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Elefantenfuß umtopfen – Anleitung und wichtige Hinweise

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Der Elefantenfuß gehört zu den Pflanzen, für die Sie keinen grünen Daumen benötigen. Dennoch muss er auch mal umgetopft werden. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Elefantenfuß umtopfen
© Szabolcs / stock.adobe.com

Der Elefantenfuß stammt ursprünglich aus Mexiko und gehört bei uns zu den pflegeleichten Topfpflanzen. Er wächst relativ langsam, vor allem in Topfkultur bleibt er deutlich kleiner als in seiner Heimat, in der eine Wuchshöhe von etwa neun Metern erreichen kann. Daher muss er auch nicht ständig umgetopft werden. Es kann jedoch notwendig werden, dass die Pflanze in ein neues Pflanzgefäß umziehen muss. Wie Sie erkennen, dass der Elefantenfuß umgetopft werden muss und wie Sie dabei am besten vorgehen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Woran erkennt man, dass der Elefantenfuß umgetopft werden muss?

Es gibt einige Anzeichen, wie sich erkennen lässt, dass eine Pflanze ein neues Pflanzgefäß benötigt. Um auf Nummer sicher zugehen, kontrollieren Sie zunächst die Wurzeln. Wachsen die Wurzeln bereits aus dem Abzugsloch, ist dies nicht zwingend ein Anzeichen, dass ein neuer Pflanztopf benötigt wird. Ob die Wurzeln das Pflanzgefäß komplett ausfüllen, lässt sich erst herausfinden, wenn die Pflanze aus dem Topf gehoben wird. Besteht der Ballen beinahe vollständig aus Wurzelwerk und ist kaum noch Substrat erkennbar, ist es an der Zeit für ein neues und wesentlich größeres Pflanzgefäß.

Auch das Substrat selbst kann einen Hinweis liefern, ob das Umtopfen notwendig wird. Häufig zeigt die Erde bereits oberflächlich Verfärbungen. Ist eine weiße Verkrustung auf dem Substrat entstanden, wurde vermutlich mit harten Wasser gegossen oder der Elefantenfuß hat zu viel Dünger abbekommen.

Grundsätzlich gilt: Der Elefantenfuß sollte etwa alle drei bis vier Jahre umgetopft werden.

Wann ist der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen?

Der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen des Elefantenfußes ist das Frühjahr. Es kann sich auch notwendig machen, die Pflanze nach der Anschaffung umzupflanzen. Drängen die Wurzeln an den Seiten bereits aus dem Pflanzgefäß, ist dies ein deutliches Zeichen, dass der Pflanztopf zu klein erscheint. Standen die Pflanzen zu lange im Geschäft, kann das Substrat auch schon verbraucht sein und die Pflanze unter Wachstumsstörungen leiden.

Das passende Pflanzgefäß auswählen

Umpflanzen bedeutet meist nicht nur, das Substrat auszutauschen, sondern auch das Pflanzgefäß zu erneuern. Dabei kommt es darauf an, den Ansprüchen der Pflanze gerecht zu werden. Damit der Elefantenfuß sich ausreichend ausbreiten kann, ist der Pflanztopf mindestens 20 Prozent größer zu wählen als die Pflanze selbst. Weiterhin ist es wichtig, dass sich im Topfboden genügend Abzugslöcher für das Gießwasser befinden. Das Gießverhalten auf die Ansprüche des Elefantenfußes abzustimmen, ist nicht immer einfach. Daher kann es schnell zu Staunässe führen, wenn Sie das Gießen übertreiben. Ein flaches Pflanzgefäß ist daher für den Elefantenfuß gut geeignet, denn dadurch lässt sich Staunässe verhindern. Originelle Pflanzgefäße sind natürlich auch möglich.

Wichtig:
Steht das Pflanzgefäß in einem Untersetzer, ist das Gießwasser auch im Unterteller regelmäßig zu entfernen.

