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Frischen Rotkohl einfrieren – so wird’s gemacht!

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Frischer Rotkohl ist definitiv gesünder als die Variante aus dem Glas. Wir erklären, wie Sie Rotkohl einfrieren können und so das ganze Jahr davon zehren.

Rotkohl einfrieren
© Osterland – Fotolia.com
Wer Gemüse haltbar machen und gleichzeitig dafür sorgen will, dass möglichst viele der wertvollen Nährstoffe erhalten bleiben, entscheidet sich gerne für das Einfrieren. Warum also nicht auch Rotkohl einfrieren, wenn dieser im Garten üppig vorhanden oder auf dem Wochenmarkt aktuell günstig zu haben ist? In der Tat eignet sich Rotkohl ohne Probleme zum Einfrieren, sofern ein paar wichtige Grundregeln beherzigt werden. Damit das Wintergemüse auch im Sommer noch genossen werden kann, muss es vor dem Einfrieren entsprechend vorbereitet werden. Also heißt es Rotkohl putzen, zerkleinern, blanchieren, abschrecken und so weiter. Wir halten nachfolgend eine detaillierte Anleitung bereit, die leicht verständlich aufzeigt, welche Schritte zum Einfrieren von Rotkohl erforderlich sind.

Warum bietet sich das Einfrieren von Rotkohl an?

Rotkohl gilt nicht nur als besonders nährstoffreiches, sondern auch als sehr schmackhaftes Gemüse. Je frischer der Rotkohl, desto nährstoffreicher ist er meist. Hinzu kommt außerdem, dass fertiger Rotkohl aus dem Glas oder aus der Tüte meist mit Zucker und anderen Zusatzstoffen versehen wurde. Wer diese meiden und sich noch gesünder ernähren möchte, macht frischen Rotkohl daher im Winter haltbar, um diesen länger genießen zu können. Im Tiefkühlregal der meisten Supermärkte wird gefrorener Rotkohl in seiner rohen Form ohne Zusätze zudem oftmals nicht zu finden sein. Auch das spricht für das Einfrieren in Eigenregie.

Während der gesunde Kohl im Kühlschrank unbedingt ins Gemüsefach gehört, kann er dort nur maximal zehn Tage gelagert werden. Abhängig davon, wie frisch der Kohl in den Kühlschrank gegeben wurde und wie genau das Kühlgerät eingestellt wurde, sollte Rotkohl unter Umständen sogar nur fünf Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Einfrieren ist also insofern von handfestem Vorteil, dass eine Aufbewahrung in der Gefriertruhe oder im Tiefkühlschrank über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten möglich ist.

Rotkohl einfrieren – das korrekte Vorgehen

Um frischen Rotkohl einfrieren zu können, muss der Kohl zunächst geputzt werden. Dabei hat sich das nachfolgende Vorgehen bewährt:

  1. Die äußeren Blätter vom Rotkohl abtrennen und entsorgen
  2. Den Kohl bereits jetzt kurz abspülen, falls dies sinnvoll erscheint
  3. Den Kohlkopf vierteln – dazu bitte ein möglichst großes und scharfes Messer verwenden
  4. Den Strunk entfernen
  5. Den Rotkohl in möglichst schmale Streifen zerteilen (das gelingt quer am besten)
  6. Ein Sieb zur Hand nehmen, um die Kohlstreifen unter fließendem Wasser noch einmal gründlich zu reinigen und von möglichem Dreck zu befreien

Bei Rotkohl handelt es sich um eine der stark färbenden Kohlsorten. Daher ist es besonders wichtig, Handschuhe und auch eine Schürze zu tragen, wenn frischer Rotkohl in der eigenen Küche verarbeitet wird. Sonst sind unschöne Flecken auf der Kleidung möglicherweise die logische Folge. Nachdem der Rotkohl entsprechend vorbereitet wurde, sollte dieser kurz angedünstet werden. Dies erhält die wertvollen Vitalstoffe, während der Kohl für das Einfrieren optimal vorbereitet wird.

Expertentipp:

Wer sich mit dem Zerkleinern von Rotkohl etwas schwer tut, Angst um seine Finger hat oder den Kohl möglichst gleichmäßig zerkleinern möchte, der sollte lieber nicht auf ein Messer zurückgreifen. Vielmehr hat sich ein Gemüsehobel bewährt. Mit diesem praktischen Tool lassen sich selbst große Mengen von Rotkohl im Nu zerkleinern. Wer große Mengen an Rotkohl selbst anbaut und diese im Winter Jahr für Jahr durch das gezielte Einfrieren haltbar machen möchte, sollte diese Investition also in Erwägung ziehen. Gemüsehobel sind im Fachhandel schließlich schon für kleines Geld erhältlich.

