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Gartenteich vor Fischreihern schützen – 8 effektive Tipps vorgestellt

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einen Gartenteich vor Fischreihern zu schützen. Letztendlich müssen Sie entscheiden, welche Variante die beste für Ihren Gartenteich ist.

Gartenteich vor Fischreihern schützen
© Karl Allen Lugmayer – Fotolia.com

Für viele Liebhaber von Zierfischen und Zuchtfischen ist der Gartenteich eine willkommene Alternative zum Aquarium. Und gerade wer sich Koi-Karpfen halten möchte, kommt um einen Gartenteich von einer gewissen Größe nicht herum. Nun sind manche Zuchtfische aber nicht nur schön anzusehen, sondern auch durchaus wertvoll und teuer in der Anschaffung. Umso ärgerlicher, wenn ein natürlicher Räuber Ihnen den Spaß an Ihren Fischen nehmen will. Natürlich, auch ein Fischreiher muss sich ernähren und seine Nahrung sind nun einmal Fische. Aber diese muss er ja nicht unbedingt aus einem Gartenteich fischen. Auch wenn gerade einheimische Zierfische aus Gartenteichen eine gern gewählte Beute sind. Doch keine Angst: es gibt genügend effektive Mittel, den eigenen Gartenteich sicher gegen Reiher zu präparieren.

Dabei sollten Sie nur niemals außer Acht lassen, dass vor allem der graue Fischreiher unter Naturschutz steht. Somit können Sie natürlich nicht alle möglichen Maßnahmen gegen den Räuber ergreifen – aber es gibt dennoch genügend effektive Möglichkeiten, um Fischreiher davon abzuhalten, Ihren Gartenteich regelmäßig zu besuchen. Wir raten dabei ausdrücklich von Maßnahmen ab, die in die Richtung der Tierquälerei gehen könnten. So haben einige Teichbesitzer in der Vergangenheit bereits kleine Elektrozäune installiert, um Fischreiher loszuwerden. Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, die deutlich weniger extrem daherkommen und dennoch gute Ergebnisse erzielen. Denn bei allem Ärger über den Verlust von Fischen – auch ein Fischreiher ist ein Tier mit einem ausgeprägten Schmerzempfinden.

Wie jagt ein Fischreiher eigentlich?

Um zu verstehen, wie Sie einen Fischreiher am leichtesten los werden, müssen Sie erst einmal verstehen, wie Fischreiher überhaupt jagen. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass die Gefahr, die von Fischreihern für die heimischen Fische ausgeht, im Frühjahr am größten ist. Das liegt einfach daran, dass Fischreiher im Frühjahr ihre hungrigen Jungen füttern müssen. Der Fischreiher sondiert dabei aus sicherer Höhe die Gegend unter sich nach einer passenden Futterstelle aus. Er sucht zum Beispiel nach einem Bachlauf, einem See oder eben einem Teich. Hat er eine vielversprechende Stelle gefunden, setzt der Fischreiher zur Landung an. Dafür benötigt er eine ganze Menge Platz. Und wenn er dann einmal gelandet ist, stellt er sich direkt an den Uferrand oder ins seichte Wasser und wartet, bis er einen Fisch vor den Schnabel bekommt.

Schon diese Eigenarten des Fischreihers bieten wichtige und interessante Anhaltspunkte, wie es am besten gelingen kann, Fischreiher dauerhaft vom heimischen Teich fern zu halten. Insgesamt gibt es 8 Möglichkeiten, die teilweise gut und teilweise sehr gut funktionieren. Allerdings muss man auch sagen, dass Fischreiher unterschiedlich sind. Also nicht jede Methode wirkt bei jedem Tier gleichermaßen.

8 Möglichkeiten, um einen Gartenteich effektiv vor Fischreihern zu schützen

Wie erwähnt gehören Fischreiher oder Graureiher zu den geschützten Tierarten, sodass es nicht ohne weiteres erlaubt ist Fallen aufzustellen, den Tieren anderweitig zu schaden oder sie gar zu töten. Das ist aber auch gar nicht notwendig. Es gibt viel bessere Mittel und Wege Fischreiher aus dem heimischen Garten fernzuhalten, ohne dass Sie dem Tier in irgendeiner Weise schaden müssen.

