Bäume

Götterbaum pflegen – Tipps zum Schneiden und zur Vermehrung

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Der Götterbaum im Garten ist eine imposante Erscheinung. Damit das auch so bleibt, sollte er regelmäßig geschnitten werden.

Götterbaum Ausbreitung
© ernstboese – Fotolia.com
Der Götterbaum bringt nicht nur exotisches Flair in Ihren Garten, er legt dabei auch ein erstaunliches Tempo an den Tag. Bereits ein Jahr nach der Pflanzung werden Sie zu einem etwa drei Meter hohen Baum aufschauen. Nicht umsonst gilt der Götterbaum europaweit als schnell wachsende Pflanze. Damit die Freude am Wachsen und Gedeihen des Götterbaumes nicht allzu schnell getrübt wird, sollte die Pflege auch darauf ausgerichtet sein, den Götterbaum in seinem Ausbreitungsdrang zu bremsen. Wird dies nicht versäumt, werden sie es mit einer pflegeleichten und robusten Pflanze zu tun bekommen, die durch ihre bizarre Wuchsform, ihre gelblichen Duftblüten und die rötliche Herbstfärbung die Blicke auf sich zieht.

Den Götterbaum richtig gießen

Der Wasserbedarf der Bäume ist nicht allzu hoch. In der Regel können sich ältere Pflanzen über das Regenwasser selbst versorgen. Durch das weitläufige und flache Wurzelwerk fällt es der Pflanze leicht, die Feuchtigkeit aus den oberen Bodenschichten aufzunehmen. Junge Bäume, deren Wurzeln noch nicht ausreichend entwickelt sind, können bei länger anhaltender Trockenheit leicht angegossen werden.

Den Götterbaum richtig düngen

Da die Pflanzen sich auf jedem Untergrund gut entwickeln, ist eine Düngung nicht zwingend erforderlich. Jungpflanzen besitzen einen höheren Nährstoffbedarf und daher kann das Substrat bei der Pflanzung mit Kompost oder Hornspänen versorgt werden, um den Jungpflanzen einen organischen Langzeitdünger zu bieten.

Götterbaum schneiden – was ist zu beachten?

Besondere Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich. Ein Auslichtungsschnitt, der im Frühling durchgeführt wird, ist vollkommen ausreichend. Dabei werden abgestorbene und kranke Äste entfernt. Geschnitten werden sollte immer direkt am Ansatz. Aststummel sollten nicht belassen werden. Diese bieten Schädlingen und Pilzen eine Eintrittspforte. Entfernen Sie auch nach innen wachsende Äste und Zweige, die sich überkreuzen.

➔ Tipp:
Wer die Wuchsform verändern möchte oder den Baum in die Schranken weisen will, der kann ganzjährig – an frostfreien Tagen – die Schere ansetzen. Die Triebe werden unmittelbar über einer Knospe eingekürzt.

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Die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Überblick

PflegemaßnahmeErläuterung
GießenErwachsene Pflanzen nehmen über die Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit aus dem Boden auf. Jungpflanzen sollten in den ersten drei Standjahren - bei längerer Trockenheit - regelmäßig bewässert werden.
DüngenEine Düngung ist nicht zwingend erforderlich. Götterbäume kommen auch mit einem eher kargen Boden zurecht. Sie wachsen dann nur entsprechend langsamer. Bei der Pflanzung können dem Boden Hornspäne oder Kompost zugesetzt werden. Jungpflanzen werden dadurch mit Langzeitdünger versorgt.
SchneidenRegelmäßige Schnittmaßnahmen sind nicht notwendig. Im Frühling werden alte und kranke Triebe entfernt. Auch das Kürzen der Triebe, um die Größe zu minimieren, ist möglich. Vorsicht bei Schneidarbeiten - die Pflanze ist giftig.

Die verschiedenen Arten des Götterbaumes

Eine erstmalige Erwähnung der Art stammt aus dem Jahre 1786 und wurde von René Louiche Desfontaines vorgenommen. Die Pflanze kommt in etwa zehn Arten vor.
Vom Götterbaum (Ailanthus altissima) sind einige Varietäten bekannt:

Varietät altissima

Diese Art ist beinahe in ganz China verbreitet. Ausnahmen stellen die Provinzen Qinghai, Jilin, Hainan oder Ningxia dar. In vielen Gebieten der Welt kommt dieser Götterbaum als Neophyt vor.

Varietät sutchuenensis

Diese Pflanze kommt in den chinesischen Provinzen Hubei, Hunan, Sichuan, Yunnan und Guangxi vor. Dort wachsen die Götterbäume bis in Höhenlagen von 2.500 Metern.

