Ziersträucher & -gehölze Rosen

Chinesische Goldrose pflanzen und pflegen

Die Chinesische Goldrose hat sich sehr gut an unser Klima angepasst. Dementsprechend benötigt die Strauchrose auch nicht viel Pflege.

Chinesische Goldrose
© Robert Biedermann / stock.adobe.com

Das Gartenjahr beginnt mit der hübschen hellgelben Blüte der Chinesischen Goldrose (Rosa hugonis). Die Wildrose steht bereits im Mai in voller Blüte. Später im Jahr beeindrucken die rot schwarz gefärbten Hagebutten. Die Chinesische Goldrose ist eine einfach zu pflegende und vielseitig verwendbare Gartenpflanze. Dabei erfreut die Strauchrose nicht nur ihre Betrachter, sie ist auch ein Anziehungspunkt für Bienen und Hummeln.

Herkunft der Chinesischen Goldrose

Die Chinesische Goldrose wurde relativ spät entdeckt. Erst im Jahre 1899 fiel dem Engländer Father Hugh Scallan die Pflanze in der chinesischen Provinz Shaanxi auf. Relativ schnell gelangten die Wildrosen auch in unsere Gärten, wo sie sich besonders als Heckenpflanzen großer Beliebtheit erfreuen.

Chinesische Goldrose (Rosa hugonis)
Wuchs: breitbuschig, aufrecht
Wuchshöhe: 150 – 200 cm
Wuchsbreite: 120 cm
Blüte: April – Mai
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: humoser Gartenboden
» Mehr Bilder und Daten anzeigen

Standort und Substrat für die Chinesische Goldrose

Die Chinesische Goldrose ist recht anspruchslos und wächst an einem Sonnenplatz ebenso üppig wie an einem halbschattigen Standort. Die Blüte leidet nicht darunter, wenn die Wildrose pro Tag nur einige Sonnenstunden abbekommt.

Es ergeben sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. So kann die Chinesische Goldrose in Einzelstellung wie in Gruppenpflanzung ein hübsches Bild abgeben. In Bauerngärten und Parkanlagen ist die Chinesische Goldrose häufig anzutreffen.

Tipp: Lavendel, Steppen-Salbei oder Waldrebe sind beliebte Pflanznachbarn.

Die Wildrose erweist sich als recht anspruchslos und kommt auch mit einfachem und magerem Gartenboden zurecht. Möchte man der Strauchrose ideale Wachstumsbedingungen bieten, ist das Substrat mit Humus und Nährstoffen anzureichern. Auch ein Sandboden eignet sich für die Kultivierung.

Die Chinesische Goldrose pflanzen

Die Wildrose kann im Frühling oder im Herbst gepflanzt werden.

Pflanzung Schritt für Schritt:

1. passenden Standort auswählen
2. Substrat auflockern und vorbereiten
3. Pflanzloch ausheben
4. Chinesische Goldrose wässern
5. Pflanze einsetzen
6. Substrat auffüllen
7. Erde gut andrücken
8. Chinesische Goldrose gut angießen

Damit die Chinesische Goldrose gut zur Geltung kommt, ist eine Alleinstellung von Vorteil. Im Umkreis von einem Quadratmeter sollte auf direkte Pflanznachbarn verzichtet werden.

Tipp: Rosen sollten nie dort in die Erde gesetzt werden, wo sich vorher bereits Rosen befanden. Steht kein anderer Standplatz zur Verfügung, ist das Substrat vollständig auszutauschen.

Chinesische Strauchrose richtig gießen

Die Chinesische Strauchrose ist unempfindlich gegenüber Trockenheit. Ebenso nehmen die Pflanzen einen feuchten Boden nicht übel. Kommt es dauerhaft zu Staunässe, wird allerdings auch die robuste Chinesische Strauchrose langsam verkümmern.

Die Wildrose muss nicht dauerhaft bewässert werden und kommt im Frühling oder Herbst auch sehr gut mit dem zur Verfügung stehenden Regenwasser zurecht. Während der Ausbildung der Blüten sollte der Hobbygärtner regelmäßig bewässern.

Die Strauchrose sollte regelmäßige Wassergaben erhalten, bis sie verblüht ist. Dabei ist zu beachten, dass nur von unten bewässert und nicht über die Blätter gegossen wird. Da die Pflanzen keinen Kalk vertragen, ist es von Vorteil, mit Regenwasser zu gießen.

Um Staunässe zu vermeiden, ist der Boden regelmäßig aufzulockern. Auch die Einarbeitung von Sand kann helfen, das Substrat durchlässiger zu gestalten. Der Boden sollte nicht zu tief gelockert werden, damit die Wurzeln dabei keinen Schaden nehmen.