❶ Fischreiherattrappe:

Die wohl einfachste und günstigste Art, den heimischen Gartenteich vor Fischreihern zu schützen, ist das Aufstellen eines Plastikvogels. Wie erwähnt sondieren Fischreiher aus den Lüften die Gegend unter ihnen auf der Suche nach einer Futterstelle. Grundsätzlich werden Sie aber niemals zwei Fischreiher nebeneinander an einem Ufer stehen sehen. Wasserstellen, die bereits von anderen Fischreihern „besetzt“ sind, werden von den Reihern in der Regel gemieden. Die einzige Ausnahme: Wenn wirklich echte Not herrscht und der Futterbedarf besonders groß ist. Dann kann es zu Revierkämpfen kommen. Ein Fischreiher stellt dann schnell fest, dass sich Ihre Attrappe im Garten nicht bewegt und sich auch nicht wehrt. Wenn Sie also eines schönen Tages zu Ihrem Teich kommen und der Fischreiher, den Sie dort als eine Art Vogelscheuche abgestellt haben, im Gras liegt, können Sie davon ausgehen, dass auch der eine oder andere Fisch fehlen könnte. Aus diesem Grund macht es Sinn, die Fischreiherattrappe (z.B. erhältlich bei Amazon.de) mit einer der weiteren Abwehr-Möglichkeiten zu kombinieren.

❷ Fischreiherschreck:

Der Fischreiherschreck ist eine Kombination aus einem Gartenschlauch und einem Bewegungsmelder (z.B. bei Amazon.de erhältlich). Kommt ein Objekt, wie beispielsweise ein Fischreiher, in den Sensor des Bewegungsmelders, wird ein Wasserstrahl in die Richtung abgegeben. Das können Fischreiher gar nicht leiden und ziehen sich in aller Regel sehr schnell wieder zurück. Alternativ gibt es den Fischreiherschreck auch mit einem akustischen Signal statt einem Wasserstrahl. Beide Varianten sind gleichermaßen effektiv – gehen aber natürlich auch los, wenn sich ein Mensch oder ein deutlich kleinerer Vogel dem Teich nähert. Dafür vertreibt der Fischreiherschreck aber auch automatisch gleich fremde Katzen aus dem Garten. Lesetipp: Katzen aus dem Garten vertreiben – 5 effektive Tipps.

❸ Spiegelpyramide:

Fischreiher scheuen alles was blitzt und glitzert, wenn sie auf die Jagd gehen. Eine glatte Wasseroberfläche ist noch in Ordnung. WEenn aber auf dem Wasser beispielsweise eine kleine Pyramide schwimmt, die mit mehreren Spiegeln versehen ist und die das Sonnenlicht in alle Richtung zurückstrahlen, verliert der Fischreiher schnell die Lust an der Jagd in Ihrem Garten. Denn ein Fischreiher braucht beim Jagen Ruhe. Das Blitzen und Glitzern lenkt ihn nur ab.

Natürlich können Sie so eine Pyramide kaufen. Sie können das Objekt aber auch leicht selbst bauen. Dazu einfach Spiegelfolie von außen auf einen wasserdichten Körper, der die Form einer Pyramide hat, kleben und schon haben Sie Ihre eigene kleine Fischreiherscheuche gebaut.

❹ Fischreiher Landemöglichkeit nehmen:

Wie erwähnt, braucht ein Fischreiher Platz für die Landung. Dazu kommt, dass der storchenähnliche Vogel immer direkt am Wasser landet. Sie werden niemals erleben, dass ein Fischreiher irgendwo in Ihrem Garten zur Landung ansetzt und dann durch Ihren Garten zum Teich spaziert. Wenn Sie also die Fläche in direkter Nähe zu Ihrem Teich so gestalten, dass der Fischreiher dort nicht landen kann, wird er sich ein anderes Jagdrevier suchen. Das geht beispielsweise indem Sie runde Steine um den Teich herum legen, auf denen der Fischreiher keinen Halt findet. Auch Porzellan- oder Steinfiguren eignen sich wunderbar als Dekoration rund um den Teich herum und gleichzeitig auch als Stolperfallen für einen Fischreiher, der zur Landung ansetzen möchte.