Varietät tanakae

Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Unterart ist im nördlichen Teil Taiwans zu suchen. Dort gedeihen die Pflanzen vornehmlich in den Bergwäldern.

Weitere Arten des Götterbaums

Dorniger Götterbaum

Das Verbreitungsgebiet des Dornigen Götterbaumes bleibt auf die chinesischen Provinzen Yunnan, Hubei und Sichuan begrenzt. Dort findet man die Pflanze vorwiegend in lichten Wäldern oder an Berghängen in Höhen zwischen 500 und 2.800 Meter.

Giralds Götterbaum

In den chinesischen Provinzen Shaanxi, Yunnan, Gansu und Sichuan findet man den Giralds Götterbaum in lichten Gebirgswäldern.

Ailanthus triphysa

Dies ist eine weit verbreitete Art des Götterbaumes. Die Pflanzen kommen in China, Vietnam, Kambodscha, Indonesien, den Philippinen oder Australien vor.

Die Vermehrung des Götterbaumes

Die Vermehrung des Götterbaumes dürfte niemand vor größere Probleme stellen, denn dafür sorgen die Bäume meist selbst und zwar durch die Bildung von Wurzelausläufern. Aus diesen Wurzelsprossen wachsen frische Triebe, die schnell zu einem kleinen Bäumchen heranwachsen und einfach von der Mutterpflanze getrennt und an einen separaten Ort verpflanzt werden können.

Üblich ist auch die Stecklingsvermehrung. Wer bereits einen Götterbaum sein Eigen nennt, wird davon jederzeit Gebrauch machen können. Mit Sicherheit findet sich auch ein Götterbaum-Besitzer im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft, derr beim Rückschnitt der Pflanzen einige Stecklinge entbehren kann. Stecklinge werden bevorzugt im Frühling geschnitten.

Der Steckling sollte etwa 20 Zentimeter lang sein und wird zunächst im unteren Bereich von allen Blättern und Knospen befreit. Sie können die Stecklinge sofort in ein Pflanzgefäß, welches mit Anzuchterde gefüllt ist, setzen. Auch die Bewurzelung in einem Wasserglas funktioniert sehr gut und vor allem sehr schnell. Das rasante Wachstum der Pflanzen macht die Vermehrung zum Kinderspiel. Gut bewurzelte Stecklinge können direkt ins Freiland gesetzt werden und sich dort zügig zu einem kleinen Bäumchen entwickeln. Wer seine Stecklinge im Herbst gewinnt, sollte diese im Haus überwintern.

➔ Tipp: Götterbäume wachsen bis zu drei Meter im ersten Standjahr.

Krankheiten und Schädlinge beim Götterbaum erkennen

Der Götterbaum gehört der Familie der Bittereschengewächse an. Die giftigen Pflanzenbestandteile dürften einen der Hauptgründe darstellen, warum die Pflanzen kaum von Krankheiten und Schädlingen befallen werden.

Gelegentlich kann die Grauschimmelfäule auftreten. Der Pilz lässt die Triebe verkümmern und die jungen Äste, die noch keine Verholzung aufweisen, sterben ab.

➔ Tipp: Wird der Götterbaum in sonniger und luftiger Alleinstellung gepflanzt, wird er seltener von der Grauschimmelfäule befallen.

Unter den Schädlingen ist der Ailanthus-Spinner zu nennen. Dieser Falter nutzt den Götterbaum als Nahrungsquelle. Ursprünglich wurden die Spinner für die Produktion von Seide in China gezielt gezüchtet. Mittlerweile greift der Ailanthus-Spinner auch mehr und mehr Ziergehölze in Europa an. Spezifische Bekämpfungsmittel sind nicht auf dem Markt.

Den Götterbaum überwintern

Ausgewachsene Götterbäume kommen mit dem Winter in unseren Breiten recht gut zurecht und halten Frost bis – 20 Grad ohne Schutzmaßnahmen stand. Junge Bäume sollten in den ersten drei Jahren einen Winterschutz erhalten. Hierfür können auf dem Boden aufgebrachtes Laub oder Reisig dienen. Umwickeln Sie die Bäumchen mit Gartenvlies und sparen Sie auch die Rinde nicht aus. Die Rinde der Götterbäume muss vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden. Besonders bei jungen Bäumen kann die Rinde schnell aufplatzen und Pilzen und Schädlingen eine Eintrittspforte bieten.

Foto1: © ernstboese - Fotolia.com

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