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Weißen Spargel pflegen: Das Edelgemüse braucht viel Geduld

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Damit Sie Ihren Spargel nach langer Anbauphase auch ernten können, ist jede Menge Pflege notwendig. Was genau Sie tun müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

weißer Spargel Pflege
© mirkograul – Fotolia.com
Spargel wächst auch im eigenen Garten – wenn Sie Zeit und Liebe aufbringen! Der Anbau ist zwar nicht so kompliziert, wie allgemein angenommen, weißer Spargel benötigt aber mehrere Jahre, bis er erntereif ist. In dieser Zeit sind einige Pflegemaßnahmen notwendig.

Weißer Spargel gehört zu den mehrjährigen Gemüsesorten. Bis letztendlich aber geerntet werden kann, sind einige Maßnahmen nötig. Das erklärt auch den hohen Preis, der bei uns pro Kilogramm gezahlt werden muss.

So wächst weißer Spargel

  • Im Herbst vor der Aussaat: Boden gut vorbereiten! Das heißt, Sie müssen mindestens zwei Spaten tief umgraben.
  • Im folgenden Frühjahr legen Sie einen Graben an, mit den Maßen 40 Zentimeter Tiefe und 50 Zentimeter Breite. Im Abstand von circa 40 bis 50 Zentimeter legen Sie kleine Häufchen an, in die Sie die jungen Spargelpflanzen setzen. Um die Jungpflanzen häufeln Sie Erde an. Den weiteren Erdaushub liegen lassen, den brauchen Sie im nächsten Jahr. Im Herbst schneiden Sie das Spargelgrün ab.
  • Im zweiten Jahr entfernen Sie im Frühling die verwelkten Teile und häufeln wieder Erde an. Das Spargelgrün, das den Sommer über wächst, kürzen Sie im Herbst erneut.
  • Im dritten Jahr bilden sich die ersten Spargelsprossen. Jetzt häufeln Sie nochmals Erde an, bis zu einer Höhe von etwa 30 bis 40 Zentimeter. Ab April bis zum 24. Juni reift der Spargel. Sobald die Spitzen durchbrechen, ist ein Lichtschutz mit dunkler Folie oder weiterem Anhäufeln wichtig. In den Folgejahren tragen die Pflanzen mehrmals. Spargelpflanzen sind bei guter Pflege bis zu zehn Jahren im Einsatz.

So pflegen Sie weißen Spargel richtig

Unkraut entfernen Sie am besten regelmäßig. Die Pflanzen brauchen außerdem regelmäßig Wasser – Regenwasser ist optimal geeignet. Für eine gute Nährstoffversorgung erhalten die Jungpflanzen im Frühling des zweiten Jahres gut verrotteten Kompost, den Sie locker in die Umgebung der Pflanzen einarbeiten.

In den beiden ersten Jahren schneiden Sie jeweils im Herbst das Spargelgrün und entfernen im Frühjahr die letzten verwelkten Teile.

Sorgfältig angelegte Erdhäufchen rund um die Pflanzen sorgen für ein geschütztes Wachstum. Dafür können Sie den Erdaushub verwenden. Ein leicht sandiges, lockeres und durchlässiges Substrat ist ideal. Im Zweifelsfall verbessern Sie die Erde mit etwas Sand. Kies oder gar Steine dürfen aber nicht enthalten sein. In der Praxis sieht das Spargelbeet so aus: Die Häufchen reihen sich aneinander und ergeben eine Art Erdwall.

Weißer Spargel: Gießen und Düngen

Spargelpflanzen brauchen regelmäßig Wasser, sie müssen immer leicht feucht gehalten werden. Staunässe darf sich aber nicht bilden, deshalb ist eine sorgfältige Bodenvorbereitung besonders wichtig. Ab dem Frühjahr bis zum Spätsommer versorgen Sie die Pflanzen mit einem kalihaltigen Dünger, etwa im Abstand von sechs Wochen.

Folieneinsatz – Pro und Contra

Im gewerbsmäßigen Anbau ist der Folieneinsatz mittlerweile üblich, damit der Spargel ein gleichmäßig warmes Klima zum Wachsen bekommt. Unter der Folie steigt aber die Gefahr von Pflanzenkrankheiten. Für den privaten Anbau ist die Spargelfolie geeignet, wenn Sie die Sprossen bis zur Ernte unkompliziert vor Licht schützen möchten. Spargel schmeckt auch noch, wenn die Spitzen durch das Sonnenlicht verfärbt sind, aber die Optik ist eben auch entscheidend. Wenn Sie auf einen komplett natürlichen Anbau Wert legen, häufeln Sie selbst in der Reifephase regelmäßig Erde an.

Spargelpflege: Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

✓ Im Frühjahr verwelkte Teile entfernen, im Herbst Spargelgrün kürzen.
✓ Boden immer feucht halten, mehrmals im Sommer düngen.
✓ Erde rund um die Pflanzen anhäufeln.


Foto1: © mirkograul - Fotolia.com

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