Vorsicht beim Austopfen

Bevor der Elefantenfuß ins neue Pflanzgefäß umziehen kann, müssen Sie ihn austopfen. Dabei sollten Sie behutsam vorgehen, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden. Nicht selten ist das Pflanzgefäß vollständig vom Wurzelwerk durchdrungen. Dies erkennen Sie an den Verfilzungen, die sich am Gefäßboden und an den Seiten zeigen. Oftmals drückt es den Wurzelballen regelrecht aus dem Pflanztopf.

Um den Elefantenfuß besser aus dem Pflanzgefäß lösen zu können, können Sie die Pflanze seitwärts kippen. Lässt sich der Elefantenfuß nicht aus dem Topf lösen, können Sie durch Schläge mit einem Kochlöffel auf den Gefäßboden nachhelfen. Bleibt auch dies ohne Erfolg, ist es ratsam, den Pflanztopf zu zerstören, anstatt die Pflanze mit Gewalt zu entfernen und die Wurzeln zu beschädigen. Tontöpfe können zerschlagen werden. Für Plastiktöpfe benötigen Sie eine Gartenschere. Schneiden Sie vorsichtig und bitten einen Helfer, den Pflanztopf nach dem Schnitt wegzuziehen.

Elefantenfuß umtopfen – Schritt für Schritt Anleitung

Anleitung Elefantenfuß umtopfen
© bilderhexchen / stock.adobe.com

Schritt 1:

Nach der Wahl des passenden Pflanzgefäßes wird der Elefantenfuß ausgetopft. Im Idealfall lässt sich die Pflanze einfach lösen. Ansonsten muss mit einer der beschriebenen Methoden nachgeholfen werden.

Schritt 2:

Ist die Pflanze vom alten Pflanzgefäß befreit, sollte das Substrat vollständig entfernt werden. Das Substrat verbraucht nach einigen Jahren und es können sich auch Pilze und Bakterien angesiedelt haben.

Schritt 3:

Füllen Sie zunächst etwas Substrat in den Pflanztopf und setzen den Elefantenfuß anschließend ein. Das Substrat wird nun bis zum Topfrand aufgefüllt und anschließend gießen Sie den Elefantenfuß gut an, damit er sich von den Strapazen des Umpflanzens erholt und genügend Feuchtigkeit in seinem Stamm speichern kann.

In diesen Fällen ist schnelles Handeln erforderlich

Bei Staunässe sollten Sie schnell handeln. In diesem Fall spielt es keine Rolle, ob die Wurzeln noch ausreichend Platz im Pflanztopf haben. Das Umtopfen kann als letzte Rettung verstanden werden. Oftmals wird aber auch diese Maßnahme nicht mehr helfen, nämlich dann, wenn der Stamm bereits zu faulen begonnen hat.

Bei Staunässe sollten Sie versuchen, den Wurzelballen nach dem Austopfen vollständig von Erde zu befreien und anschließend zu trocknen. Legen Sie den Elefantenfuß dafür für einige Stunden in die Sonne oder benutzen die niedrigste Stufe eines Föhns für die Trocknung. Das Substrat nun komplett austauschen und nur geringfügig angießen, damit sich der Elefantenfuß von seinem Feuchtigkeitsüberschuss erholen kann.

Wichtig:
Auch bei überdüngtem Boden oder versalzener Erde ist ein umgehendes Umtopfen notwendig.

Wann nicht umgetopft werden sollte

Wächst die Pflanze nur spärlich, obwohl die Wurzeln noch ausreichend Bewegungsspielraum besitzen, sollten Sie die Pflanze nicht umtopfen. Umtopfen bedeutet Stress und diesen können bereits kränkelnde Pflanzen nicht vertragen. Ist die Ursache für den spärlichen Wuchs gefunden und behoben, sollte sich die Pflanze zunächst regenerieren können und erst umgetopft werden, wenn sie gesund und kräftig genug dafür ist.


Foto1: © Szabolcs / stock.adobe.com, Foto2: © bilderhexchen / stock.adobe.com

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