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Brennnesseln bekämpfen – So geht’s

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Es gibt Wildkräuter mit denen man leben kann und Wildkräuter die „irgendwie nerven“. Dazu gehören z.B. Brennnesseln. Wie Sie sie loswerden, erklären wir hier.

Brennnessel bekämpfen
Brennnesseln sind sehr hartnäckig – © Eduard Shelesnjak / stock.adobe.com

Unkräuter bedeutet nicht immer, dass diese Pflanzen aus dem Garten entfernt werden müssen, nur weil sie keine schönen Blüten ausbilden oder absichtlich gepflanzt wurden. Es gibt auch Wildkräuter die richtig schön aussehen. Es gibt aber auch welche, die zu einer echten Plage werden können. Dazu zählen z.B. Brennnesseln. Zum einen sind sie nicht die schönsten Pflanzen und zum anderen verbreiten Sie sich durch ihr weitreichendes Wurzelwerk auch sehr weit und schnell. Von den Schmerzen bei Berührung fange ich jetzt gar nicht erst an… Verständlich, dass die Brennnessel, besonders im Ziergarten, nicht sonderlich beliebt ist.

Warum brennen Brennnesseln auf der Haut?

Wer schon einmal eine Brennnessel angefasst hat oder versehentlich mit dem Fuß daran vorbei gestreift ist, der weiß, wie schmerzhaft diese auf der Haut sein kann. Auslöser dafür sind die kleinen Härchen an Stängel und Blättern. Sie sind mit einer brennenden Flüssigkeit gefüllt. Berühren Sie die Pflanze, dann bricht die Spitze der Härchen ab und die Flüssigkeit wird auf die Haut gespritzt. Die Folge: unschöne Bläschen auf der Haut, die ziemlich schmerzen. Mit diesem Mechanismus möchte sich die Pflanze vor Fressfeinden schützen.

Das Problem: Wenn Sie die Verbreitung der Brennnessel nicht frühzeitig eindämmen, bildet sich eine dicht geschlossene Pflanzendecke. Damit es gar nicht so weit kommt, müssen Sie also schon rechtzeitig etwas dagegen unternehmen.

So werden Sie Brennnesseln wieder los

Brennnesseln mit viel Schweiß bekämpfen:

Sie können die Pflanze dauerhaft bekämpfen, indem Sie sie mit der Motorsense abmähen und danach den Boden umpflügen. Dabei müssen Sie alle Wurzeln entfernen, damit die Brennnessel tatsächlich nicht mehr wieder kommt. Denn aus dem Wurzelwerk treibt die Brennnessel sonst wieder neu aus.

Brennnesselwurzel
Brennnesseln haben ein üppiges Wurzelwerk, aus dem sie immer wieder neu austreiben. Getrocknet und zerkleinert gelten sie übrigens als Heilkraut, das man aufkochen und trinken kann. © 13smile / stock.adobe.com

Brennnesseln mit Mulchfolie abdecken:

Es ist zwar ein etwas langwieriger Prozess, aber es klappt: Sie können die Fläche mit den Brennnesseln auch mit einer dunklen Mulchfolie (beispielsweise hier erhältlich) abdecken. Die Brennnesseln bekommen so weder Licht noch Luft und gehen im Laufe der Zeit ein. Allerdings kann es bis zu zwölf Monate dauern, bis es so weit ist.

Brennnesseln mit Unkrautvernichter bekämpfen:

Ist das Umpflügen nicht möglich oder möchten Sie keine Mulchfolie ausbringen, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig als auf ein Unkrautvernichtungsmittel zurückzugreifen. Aber bitte auf ein biologisch abbaubares, das Ihren Haustieren und den Bienen nichts anhaben kann. Empfehlenswert ist z.B. das NEUDORFF Finalsan Konzentrat UnkrautFrei Plus (beispielsweise hier erhältlich). Es ist biologisch abbaubar, nicht bienen- und haustiergefährlich und hat eine wurzeltiefe Wirkung.

