Ein Blumenbeet ist eine Augenweide, wenn es erst einmal angelegt ist. Vorher gibt es allerdings einiges zu bedenken, damit das Projekt Blumenbeet nicht scheitert.

Auch wenn ein Garten häufig als Nutzgarten angelegt wird, darf die Schönheit nicht zu kurz kommen. Blumen in allen möglichen Farben sind quasi das Herzstück Ihres Gartens, wenn sie denn gut überlegt angepflanzt werden. Sie erkennen schon, dass das Anlegen eines Blumenbeetes eine durchaus aufwendige Arbeit werden kann, dafür haben Sie nach dieser einmaligen Aktion aber einen Hingucker, um den Sie jeder beneiden wird.

In Gedanken sehen Sie schon, wie alles sprießt, ganz so schnell geht es aber nicht. Sie brauchen einen Plan, den machen Sie am besten direkt vor Ort, sprich in Ihrem Garten. Schritt für Schritt muss überlegt werden, wo und wie das Blumenbeet angelegt werden soll.





1. Standortbestimmung & Größe

Blumenbeet anlegen Boden
Blumenbeet anlegen – Bild: tibanna79 / stock.adobe.com

Größe und Form Ihres Blumenbeetes sind von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Je mehr Platz Sie haben, desto besser. Überlegen Sie zunächst, welche Form das Blumenbeet haben soll. Geschwungene Beete, in Form einer „Welle“ lockern besonders einen lang gezogenen, rechteckigen Garten enorm auf. Wenn Sie etwas kleiner anfangen möchten, genügt eine Blumenrabatte, parallel angelegt zum Gartenweg. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie später an alle Blumen herankommen und sich nicht wie ein Artist über die Rabatten hangeln müssen. Im Zweifelsfall also auch Zwischenwege anlegen.

Die Bodenbeschaffenheit ist in den seltensten Fällen optimal. Ein bisher nicht genutzter Platz muss zunächst gereinigt werden. Das heißt, Sie befreien Ihr zukünftiges Beet von Unkraut und lockern es dann auf. Damit die Blumen später gut wachsen können, muss der Boden wasserdurchlässig sein. Bildet sich Staunässe, wie häufig bei Lehmboden der Fall, können die Pflanzen verfaulen (bei Lehmboden die Tipps vom Boden Fachzentrum beachten).

2. Auswahl der Blumen und Anordnung

Blumenbeet anlegen Auswahl
Blumenbeet anlegen – Bild: ajlatan / stock.adobe.com

Entweder Sie wissen schon ganz genau, welche Blumen Ihr zukünftiges Beet zieren sollen, oder aber Sie brauchen Inspiration. Im ersten Fall: Herzlichen Glückwunsch! Im letzteren Fall lesen Sie einfach hier weiter.

Sie haben Lieblingsblumen? Dann ist es selbstverständlich, dass diese Pflanzen einen Platz auf Ihrem Blumenbeet finden. Für die weitere Auswahl achten Sie am besten auf die jeweilige Wuchsshöhe. Blumen oder Stauden, pflanzen Sie am besten von „groß“ nach „klein“. Hochwachsende Pflanzen also in die hintere Reihe, niedrig wachsende Blumen nach vorn. So ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild.

Ein zweiter Tipp, den ich Ihnen geben möchte, ist die Bepflanzung nach Blütezeit. Auch wenn die meisten Blumen ihre Hauptblütezeit im Frühjahr und Sommer haben, mit etwas Überlegung haben Sie das ganze Jahr über ein prachtvolles Blumenbeet. Hier ein paar Vorschläge:

Frühjahrsblüher

  • Krokusse
  • Narzissen
  • Schneeglöckchen
  • Tulpen
  • Märzenbecher
  • Primeln
  • Ranunkeln

Sommerblüher

  • Geranien
  • Petunien
  • Gladiolen
  • Dahlien
  • Rosen
  • Prachtspiere
  • Sonnenhut
  • Glockenblume
  • Schokoladenblume

Herbstblüher

  • Fette Henne
  • Chrysantheme
  • Herbst-Aster
  • Eisenhut
  • Herbstzeitlose
  • Herbst-Anemone

Winterblüher

  • Duftschneeball
  • Winter-Jasmin
  • Christrose
  • Zaubernuss
  • Winter-Kirsche
  • Schleimbeere
  • Winter-Mahonie
  • Winterling

Extratipp: Eine Beetumrandung ist zwar nicht zwingend erforderlich, ich empfehle aber eine Einfassung. Damit lässt sich die spätere Beetpflege deutlich erleichtern, Unkraut wird „gebremst“, Rasenmähen geht einfacher.

3. Pflegeaufwand berücksichtigen

Blumenbeet sauber halten
Blumenbeet sauber halten – Bild: © Krawczyk / stock.adobe.com

Es gibt sie wirklich, die Hobbygärtner, die Gartenarbeit als reine Entspannung ansehen und sich beim Unkraut zupfen so richtig erholen können. Für die meisten Gärtner ist das aber eher ein lästiges Übel. Wenn Sie zur letzteren Fraktion gehören, dann bedenken Sie, dass ein Blumenbeet auch eine gewisse Pflege benötigt.

Langsam wachsende Pflanzen sind eine Möglichkeit, den Pflegeaufwand zu beschränken, denn sie müssen nicht permanent mit der Gartenschere ans Werk, um verblühte Blüten und Stengel abzuschneiden.

Unkraut halten Sie im Zaum, indem Sie zum Beispiel ein wasser- und luftdurchlässiges Vlies in den Boden einlegen. Damit wird zumindest verhindert, dass sich Unkraut bis tief in die Erde ausbreitet. Oberirdisch hilft eine Mulchschicht, das Unkraut zwischen den Pflanzen einzudämmen.

Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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