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Brokkoli ernten und richtig lagern – Schritt für Schritt erklärt

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Brokkoli aus dem eigenen Garten schmeckt natürlich immer besser als aus dem Supermarkt. Vorausgesetzt Sie ernten und lagern ihn richtig. Dabei müssen Sie einiges beachten.

Brokkoli können Sie ab Juli ernten
Brokkoli können Sie ab Juli ernten

Wer Brokkoli im Garten anpflanzt, kann ihn mehrmals im Jahr schneiden und ernten. Je nach Sorte und Aussaat beginnt die Erntezeit bereits im Juli oder August. Die mittlere, essbare Blüte wird zuerst entfernt, dann treibt die Pflanze nochmals aus.

Brokkoli schmeckt frisch geerntet und zubereitet natürlich am besten. Er lässt sich aber auch gut einige Tage im Kühlschrank lagern. Für eine längere Lagerung ist es hingegen besser, wenn Sie den Brokkoli einfrieren.

Anleitung für die richtige Ernte und Lagerung von Brokkoli

❶ Brokkoli ernten:

Brokkoli ernten

Ab Juli bis zum ersten Frost ist laufend Erntezeit für Brokkoli. Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt für den ersten Schnitt daran, dass die mittlere Blume gut ausgebildet ist. Sie muss aber noch vollständig geschlossen sein. Schneiden Sie den Blütenkopf zusammen mit einem Stück Stiel mit einem scharfen Messer ab. Der abgeschnittene Stiel schmeckt ebenfalls gut, er sollte ungefähr 10 bis 15 Zentimeter lang sein. Die Seitenknospen bleiben an den Pflanzen. Hier bilden sich neue Triebe und weitere Blütenköpfe, die Sie später ernten.

Ein wenig Frost macht den Brokkolipflanzen übrigens nichts aus. Bis zu -5°C können Sie die Pflanzen bedenkenlos im Beet lassen. Sollte es kälter werden, decken Sie Ihre Brokkolipflanzen mit einem Vlies oder einem Folientunnel ab. Damit ist die Ernte bis in den Winter hinein möglich. Wenn Sie Ihren Brokkoli am frühen Morgen schneiden, besitzt er das beste Aroma. Er ist dann noch feucht vom Tau und übersteht auch die Lagerung besser.

❷ Brokkoli waschen und trocknen:

Brokkoli waschen

Da Sie nur oberirdische Teile abschneiden, ist eine aufwendige Reinigung nicht notwendig. Im eigenen Garten verzichten Sie ja außerdem weitgehend auf Spritzmittel. Es reicht also aus, wenn Sie die Röschen samt Stiele ganz kurz unter fließendem Wasser waschen. Trocknen Sie die Ernte vor dem Lagern in einem großen Geschirrtuch: Dazu den gewaschenen Brokkoli hineingeben, Enden zusammenfassen und kurz schwenken. Das Gemüse muss nicht vollkommen trocken sein, tropfnass ist aber für die Lagerung nicht gut.

❸ Brokkoli im Kühlschrank lagern:

Brokkoli im feuchten Handtuch
Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt Brokkoli bis zu maximal sieben Tagen lang frisch. Eine frühere Zubereitung ist natürlich sinnvoll, aber manchmal passen Erntezeitpunkt und Küchenpläne einfach nicht zusammen. Wickeln Sie den Brokkoli deshalb in ein feuchtes Geschirrtuch oder geben Sie ihn in eine Plastiktüte mit kleinen Löchern für die Belüftung. Achtung: Im Gemüsefach dürfen nicht gleichzeitig Äpfel oder Birnen gelagert werden. Das Obst dünstet das Gas Ethylen aus. Brokkoli und andere Gemüsesorten verderben dadurch schneller.

❹ Brokkoli als Vorrat einfrieren:

Brokkoli einfrieren

Im Gefrierschrank hält sich Brokkoli bis zu einem halben Jahr ohne Geschmacksverlust. Die Vitamine bleiben ebenfalls weitgehend erhalten, wenn Sie ihn sofort nach der Ernte einfrieren. Essbar sind die Blütenknospen und die Stiele. Wir raten dazu, Röschen und Stiele getrennt einzufrieren, da die beiden Teile unterschiedliche Garzeiten haben. Wenn Sie dicke Stiele mit einer eher harten Schale haben, ziehen Sie die Haut mit einem scharfen Messer oder Spargel-/Kartoffelschäler ab.

Brokkoli blanchieren

Röschen und Stiele müssen Sie vor dem Einfrieren kurz blanchieren. Dafür brauchen Sie einen Topf mit kochendem Wasser und eine Schüssel mit Eiswasser. Wenn Sie dem Kochwasser eine kleine Prise Natron zufügen, bleibt die grüne Farbe besonders gut erhalten. Geben Sie den vorbereiteten Brokkoli für zwei bis drei Minuten in das kochende Wasser, anschließend sofort in das Eiswasser. Jetzt nur noch gut abtropfen lassen, portionsweise verpacken und ab damit in den Tiefkühler.


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