❺ Einflugschneise blockieren:

Ein Fischreiher fliegt im Bogen zur Erde und nähert sich dann nahe am Boden seinem Ziel. Wenn der Garten rund um den Teich so aufgebaut ist, dass eine Landung hier möglich wäre, dann kann es Sinn machen, den Einflugbereich zu blockieren. Das geht beispielsweise durch das Pflanzen hoher Büsche in nicht zu großem Abstand zum Teich. Oder aber Sie hängen ein Vogelnetz bzw. Laubschutznetz in den Bereich, in dem ein Fischreiher Ihren Teich anfliegen würde. Allerdings müssen Sie bei dieser Variante darauf achten, dass sich gegebenenfalls auch andere kleinere Vögel in dem Netz verfangen könnten. Sollte das der Fall sein, müssen Sie das Netz schnellstmöglich wieder entfernen.

❻ Fischreiher Möglichkeit zum Stehen nehmen:

Wenn ein Fischreiher Jagd, steht er direkt am Wasser oder im seichten Uferwasser und wartet darauf, dass ein Fisch sich nähert. Wenn Sie über einen Teich verfügen, der entsprechend seichte Randbereiche hat, dann sollten Sie so vorsorgen, dass ein storchenähnlicher Vogel wie der Fischreiher mit seinen 80 cm langen dünnen Beinen dort nicht stehen kann. Das können Sie auf mehreren Wegen erreichen. Zum Beispiel durch entsprechende Bepflanzung dieses Teichbereiches (Lesetipp: Teich bepflanzen – Darauf sollten Sie achten). Oder aber durch das Spannen eines Netzes über den seichten Bereichen.

❼ Draht über dem Teich spannen:

Eine der aufwendigsten, aber auch die wohl erfolgreichste Methode ist das Spannen von dünnen Drähten über dem Teich. Hierzu können Sie Blumendraht oder auch Angelschnur verwenden. Wenn Sie ein solches Gitter spannen möchten, sollten Sie in die eine Richtung Drähte im Abstand von 30 cm spannen und dann im rechten Winkel dazu weitere Drähte alle 50 cm darauf legen. So entsteht ein sehr grobmaschiges Netz das zwar keine Tiere fängt, aber dem Fischreiher jegliche Möglichkeit nimmt im Wasser Stellung zu beziehen oder selbst an die Wasseroberfläche heran zu kommen. Wenn Sie sich hierbei für Angelschnur entscheiden, haben Sie zusätzlich noch den positiven Effekt, dass der Draht in der Sonne glitzern, was Fischreiher zusätzlich noch einmal abschreckt.

❽ Fischen ein Versteck bieten:

Auch Fische haben Instinkte und bemerken, wenn ein Fischreiher in der Nähe ist. Eine wunderbare Möglichkeit eine der oben genannten Maßnahmen zu ergänzen und abzurunden, ist das Ablegen eines Plastikrohres im Teich. Das Rohr sollte vom Durchmesser her groß genug sein, damit mehrere Fische hineinschwimmen können. Und es sollte auch keinesfalls zu kurz sein. Wenn der Teich groß genug ist empfiehlt sich hier ein einfaches Plastikrohr aus dem Baumarkt mit einer Länge von rund 2 Metern. Nähert sich ein Fischreiher, werden die Fische im Teich schnell Reißaus nehmen und versuchen sich in Sicherheit zu bringen. In besagtem Rohr sieht der Reiher Ihre Fische nicht mehr und kommt auch nicht mehr an diese heran.


Foto1: © Karl Allen Lugmayer - Fotolia.com

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