Eichhörnchen zu beobachten, macht nicht nur Kindern Freude. Also versuchen Sie doch mal, die kleinen Tierchen in Ihren Garten zu locken. Hier einige Tipps dazu.

Wenn Eichhörnchen durch den Garten huschen, sorgt das schnell für Aufregung bei den Kleinen. Schließlich bekommt man nicht jeden Tag ein Eichhörnchen zu sehen. Vor allem nicht im eigenen Garten. Dabei ist es gar nicht so schwer diesen so zu gestalten, dass sich die kleinen Tierchen häufiger sehen lassen oder sogar im Garten ansiedeln. Halten Sie sich einfach an die nachfolgenden Tipps und mit etwas Glück beherbergen Sie vielleicht schon bald ein Eichhörnchen in Ihrer grünen Oase.

Wie leben Eichhörnchen?

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Damit Sie erfolgreich Eichhörnchen in Ihren Garten locken können, müssen Sie verstehen, wie die Tiere leben. Nachfolgend dazu einige Fakten:

Bei uns leben die Eurasischen Eichhörnchen (Sciurus vulgaris), die rot-braun, rot-grau oder sogar braun-schwarz gefärbt sind. Sie sind vor allem tagaktiv und verbringen den größten Teil des Tages mit der Suche nach Nahrung. Doch sie verspeisen ihre Nahrung nicht sofort. Diese Tiere sind bekannt dafür, dass sie Futtervorräte anlegen, indem sie ihre Nahrung in verschiedenen Verstecken im Boden oder in Baumhöhlen lagern. Dieses Verhalten hilft ihnen dabei, die Wintermonate gut zu überstehen, wenn das Nahrungsangebot im Freien sehr knapp sein kann.

In Bezug auf die Fortpflanzung haben Eichhörnchen in der Regel zwei Zuchtsaisons pro Jahr, wobei die Hauptpaarungszeiten im späten Winter und im Frühsommer liegen. Nach einer Tragzeit von etwa einem Monat bringt das Weibchen dann mehrere Jungen zur Welt, die anfangs blind und hilflos sind. Deshalb werden sie mehrere Wochen im Nest umsorgt, bis sie schließlich selbstständig genug sind, um herumzuklettern.

Eichhörnchen sind zudem sehr territoriale Tiere. Das bedeutet, dass sie ihr Gebiet aktiv gegen Eindringlinge verteidigen. An das Zusammenleben mit uns Menschen haben sie sich hingegen gut angepasst. Und genau das erleichtert es Ihnen, die neugierigen Tiere in Ihren Garten zu locken.

Warum überhaupt Eichhörnchen anlocken?

Jetzt mögen sich vielleicht einige fragen, warum man überhaupt Eichhörnchen in den Garten locken sollte. Ganz einfach: weil es interessant ist, die flinken Tierchen zu beobachten. Kinder lieben es und lernen auf diese Weise gleich auch noch etwas über die Lebens- und Verhaltensweise der Tiere kennen – und das ohne, dass die Tiere dafür extra wie im Zoo eingesperrt werden müssen.

Doch es macht nicht nur Freude, Eichhörnchen zu beobachten. Sie verbreiten auch verschiedene Pflanzen im Garten. Denn manchmal vergessen Eichhörnchen, wo sie ihre Nüsse und Samen in der Erde versteckt haben. Und das wiederum sorgt dann dafür, dass neue Pflanzen sprießen. Auf diese Weise sorgen die kleinen Tierchen in Wäldern sogar für eine Aufforstung. Wenn Sie nach ihrer Nahrung im Boden suchen, belüften sie diesen obendrein. Eichhörnchen im Garten anzusiedeln, hat also durchaus Vorteile.

Mit diesen Tipps locken Sie Eichhörnchen in Ihren Garten

Eichhörnchen anlocken - So fühlen sie sich in Ihrem Garten wohl
Sie dürfen die Tierchen ruhig füttern – © dieter76 / stock.adobe.com

Sie können nicht nur Bienen und Schmetterlinge anlocken, einen igelfreundlichen Garten anlegen sowie Eidechsen im Garten ansiedeln. Sie können auch Eichhörnchen anlocken und somit die Artenvielfalt in Ihrem Garten fördern. Halten Sie sich dazu einfach an die nachfolgenden Tipps:

• Tipp 1 – Garten eichhörnchensicher machen:

In der freien Natur haben Eichhörnchen Greifvögel, Marder und Hauskatzen als Feinde. Im Garten wiederum lauern sogar noch mehr Gefahren. Hierbei stellen vor allem Regentonnen ein großes Risiko für die Tiere dar. Denn auf der Suche nach Wasser fallen sie häufig hinein, können dann an den glatten Wänden nicht mehr nach oben klettern und ertrinken. Verschließen Sie Ihre Regentonnen deshalb am besten mit einem Deckel oder mit einem engmaschigen Netz. Soll die Regentonne offen bleiben, legen Sie wenigstens einen Ast schräg hinein. So können sich die Tiere notfalls selbst retten.

Ansonsten ist es ratsam, auf Chemie im Garten zu verzichten. Vor allem körnige Dünger verwechseln Eichhörnchen gerne mal mit Samen. Das kann im schlimmsten Fall ihren Tod bedeuten. Setzen Sie deshalb allen Tieren im Garten zuliebe besser auf biologischen Dünger wie auf Kompost, Mist oder Pflanzenjauche.

