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Eberesche pflanzen: Anforderungen an Standort und Boden

Möchten Sie in Ihrem Garten eine Eberesche pflanzen, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Vor allem der Standort sollte gut durchdacht sein.

Eberesche pflanzen
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Die Eberesche (Sorbus aucuparia) ist vielen besser unter der Bezeichnung Vogelbeerbaum bekannt. Durch ihre orangen Früchte fallen die Rosengewächse besonders ins Auge. Häufig sind die robusten Mehlbeerengewächse an Straßenrändern in Städten anzutreffen. Doch auch im heimischen Garten ist die Eberesche eine beliebte und dekorative Pflanze. Die richtige Pflege des Vogelbeerbaumes beginnt mit der Pflanzung.

Kurze Pflanzenbeschreibung

Ebereschen zählen eher zu den zierlicheren Bäumen. Dies macht sie für die Kultivierung im heimischen Garten durchaus interessant. Die Vogelbeere bildet keine ausladende Krone aus. Die Wuchsform ist eher schlank und die Krone locker. Auch in ihrer Wuchshöhe bleibt die Eberesche eher bescheiden. Die Bäume werden etwa 12 Meter hoch. Wer eine Eberesche pflanzt, wird vermutlich ein Stück Natur an die nächste Generation weitergeben, denn die Bäume können zwischen 80 und 120 Jahre alt werden.

Eberesche (Sorbus aucuparia)
Wuchsgeschwindigkeit: 30 – 70 cm im Jahr
Wuchshöhe: 600 – 1.200 cm
Wuchsbreite: 400 – 600 cm
Wurzelsystem: Tiefwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: frischer bis nasser Boden
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Verbreitungsgebiet der Eberesche

Für die Pflanzung von Bedeutung ist immer auch das natürliche Verbreitungsgebiet der Gewächse. Hier wird es dem Hobbygärtner leicht gemacht, denn die Vogelbeere ist in ganz Europa heimisch. Im rauen Sibirien sind ebenso Vorkommen zu finden, wie auf den sonnigen Balearen, im Alpenvorland oder an der Nordseeküste. Auch in Österreich kommen die Bäume vor, ausgenommen der östliche Landesteil.

In der Natur kommt die Eberesche vorwiegend auf Lichtungen oder an Waldrändern vor. Man findet die Gewächse sowohl auf feuchtem Moorboden als auch an steinigen Gebirgshängen. In den Alpen wachsen die Bäume bis auf 2.000 Meter Höhe. Im hohen Norden finden sich Ebereschen sogar bis an die Küste des Eismeeres.

Eberesche pflanzen – der passende Standort

Die Eberesche ist recht robust und ist – wie bereits erwähnt – oft auch an Straßenrändern zu finden. Die Gewächse scheinen also resistent gegenüber Abgasen zu sein. Dennoch sollten Sie bei der Standortwahl einiges bedenken.

Wenn die Eberesche mit ihren hübschen Beeren erfreuen soll, benötigt sie einen sonnigen Standort. Allerdings sind die Bäume recht empfindlich gegenüber Hitze. Sie sollten die Bäume daher nicht in unmittelbare Nähe von Hauswänden setzen, da die Mauern die gespeicherte Wärme zusätzlich abgeben.

Tipp: Ein dunkler Standort hat eine spärliche oder gänzlich ausbleibende Blüte zur Folge.

Der Vogelbeerbaum bevorzugt eine Alleinstellung. In kleineren Gärten kann er auch als Überpflanzung von Beeten dienen, denn die lichte Krone lässt ausreichend Sonnenlicht auf die Pflanzen. Zu anderen Bäumen sollten mehrere Meter Abstand gehalten werden. Die Umpflanzung mit kleineren Büschen und Sträuchern ist jedoch kein Problem.

Standort in Kürze:

  • sonnig bis habschattig
  • Alleinstellung bevorzugt
  • nicht in Mauernähe
Achtung, Wurzeln: Die Wurzeln des Vogelbeerbaumes können sich als recht aggressiv erweisen. Schnell breitet die Pflanze ihre Wurzeln im Erdreich aus und kann dabei auch Rohre und Leitungen gefährden.

Das ideale Substrat für den Vogelbeerbaum auswählen

Bei der Wahl des Substrats werden Sie vor keine große Herausforderung gestellt. Die Pflanzen sind recht anspruchslos und mögen kein Überangebot an Nährstoffen. Normale Gartenerde erfüllt die Ansprüche der Pflanze hinreichend. Ein nährstoffarmer, humoser Boden ist ausreichend. Wichtig ist jedoch die Durchlässigkeit des Substrats. Mit grobem Sand oder Ton können Sie einen verdichteten Boden auflockern und verbessern. Ein leicht saurer Boden wird bevorzugt. Auch mit extrem sauren Böden hat die Eberesche kein Problem.

