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Moschus Malve ‚Alba‘ – Pflanzen, Pflege und Rückschnitt

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Wer seinen Garten mit einem wohlig riechenden Gewächs verschönern möchte, ist mit der Moschus Malve ‚Alba‘ bestens beraten. Sie ist pflegeleicht und leicht anzupflanzen.

Moschus Malve
© Jolanta Mayerberg – Fotolia.com

Bei der Moschus Malve ‚Alba‘, die mit lateinischem/botanischem Namen Malva moschata ‚Alba‘ heißt, handelt es sich um eine traditionelle Heilpflanze, die Hobbygärtner mal mit ihren reinweißen und mal mit ihren rosa Blüten zu verzaubern weiß. Ob auf Insekten- oder Bienenweiden, auch dort kommt die attraktive Duftpflanze sehr gut zur Geltung. Wer seinen Garten nun mit diesem wohlig riechenden Gewächs verschönern möchte, kann nachfolgend viele wissenswerte Informationen von der Pflege bis hin zum erfolgreichen Überwintern der Pflanze einholen.

Steckbrief zur Moschus Malve ‚Alba‘

Die Moschus Malve ‚Alba‘ ist auch unter den Namen Abelmoschus, Moschusmalve und Indische Hibiskus-Malve bekannt. Wie es der Name bereits verrät, gehört sie zu der Familie der Malvengewächse. Das krautartige Gewächs bringt es auf Wuchshöhen zwischen 20 und 60 Zentimeter und jeder Blütenstand verfügt über ein bis drei Blüten, denen man einen moschusartigen Geruch nachsagt. Die Blüten haben entweder eine weiße oder eine weiß-rosafarbene Färbung und sind ca. 2 bis 2,5 Zentimeter groß. Die Pflanze, die circa von Juni bis Oktober blüht, vermehrt sich durch die Insekten- oder Selbstbestäubung.

In Europa ist die Moschus Malve ‚Alba‘ recht weit verbreitet. In den Allgäuer Alpen ist sie in freier Natur sogar auf Höhen von 1.350 Metern anzutreffen. Auch auf Weinbergen sowie an Ackerrädern ist die Moschus Malve immer wieder anzutreffen. Da die Pflanze nicht nur in Deutschland, sondern auch international ungeschützt ist, kann sie am Wegesrand für einen frischen Strauß Wildblumen gepflückt werden.

Vor allem im Mittelmeerraum ist diese Malve schon seit der Antike als Heilpflanze im Einsatz. Sie wurde damals fast als eine Art Universalheilmittel angesehen. Selbst Milchvieh wurde mit der Moschus Malve gefüttert, um die Milchproduktion anzuregen und so einen größeren Ertrag zu gewinnen.

Heilwirkung der Moschus Malve ‚Alba‘

Der Moschus Malve ‚Alba‘ sagt man eine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung nach, welche die Pflanze zum Beispiel bei der Behandlung von Husten entfalten kann. Doch auch die folgenden Anwendungsbereiche sind durchaus denkbar:

  • zur Behandlung von Altersflecken
  • als Abführmittel
  • bei Angina
  • bei Darmentzündungen
  • zur Behandlung verschiedener Frauenleiden
  • bei Halsentzündungen
  • bei Wunden
  • zur Behandlung von Magenentzündungen

Neben der reizmildernden und wundheilenden Wirkung, wird der Moschus Malve auch die folgende Heilwirkung nachgesagt:

  • schleimlösend
  • lindernd
  • hustenstillend
  • harntreibend
  • adstringierend
  • milchsekretionsanregend

Um die Moschus Malve als Heilpflanze zu verwenden, können Sie die jungen Triebe im Frühling und Sommer einsammeln. Das blühende Kraut und die Blüten lassen sich hingegen nur im Sommer sehr gut sammeln, während sich der Herbst für das Sammeln der Samen sowie für die Entnahme der Wurzeln anbietet.

