Auf Dauer wird es einem Olivenbaum zu eng in seinem Topf, weshalb ein regelmäßiges Umtopfen notwendig ist. Ich erkläre hier, wie Sie dabei richtig vorgehen.

Um ihnen das ganze Jahr über die richtigen Umgebungsbedingungen zu bieten, werden Olivenbäume vorwiegend in Töpfe gepflanzt. Von Zeit zu Zeit kann es daher wichtig sein, sie in ein größeres Gefäß zu setzen. Doch wann ist dieser Zeitpunkt gekommen und worauf muss man beim Umtopfen achten? Das erkläre ich Ihnen nachfolgend im Detail.

Warum sollten Olivenbäume umgetopft werden?

In der Natur wächst der Olivenbaum für gewöhnlich bis zu einer Höhe von 20 Metern heran und bildet eine bis zu fünf Meter ausladende Krone. Da er in unseren Breitengraden jedoch nicht das ganze Jahr über mit den entsprechenden Temperaturen versorgt werden kann, bleibt er relativ klein. Aufgrund dessen werden die meisten Olivenbäume gerne in Töpfe und Kübel gepflanzt. Auf diese Weise ist es auch möglich, den Olivenbaum zum Überwintern ins Haus zu holen, damit er es weiterhin möglichst warm hat. Allerdings besteht innerhalb des Topfs nur ein begrenzter Raum. Auf Dauer wird es dem Baum darin zu eng, sodass ein Umtopfen notwendig ist.

Wann und wie oft sollten Olivenbäume umgetopft werden?

Olivenbaum umtopfen
Olivenbäume sollten etwa alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden – © Elena Loginova / stock.adobe.com

Da Olivenbäume ein sehr schnelles Wachstum an den Tag legen, sollten Sie diese nach dem Kauf etwa alle zwei bis drei Jahre umtopfen. Dank dieses Rhythmus kann der Olivenbaum ohne Schwierigkeiten bis zu zwei Meter hoch werden. Gleichwohl sollten Sie immer den individuellen Wuchs des Baums beobachten. So gibt es zum Beispiel Exemplare, die bereits jährlich umgetopft werden müssen.

Der optimale Zeitpunkt zum Umtopfen ist gekommen, wenn sich die Wurzeln durch die unterseitig vorhandenen Abflusslöcher schlängeln. Denn spätestens dann benötigt der Baum mehr Platz.

Vorkehrungen beim Umtopfen

Bevor Sie Ihren Olivenbaum umtopfen, sollten Sie einige Vorkehrungen treffen. Dazu zählen:

➭ frische Erde besorgen:

Bezüglich der Erde ist eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Humus empfehlenswert. Sie kann zugleich mit sogenannter Zitruspflanzenerde angereichert werden. Wichtig ist eine hohe Durchlässigkeit, um Staunässe entgegenzuwirken.

Um einen einwandfreien Übergang zu schaffen und die Wurzeln zum Trieb anzuregen, sollten Sie die Erde zusätzlich mit Eierschalen, Knochenmehl oder Hornspäne anreichern. Dies versorgt sie hinreichend mit Kalium.

➭ einen passenden Topf auswählen:

Bei der Wahl des richtigen Topfes ist es selbstverständlich, dass er etwas größer sein sollte als der alte. Experten geben hier eine Vergrößerung von vier Zentimetern an, was den Durchmesser betrifft. Wichtig ist auch, dass er am Boden ein Loch zum Abfließen von überschüssigem Gießwasser besitzt. Dies schützt den Olivenbaum zusätzlich vor Staunässe.

➭ den richtigen Zeitpunkt abpassen:

Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen ist im späten Winter oder frühen Frühjahr gekommen, wenn sich der Baum noch im Winterlager befindet. Denn erst wenn die Temperaturen steigen und der Baum möglicherweise auch an die frische Luft gestellt wird, ist es wichtig, dass er mit den richtigen Nährstoffen versorgt ist und die Wurzeln anwachsen konnten.

Wie wird ein Olivenbaum richtig umgetopft?

Olivenbaum umpflanzen
Es ist eine Mischung aus Gartenerde, Sand und Humus empfehlenswert – © Elena Loginova / stock.adobe.com

Schon nach dem Erwerb eines Olivenbäumchens ist es sinnvoll, ein erstes Umtopfen vorzunehmen. Denn auf diesem Weg verhindern Sie, dass sich mögliche Schädlinge im Boden ausbreiten und dem Bäumchen schaden. Der folgende Vorgang ist nicht nur beim frisch gekauften Olivenbaum im Topf empfehlenswert, sondern auch bei größeren Exemplaren anwendbar:

  1. Olivenbaum zur Entfernung des Topfs auf die Seite legen.
  2. Topf durch vorsichtiges Drehen und Ziehen lösen.
  3. Gelockertes Substrat abklopfen, sodass der Wurzelballen freiliegt.
  4. Abgestorbene Wurzelenden, Unkraut und Moos abschneiden bzw. entfernen.
  5. Topf mit einer Drainageschicht (Blähton) am Boden ausstatten.
  6. Nun etwa ein Viertel des Topfs mit der vorbereiteten Erde auffüllen.
  7. Olivenbaum obenauf setzen und den Topf seitlich mit Erde auffüllen.
  8. Erde fest andrücken.
  9. Olivenbaum gut gießen.

Während der ersten sechs Wochen nach dem Umtopfen sollten Sie auf eine Düngung des Baums verzichten. Denn innerhalb dieser Zeit liefert die frische Erde genügend Nährstoffe, um den Olivenbaum zu versorgen.

So wächst der Olivenbaum schön gerade weiter

Es ist nicht immer so, dass der Olivenbaum gerade nachwächst. In diesem Fall ist es schon sinnvoll, beim Umtopfen dafür zu sorgen, den Wuchs in eine andere Richtung zu lenken. Das klappt, indem Sie wie folgt vorgehen:

Nachdem Sie den Olivenbaum aus seinem Topf befreit haben, kürzen Sie den Wurzelballen seitlich ein. Hierbei sollten Sie jedoch nicht willkürlich eine Seite kürzen, sondern jene, die der Wuchsrichtung gegenüberliegt. Das heißt, wenn er sich nach rechts neigt, müssen Sie den Wurzelballen links einkürzen. Neigt er sich stattdessen nach links, wird er rechts eingekürzt.

Außerdem kann es hilfreich sein, den Wurzelballen um etwa zehn Prozent zu verkleinern. Dies ist besonders empfehlenswert, wenn der Olivenbaum nach dem Umtopfen nicht mehr weiter wächst.

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Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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