Substrat in Kürze:

  • nährstoffarm
  • humos
  • sauer
  • durchlässig

Ebereschen pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort auswählen
2. Substrat vorbereiten
3. Pflanze wässern
4. Pflanzloch ausheben
5. Drainage einbringen
6. Pflanze einsetzen
7. Wurzeln schonen
8. Pflanzloch schließen
9. Boden andrücken
10. Pflanze angießen

Ebereschen können das ganze Jahr über gepflanzt werden. Die optimale Pflanzzeit ist jedoch das Frühjahr.

Tipp: Vogelbeeren sollten in frostfreier Zeit gepflanzt werden. Die Wurzeln können sich im gefrorenen Boden nicht verankern und die Pflanze könnte Schaden nehmen.

Bedenken Sie vor der Pflanzung, dass die Eberesche

  • gern allein steht
  • Sonne zum Blühen braucht
  • ausladende Wurzeln besitzt
  • nicht an Mauern oder Hauswänden stehen möchte
  • kaum Früchte trägt, wenn sie zu dunkel steht
  • bis zu 100 Jahr alt wird

Die Eberesche pflanzen im Überblick

Maßnahme Erläuterung
Standort finden • Die Bäume benötigen einen sonnigen Standort. Aber auch im Halbschatten gedeihen die Gewächse.
• An einem zu dunklen Standort bleiben Blüten und Früchte aus.
• Die Eberesche ist relativ hitzeempfindlich und sollte nicht in der Nähe von Mauern, welche die Wärme reflektieren, gepflanzt werden.
• Bei der Pflanzung zu beachten ist auch das ausladende Wurzelsystem.
Boden vorbereiten • Normale Gartenerde ist für die Kultivierung der Eberesche ausreichend.
• Die Pflanzen benötigen einen lockeren Boden.
• Sauere Boden werden vertragen.
Eberesche pflanzen • Die Bäume gedeihen in Alleinstellung am besten.
• Zu anderen Bäumen sollten etwa vier Zentimeter Abstand bleiben.
• Das Pflanzloch ist in ausreichender Größe auszuheben.
• Vor der Pflanzung wird der Wurzelballen gewässert.
• Die Wurzeln werden vorsichtig in das Erdreich gesetzt und mit Substrat bedeckt.
• Nach der Pflanzung wird die Eberesche gut angegossen.

Was ist beim Umpflanzen zu beachten?

Bei der Standortwahl sollten die eben genannten Aspekte bedacht werden. Dann wird ein Umpflanzen meist nicht von Nöten sein. Hat man sich jedoch im Standort vertan und bemerkt, dass der Baum nur spärlich wächst und keine Früchte trägt, ist eine Änderung des Standorts ratsam. Recht junge Bäume vertragen das Umsetzen ohne große Probleme. Bei älteren Bäumen sollte davon abgesehen werden. Schon allein auf Grund der ausladenden Wurzeln wird ein Wechsel zu einem schwierigen und oft nicht von Erfolg gekrönten Unterfangen.

Müssen Sie doch einmal einen älteren Vogelbeerbaum umsetzen, sind einige Vorarbeiten notwendig. Zunächst müssen Sie dafür einen recht großen Wurzelballen abstecken. Zudem ist es notwendig, dem Baum das spätere Anwachsen am neuen Standort zu erleichtern. Dazu ziehen Sie einen Graben um die Pflanze herum und füllen ihn mit lockerer Erde, Sand und Kompost auf und gießen ihn reichlich. Die Eberesche wird in diesem Bereich des Bodens feine Wurzeln ausbilden, welche es dem Vogelbeerbaum leichter machen, sich nach dem späteren Umsetzen gut zu entwickeln.

Ist die Eberesche giftig?

Immer wieder hört man, dass Vogelbeeren giftig sind. Die Beeren der Eberesche sind in geringen Dosen jedoch nicht giftig. Verzehren Kinder und Tiere allerdings größere Mengen roher Beeren, können Durchfall und Erbrechen auftreten.

Tipp: Für Vögel sind die Beeren völlig ungiftig und eine beliebte Nahrungsquelle.

Die Beeren enthalten viel Vitamin C und können gekocht als Kompott genossen werden. Auch ein selbst gebrannter Schnaps wird den Hobbygärtner für die Kultivierung der Pflanze belohnen.

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