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Bergpalme: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen

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Die Bergpalme ist eine Zimmerpflanze, die robust und pflegeleicht ist. Dennoch kann die Pflanze bei falscher Pflege geschwächt werden und somit anfälliger gegenüber Krankheiten und Schädlinge sein.

Bergpalme: Krankheiten und Schädlinge erkennen und bekämpfen
© By Photo by David J. Stang
Die Bergpalme kann ohne Zweifel als pflegeleichte und robuste Pflanze bezeichnet werden. Dem eher unerfahrenen Zimmergärtner kommt die Palme mit einen recht hohen Toleranzbereich im Bezug auf den einen oder anderen Pflegefehler entgegen. Wenn auch eine Bergpalme niemand so schnell “totpflegt”, ist die exotische Pflanze doch nicht frei von Schädlingsbefall. Das Auftreten von Krankheiten dagegen ist äußerst selten.

Bergpalmen können von folgenden Schädlingen heimgesucht werden:

  • Rote Spinne
  • Spinnmilben
  • Schildläuse

Die Rote Spinne – klein und gemein

Erkennen:

Mit dem bloßen Auge wird es schwer sein, die Rote Spinne auszumachen, denn die Schädlinge werden nur etwa einen halben Millimeter groß. Bei zu trockener Luft laufen die Mini-Spinnen zur Höchstform auf und ihre Gespinste überziehen die Palmblätter.

» Tipp: Rote Spinnen müssen nicht immer rot sein. Abhängig von der Jahreszeit schwankt ihre Farbe zwischen Grün, Orange und Dunkelrot.

Die Weibchen nutzen die Blattunterseiten zur Eiablage. Bis zu 150 Eier kann die Rote Spinne während ihres Lebens ablegen. Sichtbar werden die in Gruppen abgelegten runden hellen Eier nur mit der Lupe.

Ist der Befall bereits fortgeschritten, verschwindet das Blattgrün und betroffene Palmblätter erscheinen gelblich bis bräunlich.

Bekämpfen:

Wird der Befall bemerkt, sollte die Bergpalme umgehend eine Dusche erhalten. Verwenden Sie dabei lauwarmes Wasser und sparen auch die Unterseiten der Blätter nicht aus.

» Tipp: Das Abduschen der Pflanzen kann das Schädlingsaufkommen zwar reduzieren, aber nicht gänzlich bekämpfen.

Rote Spinnen sind recht robust und lassen sich mit herkömmlichen gegen Blattläuse wirkenden Hausmitteln nicht bekämpfen. Die nachhaltigsten Erfolge lassen sich mit systemisch wirkenden Giften erzielen. Diese werden dem Gießwasser beigegeben und dringen so schnell zum Wurzelsystem der Pflanze vor. Gute Erfahrungen haben Anwender auch mit Produkten auf der Basis von Neemöl gemacht. Mehrmalige Anwendungen sind zu empfehlen.

» Tipp: Lässt sich dem Befall nicht beikommen, haben die Roten Spinnen bereits eine Resistenz entwickelt und Sie sollten zu verschiedenen Mitteln greifen.

Spinnmilben – lästig und hartnäckig

Erkennen:

Das Frühjahr ruft vermehrt Spinnmilben auf den Plan. Auch hier ist die Ursache häufig in einer zu geringen Luftfeuchtigkeit zu suchen. Ein erstes Anzeichen für einen Befall sind gesprenkelt wirkende Blattzeichnungen. Im fortgeschrittenen Stadium werden auch die feinen Gespinste sichtbar. Die vormals nur leicht gesprenkelten Blätter erscheinen silbrig und bekommen großflächige, bronzefarbene Flecken und fallen letztlich ab.

Bekämpfen:

Bei rechtzeitigem Erkennen des Befalls, können Sie sich mit Abduschen helfen. Damit die Schädlinge beim Abduschen nicht ins Substrat gelangen, wird der Wurzelballen vorab in einen Plastikbeutel gestellt und fest verschlossen. Behandeln Sie besonders die Unterseiten der Blätter.

» Tipp: Durch diese einfache Methode lässt sich der Befall um bis zu 95% reduzieren.

Ist der Befall noch nicht allzu weit vorangeschritten, können die Blätter auch mit einer Spülmittellösung behandelt werden. Dies ist häufiger zu wiederholen, um auch alle in den Ecken der Blattadern abgelegten Eier zu erwischen. Eine natürliche Möglichkeit der Schädlingsbekämpfung ist auch die Herstellung eines Pflanzensuds aus Knoblauch, Zwiebeln oder Brennnesseln. Der Sud sollte mindestens 24 Stunden ziehen und kann anschließend zum Abduschen verwendet werden oder auch dem Gießwasser beigegeben werden. Auch natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer, Florfliegen oder Gallmücken lassen sich zur Bekämpfung der Spinnmilbe nutzen.

Schildläuse – unscheinbar und unnachgiebig

Erkennen:

Sie müssen schon zweimal hinschauen, um eine Schildlaus an der Bergpalme auszumachen. Beinahe ebenso schwer lassen sich die Schädlinge bekämpfen. Oftmals fallen nicht die Tierchen selbst, sondern ihre Ausscheidungen, der Honigtau, zuerst ins Auge.

» Tipp: Honigtau tritt auch bei einem Befall mit Wollläusen oder Blattläusen auf.

Bekämpfen:

Wird der Befall bemerkt, ist die Bergpalme umgehend von den übrigen Zimmerpflanzen zu trennen, denn der Befall kann sich schnell auf Ihre gesamte Population an Grünpflanzen ausdehnen.

» Achtung: Schildläuse nicht einfach von der Pflanze kratzen. Es könnte sich dabei um ein Weibchen handeln, das seine Eier oder sogar schon geschlüpfte Larven unter dem Panzer trägt und dadurch auf die Pflanze verteilt.

Entfernt werden können Schildläuse mit einem Lappen, den Sie in Spülmittel tränken. Sie können alternativ auch ein Wattestäbchen mit Alkohol oder Spiritus befeuchten und die Schildläuse damit einweichen.

Bei einem fortgeschrittenen Befall wird es schwer, ohne Chemie auszukommen. Sie können sich dabei für Sprays oder Sticks entscheiden. Das Gift wird über die Wurzeln direkt aufgenommen und die Schädlinge werden nachhaltig bekämpft. Der Einsatz von Kontaktgiften würde dagegen keine Wirkung zeigen. Die Schädlinge sind durch ihren harten Panzer abgesichert.

Braune Palmblätter – was nun?

Die Bergpalme toleriert so manches, doch zuviel ist zuviel. Braune Spitzen an den Blättern sind ein deutliches Zeichen für zu trockene Luft. Durch das regelmäßige Besprühen der Pflanze kann dies zuverlässig vermieden werden. Auch ein Kälteschock kann eine ähnliche Wirkung auslösen. Bei Temperaturen unter zehn Grad fühlt sich die Tropenpflanze nicht mehr wohl und zeigt dies durch eine gelblich-braune Blattfärbung.

Gesunde Bergpalmen durch die Vermeidung von Pflegefehlern

Damit die Bergpalme gut gedeiht und möglichst gesund bleibt, bedarf es nicht viel. Werden aber die Standortbedingungen und der Wunsch nach einer hohen Luftfeuchtigkeit nicht respektiert, werden die ansonsten beinahe unverwüstlichen Pflanzen nachhaltig geschwächt und damit anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Folgendes ist zu beachten:

Die Luftfeuchtigkeit sollte durch regelmäßiges Besprühen erhöht werden.


Foto1: © By Photo by David J. Stang [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

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