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Birnbaum pflanzen und pflegen – So wird’s gemacht

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Der Birnbaum gehört zu den Klassikern unter den Obstbäumen und darf in keinem Garten fehlen. Hier deshalb einmal erklärt, wie er gepflanzt und gepflegt wird.

Ein Klassiker: der Birnbaum
Ein Klassiker: der Birnbaum

Die Birne gehört zu den europäischen Kulturgehölzen, ist aber auch in Asien und Nordafrika beheimatet und ist ein Kernobstgewächs. Ihre zumeist süßlichen Früchte sind sehr beliebt und werden vielseitig verarbeitet, z.B. auf Kuchen, als Kompott und Marmelade, zu Likören, usw. (Lesetipp: Selbstgemachte Geschenke aus dem Garten: 9 Ideen vorgestellt)

Generell können die Birnensorten in frühe und späte Fruchtreifen eingeteilt werden, weshalb im Volksmund oft auch von Sommer- und Herbstbirnen gesprochen wird. Zu den frühreifen, schlecht lagerfähigen Sorten zählen unter anderem die gelbe und die rote Williams Christ, die bunte Julibirne und auch die Frühe von Trevoux. Zu den gut lagerfähigen, spätreifen Birnensorten zählen unter anderem die Gräfin von Paris, Gellerts Butterbirne, Gute Louise, Pastorenbirne, Condo und die Alexander Lucas. Immer beliebter werden aber auch Duo-Birnenbäume. Dies bedeutet, dass an einem Birnbaum zweierlei Sorten wachsen, wie z.B. Gute Louise und Conference.

Egal für welche Sorte Sie sich nun entschieden haben, anbauen und pflegen sollten Sie diese wie nachfolgend beschrieben.

Birnbaum pflanzen

Beim Pflanzen sollten Sie unbedingt beachten, dass viele Birnbäume einen halbschattigen, möglichst trockenen, gerne auch lehmhaltigen Standort bevorzugen. Ein so genannter Stützpfahl fördert dabei ein gerades Baumwachstum. Dazu einfach bis zu drei Pflanzstützen rund um den Birnbaum in den Boden rammen, ohne dabei die Wurzeln zu beschädigen. Den Baum anschließend mit einem Sisal-Gebinde (Strick) an den Stützen gleichmäßig festbinden.

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Inzwischen werden Birnbäume sogar als Kübelpflanzen, z.B. für einen großen Balkon, angeboten. Diese Zwergbirnbäume oder Säulenbirnen müssen Sie dann auch regelmäßig mit Dünger versorgen. Sehr junge Pflanzen benötigen zudem in den ersten ein bis zwei Jahren einen leichten Winterschutz, beispielsweise in Form eines Fleecemantels oder mithilfe von Strohmatten.

Birnbaum richtig pflegen

Birnbäume sind sehr pflegeleicht und robust. Lediglich Tiere und der Birnengitterrost können sich manchmal an den süßen Früchten vergreifen, was jedoch in der Regel kaum ins Gewicht fällt.

➤ Düngen:

Birnbäume sollten Sie bereits beim Einpflanzen (im Pflanzloch) mit reichlich Kompost versorgen, was das Anwachsen deutlich erleichtert. Ein Düngen der Bäume ist in den späteren Jahren prinzipiell nicht notwendig. Allerdings dürfen Sie ruhig von Zeit zu Zeit etwas Tiermist oder Kompost rund um den Baum einarbeiten.

➤ Bewässerung:

Haben Sie einen Birnbaum frisch eingepflanzt, müssen Sie ihn in der ersten Wachstumsphase ausreichend bewässern. In den folgenden Jahren genügt ihm zumeist das Regenwasser, um gedeihen zu können. Während langer Trockenperioden, z.B. im Sommer, sollten Sie den Wurzelbereich des Birnbaumes jedoch unbedingt von Hand bewässern.

➤ Rückschnitt:

Der Birnbaum zählt zu den Obstbäumen und muss deshalb auch regelmäßig zurückgeschnitten werden, um daraufhin wieder eine ertragreiche Ernte zu erhalten. Hierfür empfiehlt es sich, einmal einen Obstbaum-Schnittkurs zu besuchen, der in vielen Gartenfachmärkten oder bei Gartenbauvereinen angeboten wird.

Der ideale Zeitpunkt für einen Birnbaumschnitt (Hauptschnitt) wird zumeist von Ende Februar bis Anfang März beschrieben. Allerdings kann auch schon im Spätherbst ein erster Rückschnitt des Obstbaumes erfolgen, bei dem Sie vor allem kranke, alte und beschädigte Äste entfernen sollten.

➤ Ernte:

Geerntet werden die Birnenfrüchte meist im Spätsommer, wenn sie sich leicht vom Baum pflücken lassen. Nicht reife Früchte dürfen in der Obstschale noch nachreifen. Spezielle Lagerbirnen können Sie nach der Ernte in einem kühlen Raum (z.B. im Keller) sogar mehrere Monate hindurch aufbewahren. (Lesetipp: Fallobst verwerten – 4 Tipps)


Foto1: © dp@pic - Fotolia.com

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