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Gewächshaus für den Balkon – 3 Varianten vorgestellt

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Wer keinen eigenen Garten hat, der muss auf ein Gewächshaus nicht verzichten. Heutzutage gibt es sogar kleinere Modelle für den Balkon. Drei möchte ich Ihnen hier einmal vorstellen.

Gewächshaus für den Balkon - 3 Varianten vorgestellt
© Brebca – Fotolia.com

Gewächshäuser werden immer beliebter. Kein Wunder, denn ein Gewächshaus bietet gleich mehrere Vorteile. Zum einen können Sie hier schon frühzeitig mit der Aussaat beginnen und dementsprechend genießen Sie eine längere Erntezeit. Zum anderen gedeihen Wärme liebende Pflanzen in einem Gewächshaus deutlich besser. Auch für Tomaten, Gurken & Co. hat ein Gewächshaus einen wichtigen Nutzen – es schützt die Pflanzen vor Wind und Regen.

Oft wird ein Gewächshaus mit einem Garten assoziiert, dabei gibt es auch schon spezielle Platzspar-Modelle für den Balkon. Denn auch wer kein Haus oder eine Wohnung mit Garten hat, muss auf Obst und Gemüse aus dem eigenen Anbau nicht verzichten.

Voraussetzungen für eine reiche Ernte

Wenn Sie sich ein Gewächshaus auf den Balkon stellen und eine reiche Ernte erwarten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört:

» Ausreichend Sonne:

Die meisten Obst- und Gemüsesorten benötigen ausreichend Sonne, um prächtig gedeihen zu können. Am besten bieten sich hier Balkone mit Südost- oder Südwest-Ausrichtung an.

» Gute Durchlüftung:

Wenn die Luft auf dem Balkon und dementsprechend auch in dem Gewächshaus steht, sind die Pflanzen anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Sie müssen daher für ein gutes Klima, d.h. für eine ausreichende Durch- und Belüftung sorgen.

» Optimale Pflanzgefäße:

Einfach Erde auf dem Balkon verteilen und Pflanzen einsetzen funktioniert natürlich nicht. Sie müssen die Pflanzen in Pflanzgefäße oder alternativ z.B. in einen Mörtelkübel (mit Drainage!) setzen. Die Töpfe sollten mindestens 10 Liter umfassen. damit die Pflanzen dort später ausreichend Platz haben.

» Hinweis: Es gibt auch Modelle, die unten noch eine Art Hochbeet haben, in der die Erde hinein kommt. Dann entfällt dieser Punkt natürlich.

» Richtige Erde:

Verwenden Sie für den Gemüseanbau keine Blumenerde, sondern spezielle Pflanzerde. Sehr zu empfehlen ist hier z.B. Kokossubstrat (mehr über die Vorteile hier), wie Sie es z.B. günstig bei Amazon.de bekommen. Das hat eine deutlich bessere Wasserhaltefähigkeit als die normale Standard-torfhaltige Pflanzerde. Außerdem werden die Wurzeln der Pflanze durch die lockere Struktur besser durchlüftet. Das sorgt für ein besseres Pflanzenwachstum.

Gewächshaus-Modelle für den Balkon

Mini-Gewächshaus

Normale Standard-Balkone haben nicht unbedingt perfekte Maße für große Gewächshäuser. Schließlich soll auch noch Platz für Tisch und Stühle zum Entspannen sein. Verzichten müssen Sie aber dennoch nicht, denn es gibt wirklich kleine Gewächshäuser. Natürlich ist klar, dass Sie dort nicht 10 Tomatenpflanzen, 5 Gurken und zusätzlich noch Salat anpflanzen können. Für kleine Topfpflanzen oder aber diverse Kräuter reicht so ein Mini-Gewächshaus allemal. Sie können das Mini-Gewächshaus natürlich auch dafür nutzen, um Pflanzen für das Freiland heranzuziehen.

Übrigens bei meiner Recherche nach Mini-Gewächshäusern bin ich auf ein automatisches Mini-Gewächshaus gestoßen. Hierbei handelt es sich um ein runden Topf für Salat und Kräuter, der ausgestattet mit LED und einer eingebauten automatischen Bewässerungspumpe ist. Die Pflege übernimmt das Gerät sozusagen selbst.

Smartes Mini LED Gewächshaus
© by Plantui.com

Nicht ganz billig, aber definitiv platzsparend und arbeitserleichternd. Dieses und noch andere geniale und teils kuriose Helferlein für den Garten finden Sie auch unter idealo.de.

Foliengewächshaus

Ein Beitrag geteilt von Jiyoung Woo (@dokkkk) am

Eine weit verbreitete und auch die günstigste Methode ist das Foliengewächshaus. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um ein Stangengestell, das mit einer Folie überzogen wird.

Foliengewächshäuser gibt es in verschiedenen Größen, sodass kleine als auch größere Balkone mit einem entsprechenden Gewächshaus ausgestattet werden können. Wichtig ist, dass Sie beim Kauf auf die Folienart achten. Sehr empfehlenswert ist Thermofolie, damit die Wärme der Sonnenstrahlen ins Innere des Hauses geleitet wird.

Der wohl größte Vorteil eines Foliengewächshauses ist der recht einfache Auf- und Abbau. Bei Saisonbeginn können Sie es schnell aufstellen, um mit der Kultivierung zu beginnen und wenn die Wintersaison eingeläutet wird oder aber auch ein Sturm droht, kann das Foliengewächshaus in Windesheile zusammen gepackt und platzsparend verstaut werden.

Sollte die Folie einen Schaden nehmen, können Sie diese ganz einfach austauschen ohne gleich ein neues Gewächshaus kaufen zu müssen. In erster Linie ist ein Foliengewächshaus für Tomatenpflanzen gedacht, Sie können dort aber genauso gut Paprika, Kräuter und anderes Gemüse ziehen.

Anlehngewächshaus

Als letzte Variante ist hier noch das Anlehngewächshaus zu nennen, dass deutlich massiver und langlebiger ist als das Foliengewächshaus.

Bei dem Anlehngewächshaus handelt es sich um ein Gewächshaus mit flacher Rückseite, die platzsparend an eine Haus- oder Schuppenwand gestellt wird. Der größte Vorteil liegt hier darin, dass die Hauswand die Wärme tagsüber speichert und so an das Gewächshaus abgeben kann. So bekommen die Pflanzen auch noch in den späten Abendstunden ausreichend Wärme, sodass ein besseres und gesünderes Wachstum gegeben ist.

Auch Anlehngewächshäuser gibt es in unterschiedlichen Größen, sodass jeder für seinen Balkon oder aber auch für die Terrasse ein passendes Modell findet. Eine große Auswahl mit unterschiedlichen Breiten und Tiefen habe ich bei beckmann-kg.de gesehen.


Foto1: © Brebca - Fotolia.com

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