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Blütenendfäule bei Tomaten erkennen, behandeln und vorbeugen

Die Blütenendfäule entsteht durch Kalziummangel und betrifft überwiegend ältere Tomatensorten. Mit der richtigen Pflege können Sie der Krankheit vorbeugen.

Blütenendfäule bei Tomaten
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Tomaten zählen zu den beliebtesten Pflanzen im Gemüsegarten. Die Freude auf eine reiche Ernte wird getrübt, wenn sich plötzlich braune Flecken an den Früchten zeigen. Tomaten können in jedem Reifestadium von der Blütenendfäule betroffen sein. Folgender Artikel verrät, was es mit der Krankheit auf sich hat, wie der Hobbygärtner damit umgeht und welche Vorbeugungsmaßnahmen ratsam sind.

Was ist unter der Blütenendfäule zu verstehen?

Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung. Neben Tomaten können auch Zucchini oder Gurken davon betroffen sein. Die Blütenendfäule entsteht, wenn Kalziummangel die Tomatenbeeren von unten faulen lässt. Die dunklen Flecken bilden sich lediglich auf der Unterseite der Früchte. Dies hängt damit zusammen, dass die Früchte auf dem Blütengrund zum Reifen kommen.

Das Gewebe verändert sich und erscheint eingefallen und wachsartig. Im weiteren Verlauf kommt es zur Austrocknung und Verhärtung des Fruchtfleisches. Die vormals bräunlichen Flecken färben sich schwarz.

Tipp: Von der Blütenendfäule sind nur einzelne Früchte betroffen. Die komplette Pflanze ist nicht gefährdet.

Kommt es zu einem Mangel an Kalzium, verlieren die Zellwände an Struktur und brechen ein. Die braunen Flecken sind letztlich also bereits abgestorbene Gewebeteile. Ähnliche Symptome werden auch durch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit verursacht.

Gibt es besonders anfällige Tomatensorten?

Ursprünglich stammt die Tomate aus dem Andenraum und wächst an heißen und trockenen Standorten. Daher haben besonders alte Tomatensorten Probleme mit dem Klima in unseren Breiten. Besonders anfällig gegenüber der Blütenendfäule wie auch der Braun- und Krautfäule sind Ochsenherz- oder Eiertomaten.

Tipp: Am häufigsten betroffen sind große und fleischige Tomaten.

Gut angepasst an die hiesigen Klimaverhältnisse sind diverse Neuzüchtungen wie:

  • Phantasia
  • Vilma
  • Philona
  • Romello
  • Picolino

Blütenendfäule erkennen

Typisches Erkennungszeichen sind die braunen Punkte am Fruchtansatz. Um diese rechtzeitig zu erkennen, sollten die Tomaten hin und wieder nach oben gedreht oder von unten betrachtet werden. Die Flecken verfärben sich dunkler, das Gewebe trocknet aus und letztlich verfärbt sich die komplette Furcht.

Im Hochsommer ist die Gefahr der Blütenendfäule besonders groß. Bleibt die Krankheit unerkannt, fallen die Früchte vom Strauch.

Blütenendfäule bekämpfen

pH-Wert Boden bestimmen
Der pH-Wert des Bodens kann Aufschluss über den Kalziumgehalt im Boden geben – © Deyan Georgiev / stock.adobe.com

Da die Krankheit nur einzelne Früchte befällt und die Stängel und Wurzeln der Pflanzen verschont, ist die Blütenendfäule gut behandelbar und die Ernte ist nicht in Gefahr.

Wer seine Tomaten im Auge behält, wird die beschriebenen Auffälligkeiten an den Früchten rechtzeitig erkennen. Alle befallenen Tomaten werden vom Strauch genommen. Meist ist zu wenig bewässert worden, da die Tomatenpflanzen das notwendige Kalzium über das Gießwasser aufnehmen.

Aufschluss über den Zustand des Bodens gibt die Bestimmung des pH-Wertes. Dieser kann mithilfe entsprechender Sets, die in jedem Baumarkt erhältlich sind, selbst bestimmt werden. Ist das Substrat zu sauer, steigt der Anteil an Kalium und Magnesium. Diese beiden Stoffe besitzen die Eigenschaft, Kalzium an sich zu binden.

Gegen einen zu sauren Boden kann mit Kalk vorgegangen werden. Kalk kann in Form von Gesteinsmehl ausgebracht werden und zu einer Erhöhung des pH-Wertes führen. Der Dünger wird auf die Blätter aufgetragen. Ist deren Bedarf gedeckt, wird das über die Wurzeln aufgenommene Kalzium in die Tomatenfrüchte geleitet.

In Kürze:

  • befallene Früchte entfernen
  • Wassermenge erhöhen
  • sauren Boden mit Kalk versorgen

Was passiert mit den befallenen Früchten?

Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, sind nur kleine Teile der Früchte betroffen. Der Geschmack der Tomaten wird nicht beeinträchtigt. Nachdem die braunen Stellen großzügig mit dem Messer ausgeschnitten wurden, kann die Tomate wie gewohnt verzehrt und weiterverarbeitet werden.

Häufig werden die Tomaten allerdings in einem frühen Entwicklungsstadium befallen. In diesem Fall lohnt die Weiterkultivierung nicht. Die Früchte werden entfernt und entsorgt. Dies kann auf dem Kompost geschehen, da die Erkrankung nicht von Pilzen oder Bakterien verursacht wird.

Es geht nun vorrangig darum, die Pflanze ausreichend zu gießen und zu düngen und damit zu einer raschen Fruchtfolge anzuregen.

Blütenendfäule gezielt vorbeugen

Die Vorbeugungsmaßnahmen beginnen bereits bei der Auswahl der Pflanzen. An das hiesige Klima angepasste Neuzüchtungen sind weniger gefährdet, an der Blütenendfäule zu leiden. Außerdem kann es spannend sein, die aromatischen neuen Züchtungen anzubauen.

Tomaten sind empfindlich gegenüber Nässe. Die Blätter sollten bestmöglich vor Regen geschützt werden. Hierbei bieten sich Gewächshäuser, Unterstände oder spezielle Folientunnel als Abdeckung an.

Die Pflanzen sind gleichmäßig feucht zu halten. Dabei sollte man jedoch Staunässe vermeiden. Das Substrat sollte mit einem speziellen Tomatendünger angereichert werden. Dadurch erhalten die Pflanzen alle notwendigen Nährstoffe in der erforderlichen Konzentration.

Um sicherzustellen, dass die Früchte mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden und die Kraft nicht vorwiegend in die Blätter gelangt, kann überzähliges Laub von den Tomatenpflanzen entfernt werden.

Foto1: © Pixelmixel / stock.adobe.com, Foto2: © Deyan Georgiev / stock.adobe.com

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