Das getrocknete Kraut der Moschus Malve können Sie zum Beispiel als Tee zubereiten. Dieser Tee bietet sich dann zur Behandlung von Husten sowie Magen-Darm-Reizungen an. Bei Entzündungen des Rachen- und Mundraums können Sie den Tee aus den pflanzlichen Bestandteilen der Moschus Malve zudem prima zum Gurgeln verwenden. Auf die folgenden Arten und Weisen können Sie die traditionelle Heilpflanze ebenso verwenden:

  • als Gemüse (Zubereitung der Blätter wie Spinat als gesunde, schmackhafte Beilage)
  • für Umschläge aus Pflanzenbrei
  • als Salbe (das Kraut dazu in Butter kochen)
  • als Wurzelsud

Vor allem im arabischen Raum wird eine Hühnersuppe, die mit den Blättern der Moschus Malve gewürzt wird, bis heute regelmäßig serviert. Die Samenkapseln der Moschus Malve lassen sich bei Bedarf sogar sauer einlegen. Dazu sollten sie allerdings noch nicht reif sein. Anschließend können die eingelegten Malvenkapseln wie eine Art Kapern verzehrt werden.

Der perfekte Standort für die Moschus Malve ‚Alba‘

Salz sowie Schwermetalle mag die Moschus Malve gar nicht. Daher sollte das Erdreich für diese Pflanze möglichst reich an Nährstoffen und gleichzeitig nicht zu trocken sein. Zu feuchte Böden sind ebenfalls nicht erwünscht. Viel direktes Licht sorgt hingegen dafür, dass die Moschus Malve sehr gut wächst. Wenn der Boden möglichst arm an Kalk ist, begrüßt die Moschus Malve dies ebenso. Ein sandiger, durchlässiger Boden ist ideal.

Den korrekten Pflanzabstand einhalten

Die ausdauernde Staude ist von einem buschig verzweigten, horstigen und aufrechten Wuchs gekennzeichnet und kann eine Wuchsbreite von 50 bis 60 Zentimetern erreichen. Während die Pflanze vom Frühjahr bis in den Herbst hinein im eigenen Garten angepflanzt werden kann, gilt es den korrekten Pflanzabstand unbedingt einzuhalten. Dieser entspricht der Wuchsbreite der Pflanze und beläuft sich daher auf 50 bis 60 Zentimeter. Das wiederum bedeutet, dass auf einer Fläche von einem Quadratmeter zwischen drei und fünf Moschus Malven angepflanzt werden können.

Noch dazu handelt es sich bei der Moschus Malve um ein recht filigranes Kraut. Gerade bei sehr ausgeprägten Winden kann es daher durchaus passieren, dass einige Bestandteile der Pflanze abknicken. Um dies zu vermeiden, ist die Pflanze sehr dankbar, wenn Sie sie mit entsprechenden Stützen ausstatten, die zusätzlichen Halt versprechen. Alternativ dazu können Sie die Moschus Malve natürlich auch an einem ausreichend windgeschützten und gleichzeitig sonnigen Ort anpflanzen.

Neben welchen Pflanzen macht sich die Moschus Malve ‚Alba‘ sehr gut?

Moschus Malve kombiniert mit blauem Rittersporn
Moschus Malve kombiniert mit blauem Rittersporn © ksi – Fotolia.com
Die Moschus Malve ‚Alba‘ ist nicht nur ein recht pflegeleichtes Gewächs, sondern verträgt sich auch mit vielen anderen Pflanzen sehr gut. Mit den folgenden Pflanzen harmoniert sie besonders gut in einem ansprechend gestalteten Gartenbeet:

Somit passt die Moschus Malve ‚Alba‘ zu den verschiedensten Gartenarten, wobei sie in einem naturnahen Garten, aber auch in einem Bauerngarten sowie in einem Kräutergarten perfekt zur Geltung kommt. Nicht nur in einem verträumt romantischen Garten, sondern auch in den folgenden Gärten sowie an den nachfolgenden Standorten macht sich die Pflanze hervorragend:

  • Cottage-Garten
  • Kiesgarten
  • mediterraner Garten
  • Steppen- und Präriegarten
  • Gehölzränder mit ausreichend Sonne
  • auf einer Blumenwiese
  • im Blumen- oder Staudenbeet

So pflegen Sie die Moschus Malve ‚Alba‘ richtig

Moschusmalve
© olyasolodenko – Fotolia.com

❍ Gießen:

Die Sommerblume darf nach Möglichkeit nicht austrocknen und sollte daher in regelmäßigen Abständen gegossen werden. Das gilt vor allem dann, wenn es im Sommer zu länger anhaltenden Trockenperioden kommt. Übermäßige Feuchte müssen Sie im gleichen Atemzug jedoch unbedingt vermeiden, da Staunässe der Moschus Malve ‚Alba‘ sonst erheblich schaden könnte. Gießen Sie das Gewächs am besten in den Morgen- oder Abendstunden.