Wichtig: Tragen Sie immer Handschuhe!

Ziehen Sie im Kampf gegen die Brennnesseln immer dicke Gummihandschuhe an! Einfache Arbeitshandschuhe für die Gartenarbeit bieten hier keinerlei Schutz, denn die Brennhaare stechen durch das dünne Gewebe.

Brennnesseln können auch nützlich sein

Wenn die Brennnesseln an einer Stelle im Garten auftreten, wo sie keinen stören und wo Sie sie gut in Schach halten können, dann lassen Sie sie dort ruhig wachsen und gedeihen. Brennnesseln sind schließlich auch nützlich. Sie können daraus z.B einen Sud herstellen, der gegen Blattläuse hilft und Pflanzen stärkt. Dazu in einen Kunststoffbehälter 4 Liter Wasser und 30 frische Brennnesseln geben, die Sie mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen haben. Danach das Gemisch ca. vier Wochen gären lassen.

Ist der Brennnesselsud fertig, können Sie ihn als Dünger verwenden (Mischverhältnis 1:10 mit Wasser), um Ihre Pflanzen zu stärken, oder Blattläuse damit effektiv bekämpfen. Hierzu den Sud in eine Sprühflasche füllen und die befallenen Pflanzen drei Tage lang jeweils einmal täglich damit besprühen.

➯ Lesetipp: Unkraut verwerten – So können Sie Giersch & Co. noch sinnvoll nutzen

Foto1: © Eduard Shelesnjak / stock.adobe.com

4 KOMMENTARE

  1. Ich habe auch mit Brennnesseln zu kämpfen und habe im Herbst die Empfehlung erhalten, diese vor einem Regen abzuschneiden, damit dann in die oben offenen Stengel Wasser reinlaufen kann. Die Brennnessel soll dann angeblich verfaulen. Ich werde das mal probieren.

  2. Warum die Brennesseln vernichten? Zum einen sind sie sehr wichtig für die Vermehrung von Tagpfauenaugen. Zum anderen schneide ich sie ab und mache daraus eine pflanzenstärkende Brennesseljauche, die rein biologisch wirkt. Allerdings unbedingt verdünnen – höchstens 1,5 Liter Jauche auf 10 Liter Wasser, sonst werden die Pflanzen geschädigt. Nach dem Abschneiden sind die Brennesseln erstmal eine ganze Weile weg, bevor sich nachgewachsen sind. Danach geht das Spiel dann von vorn los.

  3. Brennesseln können lästig sein : stimmt. noch junge Pflanzen lassen sich gut aus der Erde ziehen.
    aber generell ist es ein Heilkraut, zum Essen, als Tee, getrocknet auch als Tee für einige Probleme.
    ideale biologische Dünger mit Beinwell und Zinnkraut….zu schade um total aus zu rotten meine ich.

  4. Bin Schafhalter. Halte meine Tiere auf einem großen Grundstück. Auch bei mir hat sich die Brennnessel größere Flächen erobert. Man muss wissen, die Brennnessel ist eine sogenannte Zeigerpflanze. Sie wächst in der Regel dort, wo der Boden humos ist, eine Schafweide bringt das in der Regel aufgrund der stark anfallenden Ausscheidungen der Tiere mit sich. Ich halte die Brennnessel in Schach, indem ich sie mit der Sense mähe, vorzugsweise im relativ jungen Aufwuchsstadium. Die abgemähte Grünmasse lasse ich einfach liegen, so dass sie trocknet. Spätestens 2 Tage später ist kein einziges Blatt mehr zu finden. Die Schafe haben alles gefressen. Bei diesen Arbeiten habe ich so nebenbei festgestellt, dass sehr häufiges und konsequentes Mähen der Brennnessel zu ihrer Ausrottung auf dieser Fläche führen kann. Die Methode ist arbeitsintensiv, ich möchte jedoch auf den Einsatz von Chemikalien verzichten.

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