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Begonien überwintern – So schaffen es Topf- & Freilandbegonien gut durch den Winter

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Obwohl Sie Begonien jedes Jahr aufs Neue zum kleinen Preis kaufen können, lohnt es sich die Pflanzen zu überwintern. Das ist mit wenig Aufwand verbunden und spart Geld.

Begonien sind sehr frostempfindlich
Begonien sind sehr frostempfindlich
Wenn der Sommer zu Ende geht, wird es für die fleißig blühenden Begonien Zeit für den Winterschlaf. Begonien können grundsätzlich bis zum ersten Frost im Freien bleiben, doch dann beginnt die Ruhephase. Dann müssen Sie Ihre Topf- und Freilandbegonien auf den Winterschlaf vorbereiten. Kübel- und Kastenpflanzen überwintern dabei grundsätzlich im Gefäß. Bei Freilandbegonien müssen Sie die Knollen hingegen ausgraben und bis zum nächsten Frühjahr kühl und dunkel lagern.

Begonien im Topf überwintern

Wenn Sie Begonien als Balkon- oder Kübelpflanzen halten, bleiben die Pflanzen den Winter über im Topf. Eine Ausnahme bilden die einjährigen Eisbegonien, von denen Sie sich nach dem Sommer leider verabschieden müssen. Knollenbegonien überstehen dagegen die Ruhezeit gut und treiben in der nächsten Saison wieder aus.

➜ Gehen Sie so vor:

❶ Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile und tote Blätter und kürzen Sie die Triebe dann auf etwa acht bis zehn Zentimeter ein. Der beste Platz zum Überwintern ist an einem kühlen, gut belüfteten Ort.

❷ Während der Winterruhe brauchen Begonien im Topf nur sehr wenig Wasser. Die Erde darf also ruhig zwischendurch austrocknen. Dennoch müssen Sie hin und wieder behutsam gießen.

❸ Im Frühjahr müssen Sie die Pflanzen dann wieder langsam an die Sonne und die warmen Temperaturen gewöhnen. Dazu die Pflanzen zunächst auf die Fensterbank oder in den Wintergarten stellen. Ab Mai, wenn kein Frost mehr auftritt, dürfen die Pflanzen dann ins Freie.

Knollenbegonien lagern und wieder zum Austreiben bringen

Bei Freilandbegonien ist es wichtig, dass Sie die Knollen bereits vor dem ersten Frost aus der Erde holen. Die Pflanzen sind nämlich sehr frostempfindlich.

➜ Gehen Sie so vor:

❶ Graben Sie die Freilandbegonien aus und schneiden Sie die oberirdischen Teile ebenfalls wie beschrieben zurück. Die ausgegrabenen Pflanzen müssen Sie dann mitsamt der Knollen vier Wochen lang gut trocknen lassen.

❷ Jetzt noch die überschüssige Erde, Wurzeln und abgestorbene Blätter und Stiele entfernen und dann kommen die Knollen in eine Kiste mit Torf. Bedecken Sie die Knollen leicht und stellen Sie die Kiste am besten in einen kühlen Keller. Dunkelheit, gute Belüftung und Temperaturen um zehn Grad sind ideale Voraussetzungen. Das Torfsubstrat sollten Sie ganz leicht feucht halten. Es darf sich aber auf keinen Fall Nässe bilden.

❸ Bereits ab Januar/Februar dürfen die Knollen das Winterquartier wieder verlassen. Setzen Sie die Knollen dazu in Töpfe mit frischer Erde. Dabei muss die Delle, die jede Knolle aufweist, nach oben zeigen. Aus dieser Delle entwickeln sich dann die neue Triebe. Die Knollen anschließend dünn mit Erde bedecken und das Substrat mäßig feucht halten. Auf der hellen Fensterbank bilden sich dann schon bald die ersten Triebe.

❹ Sobald die Wetterprognose günstig ist und kein Frost mehr droht, können Ihre Begonien wieder ins Freie, entweder als Balkonpflanzen oder als Beetpflanzen.

Zusammenfassung:

  • Kübelpflanzen zurückschneiden und im Topf überwintern
  • einen hellen, kühlen und gut belüfteten Standort wählen
  • Knollenbegonien ausgraben, zurückschneiden und vier Wochen trocknen lassen
  • in Torf lagern, am besten im kühlen und dunklen Keller
  • im Frühjahr Knollen in Erde setzen und auf den Neuaustrieb warten
  • erst nach der Frostperiode ins Freie setzen

Foto1: © joloei - Fotolia.com

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