• Tipp 2 – Futter anbieten:

Gefriert im Winter der Boden, haben es Eichhörnchen schwer an die Nahrung zu kommen, die sie im Herbst im Boden versteckt haben. Außerdem beginnt im Winter die Paarungszeit der Tiere. Somit ist vor allem der Energiebedarf der Weibchen erhöht. Es macht also durchaus Sinn, den kleinen Tierchen Nahrung anzubieten. Beliebt sind vor allem:

  • Walnüsse
  • Haselnüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Pinienkerne
  • Maiskörner
  • Rosinen
  • Karotten
  • Apfelstücke
  • Weintrauben
  • Gurke

Mandeln, Erdnüssen und Essensreste sind für Eichhörnchen hingegen tabu.

Wenn Sie Eichhörnchen füttern, ist es wichtig, dass Sie das Futter so anbieten, dass keine Katzen oder Hunde die Tierchen angreifen können. Also am besten in 2 m Höhe an einem Baum. Ich empfehle obendrein das Futter in ein Futterhaus speziell für Eichhörnchen zu geben. Denn dieses besteht in der Regel aus unbehandeltem Holz und besitzt ein Fenster sowie eine bewegliche Klappe. Eichhörnchen gelangen so prima alleine an das Futter.

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• Tipp 3 – Geeignete Futterpflanzen anbauen:

Sie können obendrein speziell für die kleinen Tierchen Pflanzen in den Garten setzen und so für ein optimales Nahrungsangebot sorgen. Denn Eichhörnchen fressen nicht nur Nüsse, sondern auch Früchte, junge Triebe und Zapfen. Setzen Sie deshalb am besten auf die folgenden Pflanzen:

  • Haselnussstrauch
  • Apfelbaum
  • Birnbaum
  • Walnussbaum
  • Buche
  • Edelkastanie
  • Hainbuche
  • Sonnenblumen
  • Mais
  • Fichten
  • Kiefern

• Tipp 4 – Wasserstelle anlegen:

Eichhörnchen benötigen neben Futter natürlich auch Wasser. Einfache Vogelbäder oder flache Schalen können ausgezeichnete Wasserquellen für die Tiere sein. Es ist jedoch wichtig, dass Sie diese sauber und frei von Schmutz halten, um die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.

• Tipp 5 – Unterschlupf anbieten:

Haben Sie viele Bäume im Garten, ist die Wahrscheinlichkeit ohnehin schon sehr hoch, dass sich Eichhörnchen darin ansiedeln. Denn hoch oben in den Verzweigungen bauen die Tierchen ihre Nester, auch Kobel genannt. In diesen ruhen sie sich nicht nur aus, sie ziehen darin auch ihren Nachwuchs groß. Aber auch Baumhöhlen werden von den flinken Tierchen gerne als Unterschlupf genutzt.

Sollten sich keine Eichhörnchen trotz vieler Bäume in Ihrem Garten ansiedeln, können Sie mit künstlichen Kobeln nachhelfen. Aber auch Nistkästen werden von den Tierchen gerne besiedelt. Hängen Sie die Kobel bzw. Nistkästen so wie die Futterhäuschen auch weit oben im Baum auf. Kobel können Sie übrigens kaufen oder auch selbst bauen. Eine entsprechende Anleitung dazu finden Sie z.B. beim BUND Naturschutz Kreisgruppe Nürnberg unter nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de.

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Was, wenn man ein verletztes Eichhörnchen findet?

Eichhörnchen anlocken - So fühlen sie sich in Ihrem Garten wohl
Ist ein Tier verletzt, nehmen Sie Kontakt zum Tierarzt oder Wildtierschützer auf – © Canvas Alchemy / stock.adobe.com

Auch wenn Eichhörnchen flink sind und sich so gut vor Gefahren schützen können, kann es trotzdem mal geschehen, dass sie sich verletzen. Finden Sie in Ihrem Garten ein verletztes Tier, sollten Sie zunächst den Schweregrad der Verletzung aus der Ferne einschätzen. Wenn das Eichhörnchen mobil und wach ist, ist es möglicherweise am besten, wenn Sie es in Ruhe lassen, da es möglicherweise keine Hilfe benötigt. Ist es jedoch schwer verletzt, sollten Sie Kontakt zu einem Tierarzt oder Wildtierschützer aufnehmen.

Handelt es sich bei dem gefundenen Tier um ein Junges, versuchen Sie dieses bis zum Eintreffen der Hilfe warmzuhalten. Das gelingt am besten mit einer lauwarmen Wärmflasche.

Fazit

Eichhörnchen im Garten zu beherbergen, ist für Groß und Klein ein tolles Erlebnis. Wichtig ist nur, dass Sie Abstand halten, auf Sauberkeit in Futterstation und Wasserstelle achten sowie auf den Einsatz von Chemie im Garten verzichten. Dann werden Sie und Ihre Kinder sicherlich viel Freude beim Beobachten haben. Mit etwas Glück werden die Tierchen sogar zahm und lassen sich von Ihnen gar nicht stören.

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Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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