❍ Düngen:

Es ist hingegen nicht erforderlich, die Moschus Malve ‚Alba‘ in regelmäßigen Abständen zu düngen. Vielmehr reicht es aus, wenn Sie die Pflanze zu Beginn ihrer Vegetationsperiode einmal düngen. Dabei greifen Sie am besten auf Kompost oder einen flüssigen Volldünger aus dem Fachhandel zurück.

Pflanzen Sie die Moschus Malve ‚Alba‘ jedoch im Topf an, so ist das regelmäßige Düngen sogar ein Muss. Ein flüssiger Dünger, der speziell für Blühpflanzen geeignet ist, bietet sich zum Beispiel am besten an, um diese Malven-Art mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

❍ Rückschnitt:

Bei der Moschusmalve ist grundsätzlich kein regelmäßiger Rückschnitt erforderlich. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie Triebe, die bereits verblüht sind, umgehend entfernen. Denn nur dann wird die Pflanze dazu angeregt neue Blüten zu bilden, so dass sich die Blütezeit insgesamt verlängert. Wünschen Sie, dass sich die Pflanze selbst aussät, so ist es besser, wenn Sie einige der alten Triebe nicht entfernen.

Sofern Sie einen Formschnitt aus rein ästhetischen Gründen durchführen möchten, so sollte dieser am besten im Herbst erfolgen. Sofern der Pflanze ein sehr harter Winter bevorsteht, ist es jedoch sinnvoll, wenn der Formschnitt erst im kommenden Frühling erfolgt. So kommt die Pflanze besser über den Winter, da das herunterhängende Laub die restliche Pflanze gut vor einem möglichen Frost schützt. Beim Formschnitt sollten Sie die Moschus Malve im Übrigen nicht um mehr als ein Drittel einkürzen.

❍ Überwinterung:

Bei der Moschus Malve ‚Alba‘ handelt es sich um eine extrem winterharte Pflanze. Es sind also keine weiteren Maßnahmen erforderlich, um das krautartige, wohlig duftenden Gewächs sicher über den Winter zu bringen. Lediglich der Formschnitt sollte bei harten Wintern, wie bereits angesprochen, besser nicht im Herbst erfolgen. Sofern Kahlfrost zu erwarten ist, können Sie die Moschus Malve bei Bedarf mit Tannenreisig ummanteln.

❍ Schädlinge und Krankheiten bekämpfen:

Malvenrost stellt ein großes Problem für die Moschusmalve dar. Dieser ist an braunen Flecken, die sich auf den Blättern der Pflanze sehr deutlich abzeichnen, zu erkennen. Leider ist Malvenrost sehr ansteckend und breitet sich daher schnell aus. Sofern ein Befall vorliegt, sollten Sie die betroffenen Teile der Moschus Malve sofort zurückschneiden und entsorgen, damit sich der Befall nicht auch noch auf die anderen Bestandteile der Pflanze ausbreiten kann. Die Behandlung der Pflanze mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalm ist ebenso denkbar. Hier eine Anleitung, wie Sie eine Brühe aus Ackerschachtelhalm selbst herstellen können. Erfahren Sie außerdem hier, wie Sie Malvenrost vorbeugen können.

So lässt sich die Moschus Malve ‚Alba‘ vermehren

Bei der Moschus Malve handelt es sich um eine Pflanze, die sich selbst sehr zuverlässig vermehrt. Dies geschieht mit Hilfe der Samen der Pflanze. Wenn Sie keine Selbstaussaat wünschen, können Sie die Blütenstände auch abschneiden und die Samen ernten. So können Sie die Pflanze dann direkt dort aussehen, wo Sie sie später gerne haben möchten. Aussäen können Sie die Samen im kommenden Frühjahr unter Glas. Wer hingegen die Direktaussaat im Beet wünscht, sollte damit besser noch bis zum April warten. Im Sommer können Sie aber auch Stecklinge entnehmen, um die Moschus Malve zu vermehren.


Foto1: © Jolanta Mayerberg - Fotolia.com, Foto2: © ksi - Fotolia.com, Foto3: © olyasolodenko - Fotolia.com

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