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Essigbaum schneiden – So wirken Sie kahlen Stellen entgegen

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Essigbäume wachsen gern hoch hinaus. Das lässt sie aber sehr schnell kahl aussehen. Aber keine Angst, damit müssen Sie nicht leben. Ein Rückschnitt kann hier Wunder wirken.

Essigbaum schneiden
Wird der Essigbaum innen zu kahl, muss er beschnitten werden
Der Essigbaum ist mit seinen gefiederten und im Herbst bunt gefärbten Blättern eine wahre Pracht für den Garten. Er wächst problemlos und erhält seine schöne Krone auch ohne Formschnitt. Hin und wieder, vor allem aber, wenn er entweder verkahlt oder zu hoch und ausladend wird, ist doch ein Schnitt notwendig. Schneiden Sie nicht zu viel, denn der Essigbaum treibt aus den Schnittstellen sehr gern neu aus und wird dann noch üppiger und höher.

Welche Triebe und Äste werden beim Essigbaum geschnitten?

Wenn der Baum im unteren und inneren Bereich eher kahl wirkt, bedeutet das, dass die gesamte Kraft in die oberen Zweige geht. Entfernen Sie lange Triebe und schneiden Sie verkümmerte und vertrocknete Äste heraus.

Zweige, die sich kreuzen, kappen Sie ebenfalls. Insgesamt wird der Baum so weit ausgelichtet, dass die einzelnen Äste einen Abstand von etwa 20 Zentimetern zueinander haben.

Anleitung:

1 Die Schnittstellen befinden sich idealerweise drei bis fünf Millimeter über einem Auge. Setzen Sie die Schere dabei leicht schräg an. Vorsicht: Oft bildet der Essigbaum aus der Schnittstelle drei oder mehr neue Triebe aus.

2 Beugen Sie dem neuen austrieb vor, indem Sie die gekappten Stellen mit Baumwachs versiegeln.

Der Essigbaum, auch Hirschkolbensumach genannt, gilt als mäßig giftig. Tragen Sie beim Schneiden vorsichtshalber Handschuhe und einen Augenschutz.

Der beste Zeitpunkt für den Essigbaum-Schnitt

Im Herbst ist der optimale Zeitpunkt, um den Essigbaum zu schneiden. Das Frühjahr eignet sich ebenfalls, wenn der Baum noch nicht ausgetrieben hat. Begutachten Sie auch die Baumscheibe – häufig treibt der Essigbaum rund um die Baumscheibe kräftige Ausleger.

Bei dieser Gelegenheit: Werfen Sie einen Blick auf die Umgebung des Baumstamms, und zwar bis in einige Meter Entfernung. Der Essigbaum ist äußerst fleißig und bildet sehr lange Wurzeln, die überall durchschlagen. Die Rhizome sind so kräftig, dass sie Teichfolie durchbohren und Platten oder Asphalt heben können. Deshalb sollte der Standort eines Essigbaums nicht in Teichnähe oder neben Wegen und gepflasterten Plätzen liegen. Wenn Sie die Wurzeltriebe früh genug entdecken, können Sie sie leicht herausziehen – andernfalls übernimmt der Baum mit seinen Rhizomen schnell die Regie über den gesamten Garten.

Essigbaum im Kübel: Mit regelmäßigem Schnitt in Schach halten

Der Essigbaum wächst sehr gut in einem großen Kübel. Hier können Sie nach Herzenslust schneiden – er nimmt nichts übel. Sie erhalten damit einen üppig wachsenden, strauchähnlichen Baum, der sich gut auf der Terrasse macht.


Foto1: © msl33 - Fotolia.com

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