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Fuchsien pflegen: So wachsen und blühen Fuchsien üppig und prachtvoll

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Fuchsien sind zwar recht anspruchslos, sie gedeihen aber trotzdem nur bei richtiger Pflege prächtig. Sie müssen also schon ein wenig nachhelfen.

Fuchsien sind anspruchslos
Fuchsien sind anspruchslos

Die Fuchsie ist eine ideale Balkon- und Kübelpflanze für halbschattige bis schattige Standorte. Sie sehen jedoch nicht nur schön aus, sie sind zudem auch noch recht pflegeleicht. Das liegt daran, dass die Pflanzen recht widerstandsfähig sind und keine großen Ansprüche haben. Sie haben also mit wenig Aufwand den ganzen Sommer über eine üppige Blütenpracht. Wenn Sie sie richtig überwintern, dann blühen sie auch im nächsten Jahr wieder wunderschön.

So sieht der richtige Standort aus

Wählen Sie einen halbschattigen bis schattigen Platz für Ihre Fuchsien aus. Standorte mit Vormittags- und Spätnachmittagssonne passen gut. Wenn nur ein vollsonniger Platz zur Verfügung steht, sind traubenblütige Sorten, so genannte Triphylla-Hybriden, gut geeignet. Diese Sorten vertragen viel Sonne. Andere Fuchsienarten können ebenfalls an einen sonnigen Platz, wenn der Boden feucht genug ist.

Auf Sonne und Hitze reagieren vor allem die Blätter empfindlich. Wenn die Fuchsie die Blätter hängen lässt, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass es ihr zu heiß ist. Sie schützt sich mit dem Hängenlassen der Blätter davor, dass sie noch mehr Feuchtigkeit verdunstet.

Das sollten Sie bei der Substratwahl beachten

Normale Blumenerde, gemischt mit etwas Sand, ist für Fuchsien ideal geeignet. Kübel und Blumenkästen dürfen nicht zu groß sein, sonst entwickeln die Fuchsien keine kräftigen Wurzelballen. Günstig ist ungefähr eine handbreit rund um und unter dem Wurzelstock. In einen Balkonkasten mit einem Meter Länge können Sie fünf bis sieben Pflanzen setzen. Sehr schön sind auch Fuchsienarten mit überhängenden Trieben in einer Blumenampel.

Setzen Sie die Jungpflanzen ein, füllen Sie Erde um den Wurzelballen und drücken Sie das Substrat leicht an. Dann mäßig angießen. Kübel und Kästen, die in der Sonne stehen, sollten nicht dunkel bzw. schwarz sein. In solchen Gefäßen staut sich die Hitze, was die Fuchsien gar nicht mögen. Die Pflanzen dürfen dann nach den Eisheiligen ins Freie.

So pflegen Sie Fuchsien richtig

❍ Gießen:

Gießen Sie nach Bedarf mit kalkarmem Wasser oder Regenwasser. Verwenden Sie kein kaltes Wasser und geben Sie auch niemals an heißen Tagen kaltes Wasser auf einen trockenen Wurzelballen. Am besten gießen Sie abends – vorher prüfen Sie, ob die Erde noch feucht ist. Die obere Schicht sollte leicht angetrocknet sein. Mehr Wasser brauchen die Pflanzen an heißen Tagen. Jetzt können Sie morgens und abends gießen. Außerdem lieben es Fuchsien bei heißem und trockenem Wetter, wenn Sie die Blätter mit Wasser einsprühen.

Hängende Blätter sagen Ihnen: Der Fuchsie ist es eindeutig zu heiß. Gießen bringt jetzt gar nichts, denn die Wurzeln können momentan kein Wasser aufnehmen. Sobald die Umgebung abkühlt, richten sich die Blätter wieder auf. Dann können Sie gießen.

❍ Düngen:

Regelmäßiges Düngen, etwa alle zwei Wochen, sorgt für viele Blüten. Dazu eignen sich Düngerstäbchen, die Sie einfach in die Erde stecken. Flüssigdünger mit wenig Phosphor ist ebenfalls gut. Mischen Sie den Flüssigdünger in das Gießwasser und düngen Sie nie trockene Pflanzen. Der Dünger wird besser aufgenommen und verteilt, wenn die Erde leicht feucht ist. Lesetipp: Fuchsien düngen – 5 Methoden für die richtige Nährstoffversorgung vorgestellt.

❍ Triebspitzen ausbrechen:

Dichte Fuchsienpflanzen erhalten Sie, wenn Sie die Triebspitzen ausbrechen. Im zeitigen Frühjahr entfernen Sie weiche, noch nicht verholzte Triebspitzen. An diesen Stellen bilden sich dann zwei bis drei weitere Triebe.

❍ Verblühtes entfernen:

Verblühte Teile entfernen Sie am besten regelmäßig, und zwar die Blütenstände und die Fruchtknoten. Außerdem auch stark verholzte, dürre Zweige. Dabei untersuchen Sie die Pflanzen gleich auf einen eventuellen Schädlingsbefall. Fuchsien sind nicht besonders anfällig, aber hin und wieder treten Blattläuse sowie Rote und Weiße Spinnen auf.


Foto1: © oom_endro - pixabay

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