Chinesische Goldrose richtig düngen

Chinesische Goldrose düngen
Durch Nährstoffgaben das Blütenwachstum anregen – © farbkombinat / stock.adobe.com
Die Wildrose gedeiht auch auf kargen Böden. Der üppige Blütenflor wird dann aber vermutlich ausbleiben oder sich nur in bescheidenem Umfang präsentieren. Die Pflanze reagiert damit auf das geringe Nährstoffangebot.

Eine Überdüngung ist ebenfalls zu vermeiden. Dadurch wird die Triebbildung zwar angeregt, die Blüten haben dabei aber meist das Nachsehen. Um ein Gleichgewicht an Nährstoffen herzustellen, ist die Chinesische Goldrose maximal einmal pro Saison mit Dünger zu versorgen.

Gedüngt wird bevorzugt um Frühling, wenn Austrieb und Blütenbildung beginnen. Der beste Dünger für die Wildrosen ist reifer Kompost. Dieser wird rund um die Pflanze in den Boden eingearbeitet.

Tipp: Rosen mögen es auch, wenn sie mit Kompost an gehäufelt werden. Dann zeigen sich viele neue Triebe.

Die Chinesische Goldrose schneiden

Generell benötigt die Chinesische Goldrose keine regelmäßigen Schnittmaßnahmen. Meist muss der Hobbygärtner jedoch eingreifen, denn die Wildrose breitet sich schnell aus.

Es lassen sich drei Schnittvarianten unterscheiden:

  • Pflanzschnitt
  • jährlicher Schnitt
  • Radikalschnitt

Pflanzschnitt

Dieser Schnitt erfolgt bei der Pflanzung der Chinesischen Goldrose. Dabei werden kräftige Triebe gekürzt. Vier bis fünf Augen werden am Trieb belassen. Schwächere Äste werden auf ein bis zwei Augen zurückgeschnitten. Besonders schwache Triebe werden komplett entfernt.

Jährlicher Schnitt

Diese Schnittmaßnahme kann im Herbst oder im Frühling durchgeführt werden. Hobbygärtner bringen die Pflanze in Form und entfernten die übrig gebliebenen Fruchtstände. Wer die Hagebutten über den Winter an der Pflanze belassen will, schneidet im Frühling zurück. Ältere Triebe sollten im Herbst entfernt werden, damit der Austrieb im Frühling nicht behindert wird.

Radikalschnitt

Wird die Chinesische Goldrose über mehrere Jahre nicht beschnitten, neigt sie zum Verkahlen. Darunter leidet die Optik der Pflanze. Der beste Zeitpunkt für einen Radikalschnitt ist der frühe Herbst. Geschnitten wird bis tief hinein in das alte Holz. Die Äste werden etwa bis auf Hüfthöhe gekürzt.

Chinesische Goldrose vermehren

Die Pflanzen können Sie über  Stecklinge vermehren. Die Steckhölzer werden im Herbst gewonnen. Die zweijährigen Triebe werden dabei schräg abgeschnitten. Ein Trieb sollte mindestens über acht Augen verfügen.

Das Steckholz wird etwa fünf Augen tief im Boden eingegraben. Im Frühling kann der Hobbygärtner schauen, ob die Vermehrung erfolgreich war. Dies ist der Fall, wenn sich an den Steckhölzern neue Triebe ausgebildet haben.

Die Vermehrung durch Samen gestaltet sich aufwendiger und verlangt Geduld. Im Herbst lassen sich die reifen Hagebutten ernten. Die Kerne werden in Anzuchterde gelegt, damit sie nicht austrocknen. Die Samen verbleiben über den Winter in der Erde und treiben im Frühling aus.

Tipp: Wer erst im Frühling aussäen möchte, muss für einen Kältereiz sorgen und die Kerne etwa zwei Wochen vor der Aussaat in den Kühlschrank legen.

Krankheiten und Schädlinge an der Chinesischen Goldrose erkennen

Gelegentlich kann die Chinesische Goldrose von Echtem Mehltau oder Sternrußtau befallen sein. Betroffene Triebe sind zu entfernen, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Sternrußtau ist an schwarzen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Betroffene Blätter sind ebenfalls zu entfernen.

Weiterhin besteht eine gewisse Anfälligkeit für Valasaria insitiva. Der Schlauchpilz führt zur Valsakrankheit. Die von dem Pilz befallenen Äste können nicht erhalten werden und sterben ab.

Chinesische Goldrose überwintern

Die Chinesische Goldrose ist sehr gut winterhart. In der Regel ist kein Winterschutz notwendig. Es werden Temperaturen bis minus 20 Grad überstanden. Bei Jungpflanzen in exponierten Lagen kann ein Winterschutz empfohlen werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here