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Tipps zum Blanchieren von frischem Rotkohl

Wer frischen Rotkohl einfrieren will, sollte dem Kohl zunächst blanchieren. Dazu bitte einen ausreichend großen Topf zur Hand nehmen. Darin leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Nun gilt es abzuwarten, bis das Wasser komplett kocht. Dann erst den Kopf zu dem sprudelnden Salzwasser hinzufügen. Der Kohl sollte im nächsten Schritt zwischen einer und drei Minuten auf dem Herd gegart werden.

Im Anschluss an den Kochvorgang ist es ausgesprochen wichtig, dass der Kohl abgeschreckt wird. Nur dann bleibt das Gemüse knackig und schmeckt somit auch nach dem Auftauen deutlich besser. Daher das eigentliche Wintergemüse am Besten erneut in ein Sieb geben. Dann mit möglichst kaltem Leitungswasser abschrecken.

Falls das Leitungswasser nicht kalt genug sein wollte, bietet sich Eiswasser als Alternative an. Dazu eine Schüssel mit kaltem Wasser und Eiswürfeln füllen. In dem Eisbad kann der Rotkohl nun ein bis zwei Minuten lang abkühlen. Diese Art des Abschreckens hat sich in der Praxis als besonders effektiv bewährt. Danach kann der Rotkohl im Prinzip eingefroren werden.

In welchem Behältnis kann ich Rotkohl einfrieren?

Beim Einfrieren von Rotkohl kommt es ebenso auf die Wahl des geeigneten Behälters an. Denn wenn sich der Behälter nicht für das dauerhafte Einfrieren von Lebensmitteln eignet, ist Gefrierbrand so gut wie garantiert. Dies wäre sehr schade, da das Einfrieren von frischem Rotkohl schließlich mit dem eben beschriebenen Aufwand verbunden ist. Ein frostfester Behälter ist somit ein Muss. Ob eine Frischhaltebox oder Gefrierbeutel zum Einsatz kommen sollen, ist allerdings eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die Vor- und Nachteile dieser verschiedenen Behälter werden nachfolgend ersichtlich:

  • Gefrierbeutel sind kostengünstiger
  • Frischhalteboxen sind umweltfreundlicher, da sie häufiger wiederverwendet werden können
  • Gefrierbeutel nehmen weniger Platz im Tiefkühlschrank weg und können leichter/ flexibler verstaut werden
  • Minderwertige Frischhalteboxen nehmen womöglich die rote Farbe des Kohls an und verfärben sich dauerhaft
  • Bei Gefrierbeuteln kann es zu Gefrierbrand kommen, wenn diese nicht korrekt verschlossen werden
  • Gefrierbeutel können unmittelbar auf dem Beutel mit dem Einfrierdatum beschriftet werden

Nachdem der Rotkohl nun in ein Behältnis nach Wahl umgefüllt wurde, sollte das Einfrierdatum auf dem Behälter vermerkt werden. Dies ist wichtig, um zu garantieren, dass der Rotkohl zum Zeitpunkt der Entnahme auch wirklich noch haltbar und verzehrfähig ist. Dies lässt sich durch einen Blick auf das Einfrierdatum später kinderleicht überprüfen. Damit der Rotkohl besonders schnell und gleichmäßig einfriert, am besten die Schockfrost-Funktion nutzen.

Alternative: Rotkohl erst kochen und dann einfrieren

Nicht nur frischer Rotkohl, der blanchiert wurde, ist im Gefrierschrank bis zu einem halben Jahr lang haltbar. Ebenso besteht die Möglichkeit, Rotkohl fertig zu kochen und mit den gewünschten Gewürzen anzureichern, bevor dieser im Tiefkühlschrank haltbar gemacht wird.

Großer Vorteil: Nach dem Auftauen muss der Rotkohl nur noch aufgewärmt und kann unmittelbar als Beilage verzehrt werden. Allerdings sind die Einsatzmöglichkeiten dann eingeschränkt, wenngleich sich eine fertige Rotkohl-Beilage später schneller zubereiten lässt.

Wie der Kohl zuvor zubereitet wurde (zum Beispiel erst mariniert und dann geschmort), spielt für das Einfrieren übrigens keine Rolle. Allerdings gilt es darauf zu achten, den Kohl in praktischen Portionsgrößen, die zu den eigenen Ernährungsgewohnheiten passen, einzufrieren.


Foto1: © Osterland - Fotolia.com

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