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Grünen Spargel pflegen: So sorgen Sie für eine ertragreiche Ernte

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Grüner Spargel braucht im Gegensatz zu weißem Spargel wesentlich weniger Pflege. Dennoch müssen Sie schon einiges tun, damit die Ernte ertragreich wird.

Grünen Spargel pflegen
© Africa Studio – Fotolia.com

Die Grundvoraussetzungen für eine gute Spargelernte sind ein warmer, sonniger und windgeschützter Standort sowie ein gut durchlässiger und nährstoffreicher Boden. Wenn Sie dem Spargel diese Bedingungen bieten können, dann steht einer ertragreichen Ernte nichts im Wege. Halten Sie sich einfach an die nachfolgenden Pflegehinweise.

Spargelbeet richtig vorbereiten

Damit Sie mit einem reichen Ertrag rechnen können, braucht der Boden eine gute Vorbereitung. Da Spargel sehr tief wurzelt, müssen Sie den Boden gründlich und mindestens zwei Spaten tief umgraben. Empfehlenswert ist es im Jahr zuvor spezielle Gründüngungspflanzen auszusäen. Beispielsweise etwa Lupinen, Buschbohnen oder Sojabohnen. Diese Pflanzen sorgen für eine humusreiche, lockere und gut durchlüftete Erde.

Pflege im ersten und zweiten Jahr

Ziehen Sie für die Spargelpflanzen einen Graben. Etwa alle 40 bis 50 Zentimeter müssen Sie dann kleine Hügel aus Erde und Kompost gestalten. Setzen Sie die Jungpflanzen anschließend in die Hügel (Lesetipp: Grünen Spargel pflanzen – Tipps zu Standort, Boden & Gräben). Spargelpflanzen sind bis zu zehn Jahre ertragreich. Wählen Sie am besten eine der bekannten Grünspargelsorten wie zum Beispiel „Schneewittchen“ oder „Primaverde“ aus. Die Sorte „Primaverde“ ist eine sehr frühe Spargelsorte, hier sollten Sie aber bereits zwei Wochen vor dem Johannitag die Ernte einstellen. „Schneewittchen“-Grünspargel reift etwas später, dafür länger. Beide Sorten können Sie auch gut miteinander kombinieren.

Nun müssen Sie den Boden im Sommer immer schön feucht halten und ihn rund um die Pflanzen gelegentlich vorsichtig auflockern. Unkraut sollten Sie zudem regelmäßig entfernen.

» Tipp:
Eine Mulchschicht aus gehäckselten Gartenabfällen und Grasschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und verhindert, dass zu viel Unkraut wächst. Außerdem können Sie in den beiden ersten Anbaujahren in die Zwischenräume Salat oder Kohlrabi setzen. Spargel verträgt sich auch gut mit Erdbeeren, die Sie zum Beispiel als Umrandung pflanzen können.

Das „Anhäufeln“, wie es beim weißen Spargel notwendig ist, braucht grüner Spargel nicht. Schneiden Sie das Spargellaub im Oktober einfach eine Handbreit über dem Boden ab. Nach dem zweiten Sommer bilden sich dann Beeren (Samen) an den oberirdischen Teilen. Diese Beeren müssen Sie unbedingt entfernen. Sie eignen sich bedingt zur Aussaat, wichtiger ist aber, dass die Spargelpflanzen genügend Kraft zum Weiterwachsen im nächsten Jahr behalten.

Ernte und Pflege nach der Ernte

Ab dem dritten Jahr wachsen die grünen Spargelsprossen, die Sie ab Mitte April bis spätestens 24. Juni schneiden können. Das Gute: Grünen Spargel müssen Sie nicht mühsam stechen. Sie schneiden die essbaren Teile einfach knapp über dem Boden ab. Nach der Ernte bleibt also nur noch der Haupttrieb stehen. Das ist der sogenannte Johannitrieb, der sich ungestört weiterentwickeln soll. So ist garantiert, dass Sie im Folgejahr wieder ernten können.

Der Boden freut sich jetzt über Hornmehl und eine weitere Schicht Kompost. Wichtig ist anschließend, dass Sie das Laub im Herbst entfernen. Damit sich eventuelle Krankheiten nicht verbreiten, werfen Sie das Laub in die Biotonne oder verbrennen Sie es.

5 Tipps zur Grünspargelpflege

  1. gute Bodenvorbereitung
  2. Jungpflanzen auf kleine Häufchen aus Kompost und Erde setzen
  3. Erde immer feucht halten und mit Mulchschicht schützen
  4. im Herbst Laub entfernen
  5. ab dem zweiten Jahr im Herbst Beeren entfernen

Foto1: © Africa Studio - Fotolia.com

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