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Rittersporn pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

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Wenn Sie auf der Suche nach einer schönen Pflanze für Ihren Bauerngarten sind, dann können wir Ihnen den Rittersporn empfehlen. Wie Sie diesen pflanzen und pflegen sollten, lesen Sie hier.

Rittersporn gehört zur Gattung der Hahnenfußgewächse
Rittersporn gehört zur Gattung der Hahnenfußgewächse

Der blau blühende Rittersporn gehört zur Gattung der Hahnenfußgewächse und ist gerade in den Bauerngärten unseres Landes stark verbreitet. Die winterharte Pflanze wächst dabei durchschnittlich 120 bis zu 150 Zentimeter hoch (Pflanzabstand circa 1 Meter) und vermehrt sich durch Selbstaussaat, insofern die verblühten Rispen nicht allzu schnell von Gärtnerhand wieder entfernt werden.

Tipp:

Samen des Rittersporns immer nur lose auf der Erdoberfläche verteilen (eventuell leicht andrücken) und anschließend nicht mit Erde überdecken, da diese Pflanze lichtkeimend ist! Für die Selbstaussaat genügt es zudem, wenn immer nur zwei bis drei Rispen am Stock verbleiben, da die Pflanze in der Regel recht viele Samenkörner produziert.

Rittersporn pflanzen

Ein Rittersporn liebt ein stets sonniges Plätzchen mit lehmig-sandigem Boden. Wobei Sie den Boden alljährlich im Herbst ordentlich mit Humus anreichern sollten. Diesen immer gut in die Erde einarbeiten!

Tipp:

Ergänzen können Sie die herbstliche Humuszufuhr noch mit einer Kompostgabe im Frühjahr sowie einer Düngung mit Hornspänen nach der ersten und eventuell sogar nochmals nach der zweiten Blüte.

Wird die Staudenpflanze einmal zu groß, können Sie diese alljährlich im zeitigen Frühjahr auch durch eine vorsichtige Teilung mit einem Spaten an einem anderen Standort wieder einsetzen.

Rittersporn-Pflanzen gedeihen aber auch selbst in Kübel hervorragend gut. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass sich innerhalb der Gefäße keinerlei Staunässe bildet und bei Bedarf eine mehrfache Düngung während der Saison erfolgt.

Rittersporn pflegen

» Rückschnitt:

Zwischen Juni und Juli bietet der Rittersporn erstmals seine imposanten Blütenrispen dar. Nach der Blüte sollten Sie die Stängel auf circa 15 Zentimeter Höhe kürzen, um eine zweite Blütenphase zu gewährleisten, die sodann im Spätsommer erfolgt – witterungsabhängig, circa September bis Oktober.

Tipp:

Nachdem die Samen aus den Blüten ausgeworfen wurden, können Sie den Rittersporn im Herbst komplett bodennah kürzen. Die hohlen Stängel der Pflanze sollten Sie jedoch bei beiden Rückschnitten immer ein wenig schützen.

» Bewässerung:

An heißen Tagen und während längerer Trockenperioden muss der Rittersporn auch ausreichend bewässert werden – bei Bedarf sogar zweimal täglich. Unterstützen können Sie die Bewässerung des Rittersporns noch, indem Sie rund um die Pflanze entweder Rindenmulch ausbringen oder aber eine Beschattungsbepflanzung vornehmen, z.B. mit pflegeleichten Bodendeckern.

» Winterschutz:

Die eben genannten Varianten leisten zudem im Winter einen natürlichen Schutz. An extrem starken Frosttagen sollten Sie die zurückgeschnittene Staude aber trotzdem noch mit ein wenig Reisig abdecken.

Wenn Sie den Rittersporn in Kübel gepflanzt haben, dann sollten Sie diese im Winter an einem möglichst geschützten Standort unterbringen (auch im Freiland möglich, z.B. Terrassenunterstand), damit die Wurzeln darin nicht erfrieren.

» Schädlinge bekämpfen:

Als größter Feind des Rittersporns gilt die Schnecke, weshalb Sie am Besten von Zeit zu Zeit Schneckenkorn rund um die Pflanze verteilen (schon gleich im Frühjahr) bzw. alternativ dazu Schneckenfallen aufstellen sollten. (Linktipp: Schnecken vorbeugen – 3 Tipps)

Weiterhin sind im Gartenfachmarkt heute Zuchtformen des Rittersporns erhältlich, die mehltauresistent sind. Wollen Sie Mehltau an den Pflanzen weitgehend ausschließen, sollten Sie genau diese Sorten im Garten anbauen.


Foto1: © Marty Kropp - Fotolia.com

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