt der frisch ausgesäte Samen eine gleichbleibende Feuchtigkeit – keine Nässe – um optimal keimen zu können.

Sobald die Keimlinge sichtbar gut angewachsen sind, können Sie diese entweder einzeln in Töpfe umpflanzen, oder aber in ein Gewächshaus-Beet einsetzen.

» Tipp:

Baumwoll-Setzlinge benötigen einen möglichst sandigen, trotzdem humusreichen Boden.

Pflege

Baumwollpflanze düngen:

Während die Pflanze ab dem Frühjahr in einem Innenraum (z.B. im Wintergarten, oder auf dem Fensterbrett) zumeist recht prachtvoll heranwächst, sollten Sie die Pflanze auch regelmäßig mit einem Volldünger düngen – ca. alle zwei bis vier Wochen 1 mal düngen – je nach Bedarf.

» Tipp:

Das Düngen (gleichermaßen mit organischem und mineralischem Dünger) darf dann ruhig bis in die Sommermonate andauern.

Baumwolle gießen:

Weiterhin benötigen Baumwollpflanzen sehr viel Feuchtigkeit, weshalb sie regelmäßig gegossen werden müssen. Staunässe müssen Sie dabei jedoch unbedingt vermeiden!

» Tipp:

Auch benötigt die Baumwolle mehr eine erhöhte Erdfeuchtigkeit, weniger eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. Denn die Baumwolle bevorzugt das trockene Klima deutlich.

Optimale Temperaturen:

Darüber hinaus braucht die Baumwolle dauerhaft viel Sonne und Wärme. Temperaturen um die 30 Grad sind gerade in den Sommermonaten optimal – dann kann die Baumwollpflanze gerne auch im Freiland ihren Platz finden. Insofern dort bei Nacht die Temperaturen nicht allzu sehr herabsinken.

Nach der zartgelben Baumwoll-Blüte (ca. Mai bis September) bilden sich grüne Kapseln am Stock, die wiederum ca. 8 Wochen später aufspringen und die weiße Baumwollfaser sichtbar werden lassen. Aufgrund dieses Naturschauspiels gilt die Baumwoll-Pflanze als ein ganzjährig beliebter Hingucker.

Schädlinge bekämpfen:

Leider kann die Baumwollpflanze auch von Schädlingen befallen werden:

  • Blattläuse – Pflanze mit Blattlausmittel ohne Gift besprühen
  • Spinnmilben – vorbeugend Pflanzenschutzstäbchen in die Erde stecken
  • weiße Fliegen – Pflanze an einen luftigen Platz stellen

Foto1: © tobias kromke - Fotolia.com, Foto2: © M. Schuppich - Fotolia.com, Foto3: © LianeM - Fotolia.com, Foto4: © ArVis - Fotolia.com

1 KOMMENTAR

  1. Sehr schöner und informativer Artikel. Damit kann man doch noch einiges dazulernen. Ich wusste gar nicht wie das Anbauen von Baumwolle wirklich richtig gemacht wird, aber so sind die einzelnen Schritte doch nachvollziehbar.

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